{"id":2352,"date":"2026-09-18T04:29:41","date_gmt":"2026-09-18T02:29:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/?p=2352"},"modified":"2026-09-18T04:29:41","modified_gmt":"2026-09-18T02:29:41","slug":"wie-intelligent-ist-ki-wirklich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2026\/09\/18\/wie-intelligent-ist-ki-wirklich\/","title":{"rendered":"Wie intelligent ist KI wirklich?"},"content":{"rendered":"<p>Bis vor f\u00fcnf bis zehn Jahren galt der Turing-Test als das Ma\u00df aller Dinge bei der Arbeit an K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI). \u201eit-daily.net\u201c berichtet \u00fcber eine Forschungsarbeit an der UC San Diego, die empirisch nachweisen konnte, dass verschiedene gro\u00dfe KI-Modelle heute den Turing-Test problemlos bestehen: \u201eF\u00fcr die statistische Erhebung im Rahmen der Studie setzten die Forscher vier verschiedene technologische Modelle ein. Zu den Testobjekten geh\u00f6rten die modernen gro\u00dfen Sprachmodelle GPT-4.5, GPT-4o und LLaMa-3.1-405B sowie der historische, regelbasierte Chatbot ELIZA aus den 1960er Jahren. Die Auswertung der Testreihen ergab erhebliche Unterschiede zwischen den Systemen, wobei das Modell GPT-4.5 den h\u00f6chsten Wert erreichte. Dieses System wurde von den menschlichen Pr\u00fcfern in 73 Prozent der F\u00e4lle als Mensch eingestuft. Damit w\u00e4hlten die menschlichen Fragesteller das Modell GPT-4.5 signifikant h\u00e4ufiger als menschlich aus, als sie den tats\u00e4chlichen menschlichen Vergleichsteilnehmer w\u00e4hlten.<\/p>\n<p>Das Open-Source-Modell LLaMa-3.1-405B wurde unter Verwendung derselben Systemanweisungen in 56 Prozent der F\u00e4lle f\u00fcr einen Menschen gehalten. Aus statistischer Sicht war dieses Ergebnis nicht mehr von den Werten der echten menschlichen Vergleichsteilnehmer zu unterscheiden. Der Erfolg der Systeme basiert laut den Autoren darauf, dass die Modelle durch eine gezielte Formatierung der Anweisungen denselben Tonfall, die-selbe Direktheit, denselben Humor und vor allem dieselbe Fehlbarkeit wie Menschen an den Tag legen. Sie \u00fcberzeugten die Testpersonen insbesondere dadurch, dass sie menschliche Fehler imitierten\u201c (https:\/\/www.it-daily.net\/it-management\/ki\/ki-besteht-turing-test).<\/p>\n<p>Dennoch stellt sich die Frage nach der tats\u00e4chlichen Intelligenz dieser Systeme: Letztlich verf\u00fcgen diese Modelle vor allem \u00fcber einen riesigen Datenvorrat und die Rechenleistung sowie die programmiertechnischen Optionen, diesen \u201eDatenwust\u201c in Windeseile nach passenden Antworten zu durchforsten und diese Antworten auf Plausibilit\u00e4t zu pr\u00fcfen. In der Addition bedeutet dies, dass diese Systeme heute den Turing-Test problemlos bestehen, ohne dadurch im eigentlichen Sinne intelligent zu sein.<\/p>\n<p>Im Grund geht es bei KI um eine fortschrittliche Automatisierung von verschiedensten Abl\u00e4ufen (dazu geh\u00f6rt auch das Verfassen von Schrifts\u00e4tzen und derlei mehr). Immer aber sind es Vorg\u00e4nge, die dauernd und immer nahezu gleich ablaufen m\u00fcssen. KI sorgt daf\u00fcr, dass so ein System nicht bei kleineren Modifikationen aus der Spur geworfen wird, sondern sich automatisch an diese \u00c4nderungen anpasst.<\/p>\n<p>Dass dies dann heute schon schon so weit geht, dass KI Agenten aus einer Testumgebung ausbrechen und andere KI-Firmen angreifen, weil sie dort eine L\u00f6sung der ihnen gestellten Aufgabe vermuten, und dass sie daf\u00fcr auch gemeinsam einen Weg zum Ausbruch aus den Regeln der Testumgebung suchen, sagt auch viel \u00fcber den Programmierer der KI-Agenten aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Stephan Mayer<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bis vor f\u00fcnf bis zehn Jahren galt der Turing-Test als das Ma\u00df aller Dinge bei der Arbeit an K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI). \u201eit-daily.net\u201c berichtet \u00fcber eine Forschungsarbeit an der UC San Diego, die empirisch nachweisen konnte, dass verschiedene gro\u00dfe KI-Modelle heute den Turing-Test problemlos bestehen: \u201eF\u00fcr die statistische Erhebung im Rahmen der Studie setzten die Forscher [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12,10,11],"tags":[],"class_list":["post-2352","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-pc-software","category-recht-gesetz","category-security"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2352","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2352"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2352\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2353,"href":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2352\/revisions\/2353"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2352"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2352"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2352"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}