{"id":2203,"date":"2026-06-26T14:36:48","date_gmt":"2026-06-26T12:36:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/?p=2203"},"modified":"2026-06-26T14:36:48","modified_gmt":"2026-06-26T12:36:48","slug":"manageengine-studie-deutsche-unternehmen-zeigen-starke-grundlagen-in-der-cyberresilienz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2026\/06\/26\/manageengine-studie-deutsche-unternehmen-zeigen-starke-grundlagen-in-der-cyberresilienz\/","title":{"rendered":"ManageEngine Studie: Deutsche Unternehmen zeigen starke Grundlagen in der Cyberresilienz"},"content":{"rendered":"<p>In den vergangenen zw\u00f6lf Monaten waren drei Viertel aller deutschen Unternehmen (75 Prozent) von einem Cybersicherheitsvorfall betroffen. Das zeigt eine neue Studie von ManageEngine, einer Sparte der Zoho Corporation, die ein Anbieter von IT-Management-L\u00f6sungen f\u00fcr Unternehmen ist. F\u00fcr die Studie befragte ManageEngine 302 F\u00fchrungskr\u00e4fte aus den Bereichen IT, Cybersicherheit und Unternehmensf\u00fchrung in ganz Deutschland. Die Ergebnisse zeigen, dass Organisationen mit einer zunehmend komplexen Bedrohungslage umgehen m\u00fcssen, zugleich aber ihre Cyberresilienz und Vorbereitung auf m\u00f6gliche Sicherheitsvorf\u00e4lle kontinuierlich verbessern.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund geh\u00f6ren Cybervorf\u00e4lle f\u00fcr viele Unternehmen nach wie vor zum Alltag. Da sich die Cyberbedrohungslandschaft st\u00e4ndig ver\u00e4ndert, m\u00fcssen deutsche Unternehmen aktuelle operative Herausforderungen bew\u00e4ltigen und sich gleichzeitig auf neue Risiken vorbereiten. Besonders gro\u00df sind die Bedenken, dass k\u00fcnstliche Intelligenz (KI) das Ausma\u00df, die Geschwindigkeit und Komplexit\u00e4t k\u00fcnftiger Angriffe weiter erh\u00f6hen k\u00f6nnte.<\/p>\n<h4>KI-Bedrohungen stehen ganz oben auf der Agenda<\/h4>\n<p>Phishing und Social Engineering pr\u00e4gen die Bedrohungslage weiterhin und machen mehr als die H\u00e4lfte (56 Prozent) aller erfassten Vorf\u00e4lle aus. Gleichzeitig richten deutsche Unternehmen den Blick zunehmend \u00fcber die aktuellen Gefahren hinaus. Fast die H\u00e4lfte der Befragten (45 Prozent) sieht KI-gest\u00fctzte Angriffe als gr\u00f6\u00dftes Cyberrisiko f\u00fcr ihr Unternehmen in den n\u00e4chsten zw\u00f6lf Monaten. Das zeigt die wachsende Sorge, dass k\u00fcnstliche Intelligenz Cyberangriffe komplexer, leichter skalierbar und schwerer erkennbar machen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse zeigen au\u00dferdem, dass Deutschland bei einem breiteren europ\u00e4ischen Trend vorne liegt: KI-gest\u00fctzte Angriffe wurden nicht nur in Deutschland, sondern auch in Gro\u00dfbritannien und Spanien als gr\u00f6\u00dftes wahrgenommenes Cyberrisiko genannt. Das unterstreicht das wachsende Bewusstsein daf\u00fcr, dass Angreifer k\u00fcnstliche Intelligenz immer st\u00e4rker einsetzen, um sch\u00e4dliche Aktivit\u00e4ten zu automatisieren, zu personalisieren und zu beschleunigen.<\/p>\n<p>Dieser Wandel in der Risikowahrnehmung wirkt sich bereits auf Investitionsentscheidungen aus. Mehr als ein Drittel der Befragten (35 Prozent) nennt die Vorbereitung auf KI-basierte und neue Bedrohungen als wichtigste Investitionspriorit\u00e4t im Bereich Cybersicherheit f\u00fcr die kommenden zwei Jahre. Gleichzeitig erh\u00f6hen Unternehmen zwar ihre Investitionen in ihre Resilienzf\u00e4higkeiten, doch das Engagement der F\u00fchrungsebene bleibt uneinheitlich. Fast vier von zehn Befragten (39 Prozent) geben an, dass sich Vorstand und Gesch\u00e4ftsleitung vor allem in Krisensituationen intensiv mit Cybersicherheitsthemen befassen. Nur 28 Prozent beschreiben das Engagement der F\u00fchrung als \u201esehr hoch und kontinuierlich\u201c.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2204\" aria-describedby=\"caption-attachment-2204\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Germany-Stat-Sheet-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2204 size-medium\" src=\"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Germany-Stat-Sheet-1-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Germany-Stat-Sheet-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Germany-Stat-Sheet-1-768x511.jpg 768w, https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Germany-Stat-Sheet-1.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2204\" class=\"wp-caption-text\">Die Ergebnisse der Studie im \u00dcberblick (Copyright: ManageEngine)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Deutsche Cybersicherheitsteams stehen unter Druck, arbeiten aber \u00e4u\u00dferst diszipliniert<\/p>\n<ul>\n<li>Die Verantwortung f\u00fcr Cyberresilienz liegt in deutschen Unternehmen weiterhin vor allem bei den IT- und Sicherheitsteams. Das erh\u00f6ht den Druck auf ohnehin stark beanspruchte Ressourcen. Knapp ein Drittel der Befragten (33 Prozent) beschreibt die eigenen Teams als dauerhaft stark ausgelastet, \u00fcberlastet oder im Krisenmodus. Gleichzeitig erschweren Kompetenzl\u00fccken, ein Mangel an qualifizierten Fachkr\u00e4ften und eine zu starke Abh\u00e4ngigkeit von manuellen Prozessen den Arbeitsalltag vieler Organisationen. Das gilt besonders f\u00fcr Unternehmen, die ihre Resilienz st\u00e4rken wollen und zugleich auf eine immer komplexere Bedrohungslage reagieren m\u00fcssen.<\/li>\n<li>Trotz dieser deutlichen Herausforderungen zeigen deutsche Unternehmen insgesamt eine hohe operative Disziplin. Nahezu alle Befragten (95 Prozent) geben an, nach einem Cybervorfall eine formelle Auswertung durchzuf\u00fchren. Mehr als die H\u00e4lfte (53 Prozent) setzt auf dieser Grundlage gewonnene Erkenntnisse gezielte Verbesserungen um. Weitere 38 Prozent ergreifen umfassendere, langfristige Ma\u00dfnahmen, um ihre Resilienz zu st\u00e4rken. Dar\u00fcber hinaus verf\u00fcgen 95 Prozent der Befragten \u00fcber eine formelle Backup-Strategie, und 92 Prozent berichten von klar definierten Verantwortlichkeiten f\u00fcr den Umgang mit Cybervorf\u00e4llen.<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Praveen Das, Regional Technical Head for Europe bei ManageEngine, erkl\u00e4rt:<\/h4>\n<p>\u201eDie Ergebnisse zeigen, dass deutsche Unternehmen starke Grundlagen f\u00fcr Cyberresilienz geschaffen haben. Prozesse, Governance-Strukturen und Abl\u00e4ufe f\u00fcr die Reaktion auf Vorf\u00e4lle sind im Allgemeinen gut etabliert, und die Organisationen nehmen Cyberresilienz sehr ernst. Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung besteht nun darin, sicherzustellen, dass sich diese Resilienz mit derselben Geschwindigkeit weiterentwickelt wie die dynamische Bedrohungslage von heute.<\/p>\n<p>Da KI-gest\u00fctzte Angriffe immer raffinierter werden und sich leichter skalieren lassen, muss Cyberresilienz zu einer dauerhaften gesch\u00e4ftlichen Priorit\u00e4t werden. Sie darf nicht mehr nur als operatives Problem betrachtet werden, das nur bei Vorf\u00e4llen zum Tragen kommt. Unternehmen, die starke technische Grundlagen mit vorausschauendem Engagement der F\u00fchrung, dem Ausbau der Kompetenzen ihrer Besch\u00e4ftigten und einer langfristigen Resilienzplanung verbinden, werden am besten auf die n\u00e4chste Phase der Cyberrisiken vorbereitet sein.\u201c<\/p>\n<p>Obwohl viele Unternehmen bereits \u00fcber starke Governance-Strukturen, Prozesse zur Reaktion auf Vorf\u00e4lle und etablierte Resilienzpraktiken verf\u00fcgen, zeigt die Studie von ManageEngine, worin die n\u00e4chste Herausforderung liegt: F\u00fchrung, personelle F\u00e4higkeiten und langfristige Resilienzstrategien m\u00fcssen sich genauso schnell weiterentwickeln wie die Bedrohungslage selbst. Da Cyberrisiken immer st\u00e4rker durch k\u00fcnstliche Intelligenz gepr\u00e4gt werden, h\u00e4ngt Resilienz k\u00fcnftig nicht nur davon ab, wie Unternehmen auf Vorf\u00e4lle reagieren, sondern auch davon, wie wirksam sie sich auf die n\u00e4chste Generation von Bedrohungen vorbereiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den vergangenen zw\u00f6lf Monaten waren drei Viertel aller deutschen Unternehmen (75 Prozent) von einem Cybersicherheitsvorfall betroffen. Das zeigt eine neue Studie von ManageEngine, einer Sparte der Zoho Corporation, die ein Anbieter von IT-Management-L\u00f6sungen f\u00fcr Unternehmen ist. F\u00fcr die Studie befragte ManageEngine 302 F\u00fchrungskr\u00e4fte aus den Bereichen IT, Cybersicherheit und Unternehmensf\u00fchrung in ganz Deutschland. 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