{"id":1199,"date":"2024-09-04T14:27:08","date_gmt":"2024-09-04T12:27:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/?p=1199"},"modified":"2024-09-04T14:27:08","modified_gmt":"2024-09-04T12:27:08","slug":"projekt-gigabitpakt-schulen-saar-bringt-327-schulen-ans-glasfasernetz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2024\/09\/04\/projekt-gigabitpakt-schulen-saar-bringt-327-schulen-ans-glasfasernetz\/","title":{"rendered":"Projekt \u201eGigabitpakt Schulen Saar\u201c bringt 327 Schulen ans Glasfasernetz"},"content":{"rendered":"<p>Heute wurde das landesweite Projekt \u201eGigabitpakt Schulen Saar\u201c feierlich abgeschlossen. Somit sind fast alle saarl\u00e4ndischen Schulen an das Glasfasernetz angeschlossen. Minister J\u00fcrgen Barke verk\u00fcndete heute gemeinsam mit Andreas Pfisterer, CEO der Deutschen Glasfaser, bei der Abschlussveranstaltung an der Albert-Schweitzer-Gemeinschaftsschule in Spiesen-Elversberg einen gro\u00dfen Erfolg: Im bundesweiten Vergleich r\u00fcckt das Saarland bei der Netzanbindung seiner Schulen nun an die Spitze.<\/p>\n<p>\u201eMit dem Projekt \u201aGigabitpakt Schulen Saar\u2018 haben wir von Anfang an einen Sonderweg eingeschlagen. W\u00e4hrend sich bundesweit die Kommunen und Landkreise in kleinteiligen Verfahren selbst um die Anbindung ihrer Schulen gek\u00fcmmert haben, haben wir diese Aufgabe im Saarland zentralisiert und mit h\u00f6chster politischer Priorit\u00e4t vorangetrieben. In den letzten Jahren wurden im ganzen Land Glasfaserkabel verlegt und Hunderte Schulen an die Highspeed-Datenautobahn angeschlossen. Auch wenn wir uns alle eine noch schnellere Umsetzung des Projekts gew\u00fcnscht h\u00e4tten, spricht das Ergebnis f\u00fcr sich: Beim Gigabit-Internet an Schulen nimmt das Saarland jetzt die Spitzenposition unter allen Bundesl\u00e4ndern ein. Ohne den gemeinsamen Kraftakt des Projekttr\u00e4gers eGo-Saar, des Auftragnehmers Deutsche Glasfaser und des Landes w\u00e4re dieser Erfolg undenkbar gewesen. Viel wichtiger als die bundesweite Spitzenposition ist aber die Bedeutung der neuen Infrastruktur f\u00fcr unsere Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler: Wir haben im Saarland fl\u00e4chendeckend das Fundament f\u00fcr eine zukunftsfeste digitale Bildung geschaffen\u201c, sagt Wirtschafts- und Digitalminister J\u00fcrgen Barke, der das Projekt landesseitig mit 10,5 Mio. Euro unterst\u00fctzt. Das Bundesministerium f\u00fcr Digitales und Verkehr tr\u00e4gt 14,3 Mio. Euro, die Kommunen tragen 1,2 Mio. Euro als Eigenanteil.<\/p>\n<p>Oliver Luksic, Parlamentarischer Staatssekret\u00e4r beim Bundesminister f\u00fcr Digitales und Verkehr: \u201eDer heutige Tag markiert einen wichtigen Meilenstein f\u00fcr den Breitbandausbau im Saarland. An weiteren 327 Schulen des Landes k\u00f6nnen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler jetzt das schnelle und zuverl\u00e4ssige Glasfasernetz nutzen \u2013 das ist ein erheblicher Fortschritt.\u201c Den daf\u00fcr durchgef\u00fchrten Ausbau unterst\u00fctzte der Bund in den vergangenen Monaten im Rahmen des Bundesf\u00f6rderprogramms f\u00fcr den Gigabitausbau mit mehr als 14 Millionen Euro. Der Bund investiert damit kr\u00e4ftig in die digitale Zukunft unseres Landes und schafft \u2013 im Schulterschluss mit den L\u00e4ndern und Kommunen \u2013 die Voraussetzungen f\u00fcr Chancengleichheit und Teilhabe. Ziel ist es, Glasfaser bis 2030 f\u00fcr alle Haushalte, Unternehmen und \u00f6ffentlichen Einrichtungen verf\u00fcgbar zu machen. Darauf arbeitet der Bund auch mit der Umsetzung der Gigabitstrategie und 100 konkreten Ma\u00dfnahmen hin, wie etwa dem Netzausbaubeschleunigungsgesetz.<\/p>\n<p>Der \u201eGigabitpakt Schulen Saar\u201c geht auf eine Initiative der Landesregierung Ende 2018 zur\u00fcck. Damals hatte der Bund ein neues F\u00f6rderprogramm f\u00fcr Kommunen aufgelegt, mit dem diese ihre Schulen ans Glasfasernetz anschlie\u00dfen k\u00f6nnen. Gemeinsam mit dem Zweckverband eGo-Saar hatte die Landesregierung den Schultr\u00e4gern im Saarland angeboten, die Mittel des Bundes mit Landesmitteln aufzustocken und die Anbindung der Schulen zentral vom Zweckverband mit dem dort angesiedelten Breitbandb\u00fcro Saar umzusetzen. Den Kommunen blieb damit erspart, eigene Kompetenzen in diesem Feld aufzubauen. Dar\u00fcber hinaus versprach die Zentralisierung der Ma\u00dfnahme Effizienz- und Kostenvorteile. Fast alle Schultr\u00e4ger nahmen das Angebot an. 327 Schulen, die \u00fcber das gesamte Saarland verteilt sind, wurden Teil der Ma\u00dfnahme.<\/p>\n<p>Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot: \u201eWir haben als Saarland nicht nur das \u201aWas\u2018, sondern vor allem auch das \u201aWof\u00fcr\u2018 im Blick. Ab der 3. Klassen arbeiten Sch\u00fcler*innen im Saarland mit Tablets, die mit digitalen Lerninhalten gef\u00fcllt sind. M\u00f6glich wird das \u00fcber die landeigene Lernplattform Online-Schule-Saarland und eine enge Zusammenarbeit mit den Kommunen als Schultr\u00e4ger. Bundesweit sind wir an der Spitze in Sachen Informatik. Ab der 7. Klasse lernen alle Sch\u00fcler*innen, wie die digitale Welt und k\u00fcnstliche Intelligenz ihr Leben, unsere Gesellschaft und den Arbeitsmarkt ver\u00e4ndert. Daf\u00fcr ben\u00f6tigen wir gut ausgebildete Lehrkr\u00e4fte und eine umfassende Aus- und Fortbildung. Transformation geht nicht im \u201aKleinklein\u2018, sondern muss als Ganzes geplant und weitergedacht werden. Dieser ganzheitliche Ansatz hat Erfolg: Das Saarland geh\u00f6rt heute zu den bundesweiten Vorreitern in Sachen Bildungsdigitalisierung.\u201c<\/p>\n<p>Der Glasfaserausbau beim \u201eGigabitpakt Schulen Saar\u201c wurde in einem europaweiten Ausschreibungsverfahren vergeben \u2013 hier setzte sich der Saarlouiser Netzbetreiber inexio durch. Das Unternehmen, das seit 2020 Teil der Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser ist, erhielt Ende 2020 vom eGo-Saar den Auftrag, alle teilnehmenden Schulen ans Glasfasernetz anzuschlie\u00dfen. Exklusiv f\u00fcr die Schulen im Saarland verlegte der Netzbetreiber in den vergangenen Jahren mehr als 250 km Glasfaserkabel.<\/p>\n<p>\u201eDie Notwendigkeit eines leistungsf\u00e4higen Glasfaseranschusses f\u00fcr Highspeed-Internet ist in den vergangenen Jahren immer deutlicher geworden\u201d, stellt Andreas Pfisterer, CEO von Deutsche Glasfaser fest. \u201eAls Digital-Versorger der Regionen leisten wir unseren Beitrag zur digitalen Infrastruktur in der Fl\u00e4che. In enger Zusammenarbeit mit dem Saarland und dem Projekttr\u00e4ger eGo-Saar haben wir nun einen wichtigen Grundstein f\u00fcr die digitale Bildung gelegt. Den 327 Schulen stehen jetzt alle M\u00f6glichkeiten zur digitalen Vermittlung von Inhalten offen. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Schulprojektes arbeiten wir weiterhin mit Nachdruck an unserem Ziel, bis zu 300.000 Haushalte im Saarland ans Glasfasernetz anzubinden. Hierzu werden wir als Unternehmensgruppe rund 500 Millionen Euro in die Glasfaserinfrastruktur investieren.\u201d<\/p>\n<p>P\u00fcnktlich zum Beginn des neuen Schuljahres wurden die letzten Arbeiten abgeschlossen. Jetzt zeigt sich, dass sich die gemeinsame Kraftanstrengung gelohnt hat und der eingeschlagene Weg richtig war: 98 Prozent aller saarl\u00e4ndischen Schulen k\u00f6nnen jetzt auf Gigabit-Bandbreiten zugreifen. Sie verf\u00fcgen damit \u00fcber die technische Infrastruktur f\u00fcr modernste Unterrichtsmethoden. Kein anderes Bundesland kann auf derart hohe Werte verweisen.<\/p>\n<p>\u201eHiermit haben wir das zweite landesweite Breitbandprojekt erfolgreich als Projekttr\u00e4ger abgeschlossen. Die saarlandweite Organisation und Steuerung dieses Digitalisierungsprojektes war mit einem enormen Aufwand verbunden, da \u00fcber 100 Schultr\u00e4ger eingebunden werden mussten. Durch die gesamtheitliche Umsetzung konnte der eGo-Saar die Kommunen und Landkreise nicht nur deutlich entlasten, sondern sogar einen g\u00fcnstigen Rahmenvertragspreis f\u00fcr die Schulen sicherstellen,\u201c freut sich Stephan Thul, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer eGo-Saar.<\/p>\n<p>Mit 327 Schulen ist ein Gro\u00dfteil der Schulen Teil des Projektes geworden. Dass die \u00fcbrigen Schulen nicht teilgenommen haben, hatte jeweils einen der nachfolgenden Gr\u00fcnde:<\/p>\n<p>Die Schule hat bereits anderweitig einen Glasfaseranschluss erhalten oder beauftragt.<br \/>\nDie Schule hat zwar keinen Glasfaseranschluss, war aber unter Ber\u00fccksichtigung ihrer Gr\u00f6\u00dfe auf andere Weise so leistungsf\u00e4hig versorgt, dass sie nach den Regularien des Bundes nicht f\u00f6rderf\u00e4hig war und daher nicht in das Projekt aufgenommen werden konnte.<br \/>\nDie Schule hatte nach Auskunft des Schultr\u00e4gers keinen Bedarf an einem Glasfaseranschluss und hat deshalb bewusst auf eine Teilnahme verzichtet.<\/p>\n<p>Auf mehr als zwei Drittel der nicht-teilnehmenden Schulen trifft der erste Grund zu. Nur in wenigen F\u00e4llen waren Schulen nicht f\u00f6rderf\u00e4hig oder haben auf eigenen Wunsch von einer Teilnahme abgesehen. Zum Projektabschluss hat das saarl\u00e4ndische Wirtschaftsministerium auf Basis der vom eGo-Saar ermittelten Schulen und der vorliegenden Versorgungsdaten und Ausbauplanungen der Netzbetreiber eine Sonderauswertung durchgef\u00fchrt, die zeigt, wo die Schulen im Saarland jetzt stehen und wie es weitergeht, wenn in den kommenden Jahren zus\u00e4tzlich der bereits fest zugesagte Fl\u00e4chen-Eigenausbau umgesetzt ist. F\u00fcr die wenigen Schulen, die auch nach Abschluss des Fl\u00e4chenausbaus keinen Zugriff auf Gigabitbandbreiten haben, greift eine weitere L\u00f6sung: Dort soll im Rahmen der kommunalen Gigabit-Fl\u00e4chenf\u00f6rderung ein Glasfaseranschluss bereitgestellt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute wurde das landesweite Projekt \u201eGigabitpakt Schulen Saar\u201c feierlich abgeschlossen. Somit sind fast alle saarl\u00e4ndischen Schulen an das Glasfasernetz angeschlossen. 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