{"id":2293,"date":"2026-08-13T14:16:01","date_gmt":"2026-08-13T12:16:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/?p=2293"},"modified":"2026-08-13T14:16:01","modified_gmt":"2026-08-13T12:16:01","slug":"hensec-experte-zum-drohnenvorfall-luftraumueberwachung-benoetigt-umfassende-sensor-detektion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2026\/08\/13\/hensec-experte-zum-drohnenvorfall-luftraumueberwachung-benoetigt-umfassende-sensor-detektion\/","title":{"rendered":"hensec-Experte zum Drohnenvorfall: Luftraum\u00fcberwachung ben\u00f6tigt umfassende Sensor-Detektion"},"content":{"rendered":"<p>Der j\u00fcngste Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig\/Halle macht deutlich, wie schnell ein zun\u00e4chst unbekanntes Flugobjekt zu einem Sicherheitsrisiko werden kann. F\u00fcr Unternehmen, Betreiber kritischer Infrastrukturen und Beh\u00f6rden reicht es deshalb nicht, lediglich festzustellen, dass sich \u201eirgendetwas\u201c im Luftraum befindet, erkl\u00e4rt die unter anderem auf Drohnendetektion fokussierte Sicherheitsfirma hensec in Karlsruhe. Vielmehr w\u00fcrde ein belastbares Lagebild ben\u00f6tigt: Was fliegt dort? Woher kommt es? Welche Nutzlast tr\u00e4gt es? Und welche Beweise stehen f\u00fcr die Bewertung und sp\u00e4tere Aufkl\u00e4rung zur Verf\u00fcgung?<\/p>\n<p>Kevin Heneka, Inhaber der Karlsruher Sicherheitsfirma hensec, warnt deshalb davor, milit\u00e4rische und zivile Anforderungen an Drohnendetektion gleichzusetzen oder etwa im zivilen Umfeld allein auf funkbasierte Systeme zu vertrauen. Entscheidend sei eine auf den Standort abgestimmte Kombination mehrerer Sensoren \u2013 insbesondere Funkanalyse und hochaufl\u00f6sender Kameratechnik. \u201eWir verfolgen diesen ganzheitlichen Ansatz seit vielen Jahren. Es freut uns, dass sich diese Sichtweise inzwischen zunehmend als Ma\u00dfstab f\u00fcr moderne Drohnendetektion etabliert\u201c, so Heneka.<\/p>\n<h4>Milit\u00e4rische und zivile Detektion verfolgen unterschiedliche Ziele<\/h4>\n<p>Im milit\u00e4rischen Einsatz steht die unmittelbare Gefahrenabwehr im Vordergrund. Ein m\u00f6gliches Ziel muss in Echtzeit erkannt und so schnell eingeordnet werden, dass unter den jeweils geltenden hoheitlichen Einsatzregeln Abwehrma\u00dfnahmen eingeleitet werden k\u00f6nnen. Je nach Lage und Rechtsrahmen kann dazu auch die Bek\u00e4mpfung eines Flugobjekts geh\u00f6ren. Eine detaillierte Beweisdokumentation oder die exakte Bestimmung jedes Drohnentyps ist dort h\u00e4ufig nachrangig gegen\u00fcber der schnellen Warnung und Reaktion.<\/p>\n<p>Im zivilen Bereich ist die Aufgabenstellung nahezu umgekehrt. Unternehmen d\u00fcrfen Drohnen nicht eigenm\u00e4chtig abschie\u00dfen, st\u00f6ren oder die Kontrolle \u00fcbernehmen. Das schm\u00e4lert den Nutzen einer professionellen Drohnendetektion jedoch nicht. Im Gegenteil: Erst ein belastbares Lagebild erm\u00f6glicht es, Gef\u00e4hrdungen richtig einzusch\u00e4tzen, geeignete Ma\u00dfnahmen einzuleiten und Beh\u00f6rden mit belastbaren Informationen zu unterst\u00fctzen. Umso wichtiger sind eine pr\u00e4zise Detektion, die Klassifizierung des Objekts und die nachvollziehbare Dokumentation des gesamten Vorfalls. Sicherheitsverantwortliche m\u00fcssen unterscheiden k\u00f6nnen, ob es sich beispielsweise um eine Drohne, einen Vogel oder ein anderes Flugobjekt handelt, ob ein genehmigter Flug vorliegt und ob eine Nutzlast erkennbar ist.<\/p>\n<p>Ein professionelles ziviles System erzeugt deshalb nicht nur einen Alarm. Es stellt Zeit-, Positions- und Bewegungsdaten bereit, dokumentiert Beobachtungen und unterst\u00fctzt dabei, Informationen f\u00fcr die interne Gef\u00e4hrdungsbewertung sowie f\u00fcr Polizei und zust\u00e4ndige Beh\u00f6rden strukturiert zu sichern. Wo die technischen und rechtlichen Voraussetzungen erf\u00fcllt sind, kann die Funkanalyse zudem Hinweise auf Modell, Seriennummer, Flugroute oder den Standort des Operators liefern.<\/p>\n<h4>Reine Funkdetektion hat systembedingte Grenzen<\/h4>\n<p>Viele am Markt beworbene L\u00f6sungen beruhen ausschlie\u00dflich auf der Analyse von Funksignalen zwischen Drohne und Fernsteuerung. Gerade manipulierte oder speziell angepasste Drohnen senden jedoch h\u00e4ufig nicht auf bekannten oder standardisierten Frequenzen. Deshalb ist eine breitbandige Echtzeit-RF-Analyse erforderlich, um entsprechende Signale \u00fcberhaupt erkennen und f\u00fcr eine Funkpeilung nutzen zu k\u00f6nnen. Diese Technologie ist wertvoll: Sendet ein unterst\u00fctztes System ein auswertbares Signal, lassen sich Drohne und in geeigneten F\u00e4llen auch der Operator lokalisieren. Das kann die Aufkl\u00e4rung erheblich beschleunigen.<\/p>\n<p>Funkdetektion allein deckt jedoch nicht jedes Szenario ab. Vorprogrammierte oder autonom navigierende Drohnen k\u00f6nnen ohne dauerhaft aktive Steuerverbindung fliegen. Hinzu kommen propriet\u00e4re, ver\u00e4nderte oder unbekannte \u00dcbertragungsverfahren sowie Flugger\u00e4te, die gezielt Funkstille halten. Fehlt ein verwertbares Signal, bleibt ein ausschlie\u00dflich funkbasiertes System unter Umst\u00e4nden blind \u2013 obwohl sich die Drohne physisch im \u00fcberwachten Luftraum befindet.<\/p>\n<p>Das Karlsruher Sicherheitsunternehmen hensec setzt deshalb auf Sensorfusion, also das Zusammenspiel unterschiedlicher Sensoren. Funkanalyse kann eine Funkverbindung und gegebenenfalls den Operator sichtbar machen. Passiv-Radar Systeme erkennen ein Objekt unabh\u00e4ngig davon, ob es sendet. Je nach Gel\u00e4nde und Risikoprofil k\u00f6nnen Radar, optische Systeme, W\u00e4rmebild oder akustische Sensoren das Lagebild zus\u00e4tzlich erg\u00e4nzen. Erst die Kombination schafft Redundanz und reduziert sowohl Erkennungsl\u00fccken als auch Fehlalarme.<\/p>\n<h4>Kameratechnik liefert Klassifizierung und Beweismaterial<\/h4>\n<p>Der aktuelle Vorfall am Flughafen Leipzig\/Halle ist ein anschauliches Beispiel daf\u00fcr, warum Drohnendetektion durch leistungsf\u00e4hige Kamera- und Videosysteme erg\u00e4nzt werden sollte. Gute Optik kann ein erkanntes Objekt automatisch nachf\u00fchren, Bildmaterial in Echtzeit bereitstellen und Merkmale sichtbar machen, die ein Funksensor nicht erfasst: Bauform, Farbe, Flugverhalten und insbesondere eine m\u00f6gliche Nutzlast.<\/p>\n<p>W\u00e4re an einer Drohne beispielsweise ein Paket oder ein anderes unbekanntes Objekt befestigt, k\u00f6nnte dies mit ausreichender optischer Reichweite fr\u00fchzeitig dokumentiert und in die Gef\u00e4hrdungsbeurteilung einbezogen werden. Gleichzeitig entstehen Bild- und Videodaten, die den zeitlichen Ablauf nachvollziehbar machen und \u2013 im Rahmen der geltenden Datenschutz- und Beweisregeln \u2013 Ermittlungsbeh\u00f6rden zur Verf\u00fcgung gestellt werden k\u00f6nnen. Das ersetzt keine beh\u00f6rdliche Bewertung, verbessert aber die Faktenbasis erheblich.<\/p>\n<h4>Standortbezogener Sensormix statt Standardpaket<\/h4>\n<p>Welche Kombination sinnvoll ist, h\u00e4ngt von der Umgebung ab. Offene Fl\u00e4chen stellen andere Anforderungen als dicht bebaute Werksgel\u00e4nde; Hallen, Maschinen, Vegetation und Funkst\u00f6rungen beeinflussen Reichweiten und Sichtachsen. Vor einer Installation sollten deshalb Gel\u00e4nde, Schutzg\u00fcter, m\u00f6gliche Anflugkorridore, bestehende Sicherheitsprozesse sowie Datenschutz und Zust\u00e4ndigkeiten gemeinsam betrachtet werden. F\u00fcr Flugh\u00e4fen eignet sich insbesondere ein mehrschichtiges System aus passivem Radar sowie hochaufl\u00f6sender Tag-, Nacht- und W\u00e4rmebildtechnik und breitbandigen RF-Peilsystemen, erg\u00e4nzt durch weitere Sensoren.<\/p>\n<p>Der hensec-Inhaber Kevin Heneka appelliert an die Wirtschaft, den j\u00fcngsten Drohnen-Vorfall als Weckruf zu verstehen. Der Sicherheitsexperte empfiehlt Unternehmen mit Werksgel\u00e4nden und Betreibern kritischer Infrastrukturen, Drohnendetektion als festen Bestandteil ihres Sicherheits\u00adkonzepts zu behandeln. Dazu geh\u00f6ren neben der Technik klare Alarm- und Eskalationswege, geschultes Personal, eine datenschutzkonforme Dokumentation und vorab abgestimmte Schnittstellen zu Polizei und Beh\u00f6rden. \u201eWer den Luftraum \u00fcber seinem Gel\u00e4nde kennt, kann schneller und fundierter entscheiden \u2013 unabh\u00e4ngig davon, welche beh\u00f6rdlichen Ma\u00dfnahmen anschlie\u00dfend eingeleitet werden\u201c, so Heneka.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der j\u00fcngste Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig\/Halle macht deutlich, wie schnell ein zun\u00e4chst unbekanntes Flugobjekt zu einem Sicherheitsrisiko werden kann. F\u00fcr Unternehmen, Betreiber kritischer Infrastrukturen und Beh\u00f6rden reicht es deshalb nicht, lediglich festzustellen, dass sich \u201eirgendetwas\u201c im Luftraum befindet, erkl\u00e4rt die unter anderem auf Drohnendetektion fokussierte Sicherheitsfirma hensec in Karlsruhe. 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