{"id":16,"date":"2021-03-26T14:28:20","date_gmt":"2021-03-26T13:28:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2021\/03\/26\/digitalisierung-im-mittelstand-probleme-sind-meist-hausgemacht\/"},"modified":"2021-03-26T14:28:20","modified_gmt":"2021-03-26T13:28:20","slug":"digitalisierung-im-mittelstand-probleme-sind-meist-hausgemacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2021\/03\/26\/digitalisierung-im-mittelstand-probleme-sind-meist-hausgemacht\/","title":{"rendered":"Digitalisierung im Mittelstand &#8211; Probleme sind meist hausgemacht"},"content":{"rendered":"<p>Digitalisierung ist das Reizthema unserer Zeit. Nicht zuletzt, weil sich zunehmend Defizite in der vom Mittelstand gepr\u00e4gten deutschen Wirtschaft zeigen. Dass sich gerade der Mittelstand schwer tut, ist vorwiegend ein menschliches Problem.<\/p>\n<p>Wenn das Thema Digitalisierung zur Sprache kommt, werden deutsche Medien mehr als deutlich in ihrer Wortwahl: \u201eAufholbedarf\u201c, \u201eDilemma\u201c, \u201eScheitern\u201c, \u201everschlafen\u201c sind Begriffe, denen man neben zum Teil aberwitzigen Geschichten \u00fcber die Ausw\u00fcchse des Problems immer wieder begegnet. Daneben belegen aber auch n\u00fcchterne Zahlen, vor allen Dingen im europ\u00e4ischen und internationalen Vergleich, dass Deutschland als eine der f\u00fchrenden Wirtschaftsm\u00e4chte der Welt beim Thema Digitalisierung zu den Schlusslichtern z\u00e4hlt.<\/p>\n<p>\u00dcber die Gr\u00fcnde wird ausf\u00fchrlich diskutiert und immer mehr Experten sehen die Grundursachen in Fehlern bei einer erforderlichen infrastrukturellen Weichenstellung, die bereits vor Jahrzehnten gemacht wurden. Sp\u00e4testens seit Beginn der Corona-Pandemie hat deshalb eine buchst\u00e4bliche Aufholjagd begonnen, um mit den vorhandenen M\u00f6glichkeiten doch noch angemessen von technischen M\u00f6glichkeiten zu profitieren und nicht dauerhaft auf der Strecke zu bleiben. Dabei steht in Deutschland strukturell der Mittelstand im Fokus. Er ist nicht nur mit mehr als 99 Prozent Anteil die zahlenm\u00e4\u00dfig gr\u00f6\u00dfte Gruppe unter den Unternehmen, er besch\u00e4ftigt auch mehr als 60 Prozent der Arbeitnehmer und erwirtschaftet rund die H\u00e4lfte der Nettowertsch\u00f6pfung. Gleichzeitig sind es diese kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die sich bei der Digitalisierung besonders schwer tun. Dabei spielt der Faktor Mensch eine weit bedeutendere Rolle als die tats\u00e4chlichen technischen H\u00fcrden.<\/p>\n<p>\u201eDigitalisierung ist nach unserer Erfahrung in den meisten F\u00e4llen keine Frage von Hard- und Software, sondern eine Herausforderung f\u00fcr die Unternehmenskommunikation\u201c, wei\u00df Marc Eberhart, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der E-Projecta GmbH, Spezialist f\u00fcr Bereitstellung und Betreuung individueller Digitalisierungs-L\u00f6sungen. \u201eWenn Digitalisierungsstrategien scheitern, dann in den meisten F\u00e4llen an mangelnder Akzeptanz, die aus mangelhafter Kommunikation erw\u00e4chst.\u201c<\/p>\n<p>Einfach ausgedr\u00fcckt: Viele Mitarbeiter haben Angst vor der Digitalisierung und versperren sich ihr zumindest unbewusst. Selbst wenn Defizite in Prozessen offenkundig sind, wenn zum Beispiel mit inkompatiblen Daten, Behelfsl\u00f6sungen und allzu h\u00e4ufig mit papierbasierten Prozessen gearbeitet wird, haben sich Anwender damit arrangiert und ziehen das Altbew\u00e4hrte dem ungewissen Neuen vor.<\/p>\n<p>\u00a0Prozessbegleitendes Changemanagement ist deshalb bei der Umsetzung von Digitalisierungsstrategien gerade im Mittelstand unverzichtbar. Zu glauben, man k\u00f6nne ein bestehendes System einfach per Knopfdruck durch ein neues ersetzen, wird sich dagegen in vielen F\u00e4llen als Trugschluss erweisen. \u201eUm \u00fcberhaupt zu wissen, welche Digitalisierungsl\u00f6sungen in einem Unternehmen sinnvoll umgesetzt werden sollten, ist es unbedingt erforderlich, die Mitarbeiter als eigentliche Anwender einzubeziehen\u201c, betont Eberhart. \u201eSie wissen sprichw\u00f6rtlich am besten, wo genau der Schuh dr\u00fcckt. Ihnen einfach ein System von der Stange vorzusetzen, ist dagegen kurzsichtig.\u201c<\/p>\n<p>Mitarbeiter m\u00fcssen f\u00fcr Neuerungen im Vorfeld begeistert werden. Dabei steht der erkennbare Mehrwert im Fokus und nicht technische Details. Erst wenn dieser Nutzwert erkannt wird, \u00f6ffnen sich Mitarbeiter f\u00fcr die unverzichtbaren Schulungen und Einweisungen in ein neues System, an dessen Konfiguration sie im besten Fall von Anfang an beteiligt sind. Auch die Wahl eines professionellen IT-Dienstleisters, der Unternehmen bei der Einf\u00fchrung begleitet und unterst\u00fctzt, sollte vor diesem Hintergrund sorgf\u00e4ltig durchdacht sein.<\/p>\n<p>\u201eGerade bei der Umsetzung individueller Digitalisierungs-L\u00f6sungen kann zum Beispiel das agile Projektmanagement den Change-Prozess ma\u00dfgeblich unterst\u00fctzen\u201c, erkl\u00e4rt Eberhart. \u201eIn kleinen Schritten werden Erwartungen, Vorgaben und L\u00f6sungsans\u00e4tze immer wieder auf den Pr\u00fcfstand gestellt und gegebenenfalls angepasst. Dabei geschieht die Umstellung auch in Teilschritten und nicht als furchteinfl\u00f6\u00dfender Tag X. So kann die begleitende Kommunikation den Mitarbeiter viel leichter einbinden, informieren und motivieren.\u201c Mit ma\u00dfgeschneiderten IT-L\u00f6sungen sowie mit der Implementierung f\u00fchrender Systeme wie Office 365 ber\u00e4t und betreut E-Projecta Kunden aus dem Mittelstand bei ihren individuellen Digitalisierungsvorhaben. Auf der Grundlage langj\u00e4hriger Erfahrung werden dabei die Voraussetzungen geschaffen, die erforderlichen Prozesse mit der internen Unternehmenskommunikation eng zu vernetzen und so alle betroffenen Mitarbeiter l\u00fcckenlos und konstruktiv einzubeziehen. (sm)<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Digitalisierung ist das Reizthema unserer Zeit. Nicht zuletzt, weil sich zunehmend Defizite in der vom Mittelstand gepr\u00e4gten deutschen Wirtschaft zeigen. Dass sich gerade der Mittelstand schwer tut, ist vorwiegend ein menschliches Problem. 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