{"id":145,"date":"2021-07-19T12:07:07","date_gmt":"2021-07-19T10:07:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2021\/07\/19\/dumme-clients-sind-sichere-clients\/"},"modified":"2021-07-19T12:07:07","modified_gmt":"2021-07-19T10:07:07","slug":"dumme-clients-sind-sichere-clients","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2021\/07\/19\/dumme-clients-sind-sichere-clients\/","title":{"rendered":"Dumme Clients sind sichere Clients"},"content":{"rendered":"<p>In den Anfangstagen der elektronischen Datenverarbeitung war es \u00fcblich, dass sich Anwender \u00fcber ein Terminal am Gro\u00dfrechner anmelden, um dort ihre digitalen Arbeiten zu erledigen. Mit dem Aufstieg von PCs ist dieses Konzept aber in vielen Unternehmen aus der Mode gekommen. Alle Mitarbeiter sollen heute \u00fcber einen leistungsstarken Rechner verf\u00fcgen, damit sie produktiv und mit m\u00f6glichst vielen Freiheiten arbeiten k\u00f6nnen \u2013 ein schickes Firmennotebook gilt vielerorts als Statussymbol.\u00a0<\/p>\n<p>Wenig \u00fcberraschend also, dass Thin Clients in der Belegschaft nur wenig Begeisterung hervorrufen, denn die kompakten Systeme gelten als leistungsschwach und dumm. Nun, leistungsschwach sind sie definitiv nicht, denn in ihnen stecken die gleichen Prozessoren wie in f\u00fcr B\u00fcroarbeiten ausgelegten Desktop-Rechnern. Allerdings kommen sie ohne deren Ballast aus und ben\u00f6tigen zum Beispiel keine L\u00fcfter, gro\u00dfe Laufwerke f\u00fcr die lokale Datenspeicherung oder dedizierte Grafikkarten. Das macht sie angenehm leise und wartungsarm.<\/p>\n<p>Dumm sind sie gewisserma\u00dfen schon, da in der Regel keine Arbeitsumgebung mit Anwendungen auf ihnen l\u00e4uft. Diese stellt ein zentraler Server im Unternehmensnetzwerk als Remote-Desktop bereit, was einen enormen Zugewinn an Sicherheit bringt. Beim typischen Windows-Rechner installieren Anwender gerne zus\u00e4tzliche Apps und nutzen das Ger\u00e4t f\u00fcr private Belange. Doch selbst IT-Abteilungen, die dies unterbinden, tun sich oft schwer, die Systeme zuverl\u00e4ssig vor immer raffinierteren Cyberattacken zu sch\u00fctzen \u2013 es ist fast schon ein Kampf gegen Windm\u00fchlen.<\/p>\n<p>Ein Thin Client bietet mit seinem geh\u00e4rteten Betriebssystem viel weniger Angriffspunkte, weil er beispielsweise den Betrieb firmenfremder Applikationen unterbindet. Zudem verbleiben alle Daten und Anwendungen auf dem gut gesch\u00fctzten Server und landen nicht auf dem Thin Client. Ein Angreifer w\u00fcrde also nicht mal an Firmendaten gelangen, wenn er das Ger\u00e4t einpackt und mitnimmt. Auch Man-in-the-Middle-Attacken laufen ins Leere, weil keine Firmendaten \u00fcbertragen werden, die Angreifer entwenden oder manipulieren k\u00f6nnten, sondern nur Bildschirminhalte sowie Tastatur- und Mauseingaben.<\/p>\n<p>Allein durch das Konzept, wie sie ihren Mitarbeitern die Arbeitsumgebung zur Verf\u00fcgung stellen, k\u00f6nnen Unternehmen somit die Sicherheit ihrer Daten und Anwendungen beeinflussen. Die h\u00f6chste Sicherheit bieten zentral gehostete und gut abgeschottete Desktop-Techniken in Kombination mit zuverl\u00e4ssiger Netzwerkinfrastruktur sowie Network Access Control und Mehrfaktorauthentifizierung. Das Endger\u00e4t ben\u00f6tigt in diesem Szenario keine Intelligenz \u2013 es soll nur Inhalte darstellen und Eingaben weiterreichen. Dar\u00fcber hinausgehende Funktionen erh\u00f6hen lediglich die Angriffsfl\u00e4che. Man k\u00f6nnte also sagen, je d\u00fcmmer das Endger\u00e4t ist, desto sicherer ist es.<\/p>\n<p>Von Ulrich Mertz, Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Rangee<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den Anfangstagen der elektronischen Datenverarbeitung war es \u00fcblich, dass sich Anwender \u00fcber ein Terminal am Gro\u00dfrechner anmelden, um dort ihre digitalen Arbeiten zu erledigen. Mit dem Aufstieg von PCs ist dieses Konzept aber in vielen Unternehmen aus der Mode gekommen. 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