{"id":152,"date":"2021-07-26T15:47:54","date_gmt":"2021-07-26T13:47:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2021\/07\/26\/sechs-erfolgsfaktoren-fuer-die-digitalisierung-der-oeffentlichen-verwaltung\/"},"modified":"2021-07-26T15:47:54","modified_gmt":"2021-07-26T13:47:54","slug":"sechs-erfolgsfaktoren-fuer-die-digitalisierung-der-oeffentlichen-verwaltung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2021\/07\/26\/sechs-erfolgsfaktoren-fuer-die-digitalisierung-der-oeffentlichen-verwaltung\/","title":{"rendered":"Sechs Erfolgsfaktoren f\u00fcr die Digitalisierung der \u00f6ffentlichen Verwaltung"},"content":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend der Pandemie haben deutsche Beh\u00f6rden gezeigt, dass sie schnell digitalisieren k\u00f6nnen. Diesen Schwung gilt es nun mitzunehmen, um weiterhin bestehende Digitalisierungsdefizite zu beseitigen. Dell Technologies nennt die Erfolgsfaktoren daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Nach wie vor ist Deutschland einer der Nachz\u00fcgler bei der Digitalisierung der \u00f6ffentlichen Verwaltung und landet im EU-Ranking des vergangenen Jahres nur auf Platz 211. Zwar erkennt die EU-Kommission deutliche Verbesserungen bei den digitalen Diensten f\u00fcr Unternehmen, doch die Zahl der E-Government-Nutzer liegt hierzulande mit 49 Prozent deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 67 Prozent. Nur in sehr geringem Umfang gibt es Online-Interaktionen zwischen Beh\u00f6rden und B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern.<\/p>\n<p>Zwar sollen gem\u00e4\u00df dem Onlinezugangsgesetz bis Ende 2022 insgesamt 575 Verwaltungsleistungen von Bund, L\u00e4ndern und Kommunen online bereitstehen, doch die Umsetzung schreitet nur langsam voran. Einerseits weil die neuen Angebote ressourcensparend von einzelnen Kommunen oder L\u00e4ndern entwickelt werden und vielfach noch nicht bundesweit bereitstehen. Andererseits weil durch Corona andere Projekte in den Vordergrund ger\u00fcckt sind, die bei der Bew\u00e4ltigung der Pandemie helfen. Genau diese Projekte aber machen Mut, zeigen sie doch, dass die \u00f6ffentliche Verwaltung schnell digitalisieren kann und auch zu unb\u00fcrokratischen L\u00f6sungen f\u00e4hig ist. Einige Beh\u00f6rden haben binnen weniger Tage eine Online-Beantragung f\u00fcr \u00dcberbr\u00fcckungshilfen oder Kurzarbeitergeld aufgesetzt. Andere wiederum haben bei der Registrierung f\u00fcr bestehende Digitalangebote statt der eID des Ausweises auch ganz unb\u00fcrokratisch eine E-Mail-Adresse akzeptiert.<\/p>\n<p>Damit digitale Beh\u00f6rdeng\u00e4nge aber tats\u00e4chlich zur Normalit\u00e4t werden, sind die folgenden Aspekte entscheidend:<\/p>\n<ul>\n<li>Durchgehend digitale Prozesse: Sollen neue Beh\u00f6rdenservices ihre volle Kraft entfalten, d\u00fcrfen sich die Digitalisierungsbem\u00fchungen nicht auf digitale Frontends beschr\u00e4nken, hinter denen weiter ineffiziente Abl\u00e4ufe mit Papierformularen stehen. Beh\u00f6rden ben\u00f6tigen durchgehend digitale Prozesse, die nicht an Abteilungs- oder Beh\u00f6rdengrenzen haltmachen. Das ist auch eine der Lehren aus der Pandemie, in der Unternehmen und Selbstst\u00e4ndige zwar \u00dcberbr\u00fcckungshilfen schnell und bequem online beantragen konnten, sich die Auszahlung aber teilweise um Monate verz\u00f6gerte. Die Schl\u00fcssel f\u00fcr eine z\u00fcgige und reibungslose Bearbeitung von Anfragen und Antr\u00e4gen sind digitale Prozessschnittstellen, maschinelles Lernen und die intelligente Automatisierung von Abl\u00e4ufen. <br \/>Digitale Inklusion: Digitale Beh\u00f6rdenservices stehen rund um die Uhr bereit und sind unabh\u00e4ngig von den \u00d6ffnungszeiten der \u00c4mter \u00fcberall verf\u00fcgbar. Dadurch sind sie f\u00fcr Menschen mit Behinderungen und die Bev\u00f6lkerung l\u00e4ndlicher Regionen sehr gut zug\u00e4nglich \u2013 zumindest prinzipiell. Denn um die Angebote zu nutzen, brauchen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sowohl stabile und breitbandige Internetzug\u00e4nge als auch digitale Kompetenzen, insbesondere in den Bereichen Datenschutz und Sicherheit. Digitale Chancengleichheit k\u00f6nnen Beh\u00f6rden allerdings nicht allein herstellen und sind dabei auf die Mithilfe von Wirtschaft und Politik angewiesen.<\/li>\n<li>Hybride Infrastrukturen und offene Plattformen: Mit hybriden Infrastrukturen und offenen Plattformen sorgen Beh\u00f6rden daf\u00fcr, dass sich einmal entwickelte L\u00f6sungen gut anpassen und an anderer Stelle einsetzen lassen, sodass nicht jede Beh\u00f6rde das Rad neu erfinden muss. Wie gut so etwas funktioniert, zeigte zuletzt beispielsweise Estland, das ohnehin ein Vorreiter bei der Digitalisierung der \u00f6ffentlichen Verwaltung ist. Dort lie\u00df die Regierung im vergangenen Jahr einen Chatbot entwickeln, der Fragen der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger zur Pandemie auf Estnisch und Englisch beantwortet und auf zehn Regierungswebsites zum Einsatz kommt. Gleichzeitig sind hybride Infrastrukturen und offene Plattformen auch die Basis f\u00fcr Containertechnologien, die eine schnelle Anwendungsentwicklung und eine reibungslose Skalierung bei wachsenden Performance-Anforderungen erlauben.<\/li>\n<li>Sinnvolle Datennutzung: Wie die Wirtschaft muss die \u00f6ffentliche Verwaltung den Wert ihrer Daten erschlie\u00dfen, um ihre Services zu verbessern und neue digitale Angebote aufzubauen. Die Erkenntnisse, die sie mithilfe von Big Data Analytics, Machine Learning und k\u00fcnstlicher Intelligenz aus ihnen zieht, helfen allerdings nicht nur bei der Entscheidungsfindung in den Beh\u00f6rden selbst. Vielmehr unterst\u00fctzen die Datenauswertungen in den Bundes-, Landes- und Kommunalbeh\u00f6rden auch die Politik dabei, beispielsweise wirtschaftliche und soziale Entwicklungen fr\u00fchzeitig zu erkennen, Leistungen marktgerecht und fair zu gestalten oder F\u00f6rdermittel zielgerichteter einzusetzen.<\/li>\n<li>Hybride Infrastrukturen und offene Plattformen: Mit hybriden Infrastrukturen und offenen Plattformen sorgen Beh\u00f6rden daf\u00fcr, dass sich einmal entwickelte L\u00f6sungen gut anpassen und an anderer Stelle einsetzen lassen, sodass nicht jede Beh\u00f6rde das Rad neu erfinden muss. Wie gut so etwas funktioniert, zeigte zuletzt beispielsweise Estland, das ohnehin ein Vorreiter bei der Digitalisierung der \u00f6ffentlichen Verwaltung ist. Dort lie\u00df die Regierung im vergangenen Jahr einen Chatbot entwickeln, der Fragen der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger zur Pandemie auf Estnisch und Englisch beantwortet und auf zehn Regierungswebsites zum Einsatz kommt. Gleichzeitig sind hybride Infrastrukturen und offene Plattformen auch die Basis f\u00fcr Containertechnologien, die eine schnelle Anwendungsentwicklung und eine reibungslose Skalierung bei wachsenden Performance-Anforderungen erlauben.<\/li>\n<li>Kultureller Wandel: Die \u00f6ffentliche Verwaltung wird in Deutschland oft als tr\u00e4ge und teuer wahrgenommen, doch mit effizienten digitalen Prozessen und neuen Online-Angeboten kann sie zeigen, dass sie fortschrittlich ist und verantwortungsvoll mit Steuergeldern umgeht. Zum kulturellen Wandel geh\u00f6ren aber auch interne Ver\u00e4nderungen in der Kommunikation und der Zusammenarbeit. Das in einigen Beh\u00f6rden w\u00e4hrend der Pandemie eingef\u00fchrte Homeoffice war bereits ein guter Anfang, weil es zu agileren Arbeitsweisen f\u00fchrte. Werden die Homeoffice-Regelungen beibehalten, kann das die Motivation und Zufriedenheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern langfristig verbessern und f\u00fcr frischen Wind in deutschen Amtsstuben sorgen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u201eEine fortschrittliche \u00f6ffentliche Verwaltung braucht moderne Infrastrukturen und untereinander vernetzte Beh\u00f6rden, Online-Services, digitale Arbeitsabl\u00e4ufe sowie zeitgem\u00e4\u00df ausgestattete Arbeitspl\u00e4tze\u201c, betont J\u00fcrgen Pruss, Chief Technology Officer Government bei Dell Technologies in Deutschland. \u201eDavon profitiert nicht nur die Wirtschaft, die schnell, effizient und kosteng\u00fcnstig mit Bundes-, Landes- und Kommunalbeh\u00f6rden interagieren kann, sondern die Gesellschaft insgesamt \u2013 vorausgesetzt die Digitalisierung der \u00f6ffentlichen Verwaltung wird von einem weiteren Breitbandausbau und der F\u00f6rderung von Medien- und Informationskompetenz begleitet, damit alle B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger einen Zugang zur digitalen Welt erhalten und sich darin zurechtfinden.\u201c<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"images\/2021\/07\/20210726_085954_731.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>J\u00fcrgen Pruss, Chief Technology Officer Government, Dell Technologies Deutschland (Quelle: Dell Technologies)<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend der Pandemie haben deutsche Beh\u00f6rden gezeigt, dass sie schnell digitalisieren k\u00f6nnen. 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