{"id":178,"date":"2021-08-25T12:32:43","date_gmt":"2021-08-25T10:32:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2021\/08\/25\/mehr-aufklaerung-ueber-5g-risiken-gefordert\/"},"modified":"2021-08-25T12:32:43","modified_gmt":"2021-08-25T10:32:43","slug":"mehr-aufklaerung-ueber-5g-risiken-gefordert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2021\/08\/25\/mehr-aufklaerung-ueber-5g-risiken-gefordert\/","title":{"rendered":"Mehr Aufkl\u00e4rung \u00fcber 5G-Risiken gefordert"},"content":{"rendered":"<p>Die Umwelt- und Verbraucherorganisation diagnose:funk fordert im laufenden Bundestagswahlkampf von den Parteien und Kandidaten, ihre Mobilfunkausbaupl\u00e4ne mit den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen abzugleichen. Eine neue \u00dcbersichtsarbeit (Review) des renommierten italienischen Ramazzini-Instituts, im Auftrag des EU-Parlaments erstellt, kommt zu folgenden Aussagen: In der Zusammenschau der Ergebnisse liegen Nachweise (engl.: evidence) f\u00fcr ein krebsausl\u00f6sendes Potenzial v.a. der bisher angewandten Frequenzbereiche von GSM, UMTS, LTE und 5G (450 bis 6.000 MHz) vor, ebenso zu negativen Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit. Zu 5G-Mobilfunk im h\u00f6heren Frequenzbereich (24 bis 100 GHz) liegen keine angemessenen Studien vor. Deswegen bezeichnet die \u00dcbersichtsarbeit 5G-Mobilfunk als ein \u201eExperiment an der Bev\u00f6lkerung\u201c. Die Autoren der Studie fordern einen 5G-Ausbaustopp, Forschungen \u00fcber die hohen 5G-Frequenzen, Aufkl\u00e4rung der Bev\u00f6lkerung und den Schwerpunkt auf den Ausbau von Glasfasernetzen.<\/p>\n<p>\u201eDas renommierte Krebsforschungsinstitut Ramazzini schreibt es den EU-Parlamentariern und damit uns allen ins Stammbuch: Mobilfunkstrahlung kann Krebs ausl\u00f6sen und sch\u00e4digt die Fruchtbarkeit\u201c, sagt J\u00f6rn Gutbier, Vorsitzender von diagnose:funk. \u201eDoch im Bundestagswahlkampf \u00fcbertreffen sich die Parteien geradezu mit ihren Ausbaupl\u00e4nen f\u00fcr Mobilfunk. Von Vorsorgepolitik oder gar Klimaschutz und Datenschutz ist hier keine Rede. Wer so weit den Mund aufmacht, muss vorher die 175-seitige \u00dcbersichtsstudie des Ramazzini-Instituts gelesen haben, statt die profitorientierten Versprechen der Mobilfunkkonzerne nachzuplappern. Die Kanzlerkandidaten Baerbock, Laschet und Scholz m\u00fcssen sich endlich der wissenschaftlichen Erkenntnis stellen, dass Mobilfunkstrahlung ungesund ist. Dar\u00fcber brauchen wir eine bundesweite Aufkl\u00e4rungskampagne, \u00e4hnlich wie bei Tabak.\u201c Die meisten Studien, die die Organisation bislang zitiert hat, hatten beileibe keine so klare Aussage, wie die Verlautbarungen glauben machten \u2013 und Anfragen bei den entsprechenden Bundesbeh\u00f6rden ergaben ein erheblich weniger eindeutiges Bild. Und auch die von Gutbier zitierte Studie ist l\u00e4ngst nicht so eindeutig formuliert, wie die Pressemitteilung dies glauben macht \u2013 allerdings weist die Studie auf handfeste Zusammenh\u00e4nge zwischen Fruchtbarkeit sowie m\u00f6glichen Krebserkrankungen einerseits und Mobilfunkstrahlung andererseits hin.<\/p>\n<p>diagnose:funk weiter: Auch in den USA muss die Strahlenschutzpolitik sich den wissenschaftlichen Erkenntnissen beugen: Am 13. August 2021 hatte das Bundesberufungsgericht die Zulassungsbeh\u00f6rde f\u00fcr Kommunikationsger\u00e4te FCC dazu verurteilt, zu erkl\u00e4ren, warum sie wissenschaftliche Beweise f\u00fcr Sch\u00e4den durch drahtlose Strahlung ignoriert hat. Das bedeutet nat\u00fcrlich beileibe nicht, dass die FCC Dinge unter den Teppich gekehrt hat, aber sie muss zumindest nun erkl\u00e4ren, warum sie Hinweisen auf negative Auswirkungen nicht entsprechend nachgegangen ist.<\/p>\n<p>Studie im Original: https:\/\/www.europarl.europa.eu\/stoa\/en\/document\/EPRS_STU(2021)690012<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Umwelt- und Verbraucherorganisation diagnose:funk fordert im laufenden Bundestagswahlkampf von den Parteien und Kandidaten, ihre Mobilfunkausbaupl\u00e4ne mit den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen abzugleichen. 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