{"id":233,"date":"2021-10-22T15:13:09","date_gmt":"2021-10-22T13:13:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2021\/10\/22\/hybride-arbeitswel-noch-lange-keine-allgemeine-realitaet\/"},"modified":"2021-10-22T15:13:09","modified_gmt":"2021-10-22T13:13:09","slug":"hybride-arbeitswel-noch-lange-keine-allgemeine-realitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2021\/10\/22\/hybride-arbeitswel-noch-lange-keine-allgemeine-realitaet\/","title":{"rendered":"Hybride Arbeitswelt noch lange keine allgemeine Realit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>Ein hybrides Arbeitsmodell, das Pr\u00e4senztage im B\u00fcro und Tage, an denen ortsunabh\u00e4ngig mobil (z. B. von zu Hause aus) gearbeitet werden kann, regelt, ist in den meisten deutschen Unternehmen noch l\u00e4ngst keine Realit\u00e4t. Das zeigt eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag von HIRSCHTEC, f\u00fcr die 508 Arbeitnehmer ohne F\u00fchrungsverantwortung repr\u00e4sentativ \u2013 nach Besch\u00e4ftigtenanteil pro Unternehmensgr\u00f6\u00dfe in Deutschland \u2013 befragt wurden.<\/p>\n<p>Etabliertes hybrides Arbeitsmodell? In den meisten Unternehmen bislang Fehlanzeige: So gibt nur etwas mehr als ein Viertel (27 Prozent) der Befragten an, dass in ihrem Unternehmen bereits ein hybrides Arbeitsmodell verabschiedet wurde. In \u00fcber einem Drittel (34 Prozent) der Unternehmen gibt es \u2013 laut Auskunft der Besch\u00e4ftigten \u2013 ein derartiges Modell nicht. Zudem sagt ebenfalls mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Befragten, dass in ihrem Gesch\u00e4ftsbereich das hybride Arbeiten grunds\u00e4tzlich nicht m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Auff\u00e4llig dabei: In mittleren und gr\u00f6\u00dferen Unternehmen (36 Prozent) kommt ein hybrides Arbeitsmodell doppelt so h\u00e4ufig zum Einsatz wie in kleinen und Kleinstunternehmen (18 Prozent). Mitarbeitende werden bei Entwicklung hybrider Arbeitsmodelle nicht umfassend miteinbezogen.\u00a0Allerdings zeigt sich auch: Generell wurde nicht einmal ein Drittel (30 Prozent) der Befragten, in deren Unternehmen bereits ein hybrides Arbeitsmodell etabliert wurde, bei dessen Entwicklung umfassend miteinbezogen (etwas miteinbezogen: 39 Prozent, gar nicht miteinbezogen: 24 Prozent). In mittleren und gro\u00dfen Unternehmen wurde sogar nur knapp ein Viertel (24 Prozent) der Mitarbeitenden intensiv involviert. Demnach scheint die Entscheidung \u00fcber die Arbeitsmodelle noch ohne eine genaue Analyse der Bed\u00fcrfnisse und der konkreten Arbeitsabl\u00e4ufe stattzufinden. Ebenso deutet dieses Ergebnis auf eine eher hierarchische Entscheidungskultur hin, die eine aktive Teilhabe der Mitarbeitenden eher verhindert.<\/p>\n<h4>\u00c4ltere Berufst\u00e4tige k\u00f6nnen neue Arbeitswelt h\u00e4ufiger aktiv mitgestalten<\/h4>\n<p>Gleichzeitig offenbart sich: \u00dcber 45-j\u00e4hrige Arbeitnehmer (43 Prozent) geben \u00fcberdurchschnittlich h\u00e4ufig an, dass eine vielseitige Mitwirkung bei der Entwicklung hybrider Arbeitsmodelle m\u00f6glich ist. Das l\u00e4sst vermuten, dass \u00e4ltere Berufst\u00e4tige \u2013 wom\u00f6glich aufgrund ihrer langj\u00e4hrigen Berufserfahrung und auch der h\u00f6heren Position \u2013 bei derlei Projekten \u00f6fter mit ins Boot geholt werden.\u00a0Fragt man die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zudem, was ihnen bei einer rein digitalen Zusammenarbeit (z. B. von zu Hause aus) am meisten fehlt, so antwortet fast die H\u00e4lfte von ihnen (48 Prozent), dass sie den informellen Austausch mit Kollegen am h\u00e4ufigsten vermisst. Der fehlende Zugang zu Informationen, die f\u00fcr die korrekte Durchf\u00fchrung der eigenen Arbeitsaufgaben wichtig sind, stellt immerhin noch f\u00fcr zw\u00f6lf Prozent ein Hindernis dar. Eine mangelnde Bef\u00e4higung im Umgang mit digitalen Arbeits-Tools ist jedoch nur f\u00fcr sieben Prozent ein Problem. Die befragten Arbeitnehmer scheinen somit \u00fcberzeugt davon zu sein, digitale Tools bereits gut in ihrem beruflichen Alltag nutzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u201eDie Umfrage zeigt: Hybride Arbeitsmodelle sind bei Weitem noch nicht etabliert. Und selbst da, wo sie es sind, wurden bzw. werden Mitarbeitende bei ihrer Entwicklung oft noch nicht umfassend miteinbezogen. Unternehmen riskieren so, ihren Arbeitsalltag im \u201aNew Normal\u2018 an den Bed\u00fcrfnissen der Mitarbeitenden vorbei zu gestalten. Worauf es daher ankommt: \u00dcber passende Kan\u00e4le und Formate die Mitarbeitenden wirklich aktiv einzubinden, ihr Feedback aufzunehmen \u2013 und umzusetzen. Gleichzeitig gilt es sicherzustellen, dass auch in einer hybriden Welt mit viel digitaler Zusammenarbeit, gerade der informelle Austausch als Ursprung zahlreicher Ideen und Innovationen nicht verloren geht\u201c, so Lutz Hirsch, CEO von HIRSCHTEC.<\/p>\n<h4>\u00dcber die Studie:<\/h4>\n<p>Im Zeitraum vom 13. bis 15. September 2021 f\u00fchrte das Marktforschungsinstitut YouGov im Auftrag der Full-Service-Agentur f\u00fcr digitale Arbeitspl\u00e4tze HIRSCHTEC, eine Online-Befragung zum Thema \u201eHybride Arbeitsmodelle in deutschen Unternehmen\u201c unter 508 ArbeitnehmerInnen ohne F\u00fchrungsverantwortung in Deutschland durch. Im Zuge der Online-Befragung wurden die TeilnehmerInnen danach befragt, ob in ihrem Unternehmen bereits ein hybrides Arbeitsmodell verabschiedet wurde und falls ja, inwiefern die Mitarbeitenden bei deren Entwicklung miteinbezogen wurden. Dar\u00fcber hinaus galt es f\u00fcr die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu beantworten, was ihnen \u2013 mit Blick auf ihre konkreten Arbeitsabl\u00e4ufe \u2013 bei einer rein digitalen Zusammenarbeit im Homeoffice am meisten fehlt.<\/p>\n<p>Die Studie finden Sie <a href=\"https:\/\/hirschtec.eu\/wp-content\/uploads\/YouGov-Studie_2021.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier<\/a> als PDF zum Download.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein hybrides Arbeitsmodell, das Pr\u00e4senztage im B\u00fcro und Tage, an denen ortsunabh\u00e4ngig mobil (z. B. von zu Hause aus) gearbeitet werden kann, regelt, ist in den meisten deutschen Unternehmen noch l\u00e4ngst keine Realit\u00e4t. 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