{"id":2025,"date":"2026-02-23T15:59:56","date_gmt":"2026-02-23T14:59:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/?p=2025"},"modified":"2026-02-23T15:59:56","modified_gmt":"2026-02-23T14:59:56","slug":"pionierarbeit-der-telekom-bis-zu-65-energieersparnis-im-5g-kernnetz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2026\/02\/23\/pionierarbeit-der-telekom-bis-zu-65-energieersparnis-im-5g-kernnetz\/","title":{"rendered":"Pionierarbeit der Telekom: Bis zu 65% Energieersparnis im 5G-Kernnetz"},"content":{"rendered":"<p>Die Deutsche Telekom erzielt Energieeinsparungen von bis zu 65% in ihrem Mobilfunk-Kernnetz. M\u00f6glich macht das ein neues, eigenes Energiemanagement, das Rechen-, Netz- und Cloud-Ressourcen dynamisch nach tats\u00e4chlichem Bedarf steuert. In Zusammenarbeit mit Partnern hat die Telekom ein Nachhaltigkeitskonzept entwickelt, das Energie \u00fcber alle Ebenen des Netzes einspart.<\/p>\n<p>Die Telekom arbeitet mit vier Technikpartnern zusammen: Lenovo liefert optimierte Server-Hardware und HPE energieeffiziente Netzwerk-Komponenten. AMD steuert seine energieeffizienten EPYC\u2122-Prozessoren und Software bei. Der Partner Mavenir liefert neue 5G-Software-Funktionen, die erstmalig eingesetzt werden.\u00a0Die ersten Tests im Live-Netz wurden erfolgreich absolviert. Das Konzept ist langfristig ausgelegt und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Geplant sind unter anderem KI-basierte Algorithmen, die Voraussagen \u00fcber den Netzverkehr treffen, um abgeschaltete Komponenten vorausschauend wieder hochzufahren. Weitere Details pr\u00e4sentiert die Telekom auf dem Mobile World Congress 2026 in Barcelona.<\/p>\n<p>\u201eIn ersten Live-Tests konnten wir den Energieverbrauch im Kernnetz um bis zu 65 Prozent reduzieren. Effizienz entsteht damit nicht mehr nur durch neue Hardware, sondern auch durch intelligente, softwarebasierte Steuerung\u201c, betont Abdu Mudesir, Vorstand Products &amp; Technology der Deutschen Telekom. \u201eIm 5G-Kernnetz analysieren wir kontinuierlich Auslastungen, erkennen Muster im Datenverkehr und steuern Rechen- und Netzressourcen dynamisch nach Bedarf. Komponenten laufen nicht mehr dauerhaft, sondern nur dann, wenn sie tats\u00e4chlich gebraucht werden. Damit schaffen wir die Grundlage f\u00fcr ein neuartiges Energiemanagement, bei dem jeder einzelne Service und jedes Bauteil auf Energieeinsparung optimiert wird.\u201c<\/p>\n<h4>Energiemanagement im Kernnetz<\/h4>\n<p>Neu ist der ganzheitliche Ansatz f\u00fcr das Energiemanagement im Mobilfunk-Kernnetz, den die Telekom als \u201eFull Stack Energy Efficiency\u201c bezeichnet. Anders als klassische Optimierungen, die einzelne Komponenten isoliert betrachten, wertet dieser Ansatz den Energieverbrauch \u00fcber den gesamten Technologie-Stack hinweg aus.<\/p>\n<p>Die technische Grundlage bildet ein schichtenbasiertes Modell, das die verschiedenen Technologie-Layer eines 5G-Services abbildet. Es beschreibt alle relevanten Ebenen, von den Servern und Prozessoren \u00fcber Netzwerk, Betriebssysteme, Cloud bis hin zum 5G-Core-Service. So lassen sich Energieoptimierungen gezielt pro Ebene umsetzen und zugleich Abh\u00e4ngigkeiten dazwischen ber\u00fccksichtigen. Es wird sichtbar, wie Software-Anpassungen unmittelbare Auswirkungen auf die Auslastung und den Energiebedarf der darunterliegenden Hardware haben \u2013 und umgekehrt.<\/p>\n<h4>Horizontal-Telco-Cloud der Telekom<\/h4>\n<p>Die neue einheitliche Cloud Architektur \u201eHorizontal-Telco-Cloud\u201c der Telekom ist der Schl\u00fcssel zur Skalierung der Energieoptimierungen im gesamten Kernnetz. Im Gegensatz zu klassischen Netzarchitekturen ersetzt sie zahlreiche isolierte Einzell\u00f6sungen durch eine gemeinsame, standardisierte Plattform f\u00fcr alle Services. Netzfunktionen lassen sich dadurch unabh\u00e4ngig voneinander einf\u00fchren, skalieren und aktualisieren. Das vereinfacht Betrieb und Weiterentwicklung erheblich, reduziert Komplexit\u00e4t und beschleunigt Innovation. Mit diesem zukunftsweisenden Ansatz setzt die Telekom neue Ma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr den Ausbau und Betrieb moderner Fest- und Mobilfunkkernnetze. Zugleich schafft sie die Grundlage f\u00fcr KI-gest\u00fctzten Netzbetrieb sowie die intelligente, dynamische Steuerung des Energieverbrauchs.<\/p>\n<p>Die \u201eHorizontal-Telco-Cloud&#8220; basiert auf offenen Standards und Open-Source-Komponenten. Sie wird von der Telekom in Zusammenarbeit mit Partnern wie Amdocs, HPE, Mavenir und Nokia entwickelt.\u00a0\u201eAutomatisierung und KI sind f\u00fcr uns keine Zusatzfunktionen, sondern ein fester Bestandteil unserer Infrastruktur,\u201c so Mudesir weiter. \u201eDie Horizontal Telco Cloud ist eine Eigenentwicklung unserer Teams, die wir mit Unterst\u00fctzung unserer Partner zu einem hochautomatisierten und skalierbaren Kernnetz ausgebaut haben. Durch den konsequenten Einsatz von offenen Standards und Open-Source-Komponenten schaffen wir eine Blaupause f\u00fcr die Industrie\u201c<\/p>\n<h4>\u201eZero Bits, Zero Watts&#8220;<\/h4>\n<p>Die Innovation f\u00fcgt sich in die Telekom-Strategie ein, das bestehende Netz effizienter, flexibler und bedarfsgerecht zu steuern. Ziel ist die Reduktion von Energieverbrauch und CO\u2082-Emissionen bei gleichzeitig zuverl\u00e4ssiger Versorgung und hoher Netzqualit\u00e4t. Das Grundprinzip ist einfach: Wenn keine Daten \u00fcbertragen werden, soll auch m\u00f6glichst wenig Energie verbraucht werden \u2013 \u201eZero Bits, Zero Watts&#8220;. In dieser Hinsicht erreicht die Telekom 2025 einen wichtigen Meilenstein: Im eigenen Betrieb ist sie als erstes multinationales Telekommunikations-unternehmen vollst\u00e4ndig klimaneutral.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Deutsche Telekom erzielt Energieeinsparungen von bis zu 65% in ihrem Mobilfunk-Kernnetz. M\u00f6glich macht das ein neues, eigenes Energiemanagement, das Rechen-, Netz- und Cloud-Ressourcen dynamisch nach tats\u00e4chlichem Bedarf steuert. In Zusammenarbeit mit Partnern hat die Telekom ein Nachhaltigkeitskonzept entwickelt, das Energie \u00fcber alle Ebenen des Netzes einspart. 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