{"id":2384,"date":"2026-10-07T13:00:25","date_gmt":"2026-10-07T11:00:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/?p=2384"},"modified":"2026-10-07T13:00:25","modified_gmt":"2026-10-07T11:00:25","slug":"hensec-bringt-maritime-aufklaerung-in-die-luft-aisvogel-verbindet-funk-positions-und-sensordaten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2026\/10\/07\/hensec-bringt-maritime-aufklaerung-in-die-luft-aisvogel-verbindet-funk-positions-und-sensordaten\/","title":{"rendered":"hensec bringt maritime Aufkl\u00e4rung in die Luft: aisvogel verbindet Funk-, Positions- und Sensordaten"},"content":{"rendered":"<p>Eine elektronisch gemeldete Schiffsposition ist zun\u00e4chst nur ein Datenpunkt. Ob sich ein Schiff tats\u00e4chlich an dieser Position befindet, l\u00e4sst sich zuverl\u00e4ssiger beurteilen, wenn weitere, unabh\u00e4ngige Informationen hinzukommen. Genau hier setzt aisvogel von hensec secure solutions an. Die fliegende Sensorplattform erfasst Funk-, Positions-, Bewegungs- und optische Informationen direkt \u00fcber dem maritimen Einsatzgebiet und f\u00fchrt sie zu einem gemeinsamen Lagebild zusammen.<\/p>\n<p>aisvogel kann gro\u00dfe Seegebiete \u00fcber viele Stunden beobachten, auff\u00e4llige Signale und Bewegungsmuster erkennen und bei Bedarf gezielt zu auff\u00e4lligen Positionen verlagert werden. Bei Meldungen oder verd\u00e4chtigen Aktivit\u00e4ten kann die Plattform automatisiert starten, das betreffende Gebiet anfliegen und die Lage vor Ort mit ihrer Sensorik verifizieren. Bei entsprechender Genehmigung ist ein solcher Einsatz auch au\u00dferhalb der direkten Sichtweite (BVLOS \u2013 Beyond Visual Line of Sight) m\u00f6glich. Je nach Mission l\u00e4sst sich die Plattform mit RF- (Radio Frequency\/Funk), AIS- (Automatic Identification System), EO\/IR- (elektrooptisch\/infrarot), GNSS- (Global Navigation Satellite System) und Kommunikationssystemen ausstatten. So k\u00f6nnen unterschiedliche Informationen nicht nur erfasst, sondern zeitlich und r\u00e4umlich miteinander korreliert, \u00fcberpr\u00fcft und eingeordnet werden.<\/p>\n<p>\u201eF\u00fcr ein belastbares maritimes Lagebild reicht es nicht, einzelne Datenquellen isoliert zu betrachten\u201c, sagt Kevin Heneka, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von hensec secure solutions. \u201eEntscheidend wird es dort, wo Informationen miteinander abgeglichen werden: Passt die gemeldete Position zur tats\u00e4chlichen Beobachtung? L\u00e4sst sich eine auff\u00e4llige Funkemission r\u00e4umlich eingrenzen? Und ergeben verschiedene Sensoren zusammen ein schl\u00fcssiges Bild? Genau f\u00fcr solche Aufgaben haben wir aisvogel entwickelt.\u201c<\/p>\n<h4>Wenn die gemeldete Position nicht zur Beobachtung passt<\/h4>\n<p>Ein zentraler Anwendungsfall von aisvogel ist die Verifikation von AIS-Daten. Es handelt sich dabei um automatisch von Schiffen ausgestrahlte Angaben zu Identit\u00e4t, Position, Kurs und Geschwindigkeit. Die Plattform empf\u00e4ngt AIS-Informationen, analysiert Schiffsbewegungen und gleicht gemeldete Positionen mit weiteren Beobachtungen ab. Kamera- und EO\/IR-Sensorik kann einen Kontakt unabh\u00e4ngig best\u00e4tigen und elektronische Positionsangaben mit der tats\u00e4chlich beobachteten Situation vergleichen.<\/p>\n<p>Werden AIS-, GNSS- oder andere Positionsinformationen mit einem erkannten Kontakt korreliert, werden r\u00e4umliche Widerspr\u00fcche sichtbar. Auff\u00e4llige Positionsspr\u00fcnge, unplausible Tracks oder m\u00f6gliche Spoofing-Situationen lassen sich dadurch priorisieren und gezielt untersuchen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig kann die Plattform relevante Funkaktivit\u00e4ten erfassen und auff\u00e4llige oder unbekannte Funksignale r\u00e4umlich und zeitlich einordnen. Im Bereich GNSS dient aisvogel dazu, auff\u00e4llige Situationen sowie m\u00f6gliche Jamming- oder Spoofing-Ereignisse im maritimen Umfeld zu untersuchen. Dabei verf\u00fcgt die Plattform selbst \u00fcber GPS-Jamming-resiliente Navigationssysteme, um auch in einem durch St\u00f6rsignale beeintr\u00e4chtigten Umfeld navigieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die unterschiedlichen Informationen flie\u00dfen in ein dynamisches gemeinsames Lagebild ein. Widerspr\u00fcche zwischen Signalen, Bewegungen und beobachteten Positionen werden darin sichtbar und k\u00f6nnen hinsichtlich ihrer operativen Relevanz bewertet werden. F\u00fcr die maritime Sicherheit ist gerade dieser Abgleich unterschiedlicher Informationsquellen entscheidend, um Auff\u00e4lligkeiten zuverl\u00e4ssig einordnen und bei Bedarf gezielt untersuchen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h4>Mobile Sensorik f\u00fcr maritime Einsatzgebiete<\/h4>\n<p>Die CarryAir-Basis von aisvogel verbindet die Effizienz eines Starrfl\u00fcglers mit der Flexibilit\u00e4t eines VTOL-Systems. Das bedeutet: Das Flugger\u00e4t startet und landet senkrecht wie ein Hubschrauber, fliegt dann aber lange und sparsam wie ein Flugzeug. Mit Hybridantrieb sind bis zu zehn Stunden Flugdauer m\u00f6glich. Die Plattform verf\u00fcgt \u00fcber eine Spannweite von knapp drei Metern und bietet bis zu sieben Kilogramm Nutzlast bzw. 60 Liter gesch\u00fctztes Nutzlastvolumen. Sechs dedizierte Hubrotoren erm\u00f6glichen vertikales Starten und Landen und sorgen zugleich f\u00fcr Redundanz.<\/p>\n<p>Die Sensorik wird missionsspezifisch zusammengestellt. Integriert werden k\u00f6nnen RF-, AIS-, EO\/IR-, GNSS- und Kommunikationssysteme. Dadurch l\u00e4sst sich die Plattform auf unterschiedliche Einsatzr\u00e4ume, Sensorpakete und Missionsprofile zuschneiden. Als unbemannte Sensorplattform ist aisvogel zudem wesentlich kosteng\u00fcnstiger einsetzbar als Hubschrauber oder bemannte Flugzeuge \u2013 insbesondere bei l\u00e4nger andauernden oder wiederkehrenden \u00dcberwachungsaufgaben.<\/p>\n<p>Zu den vorgesehenen Anwendungen geh\u00f6rt die langandauernde mobile Beobachtung von Schiffsverkehr, Seewegen und definierten Operationsgebieten. Dar\u00fcber hinaus kann aisvogel elektronisch gemeldete Positionen und Identit\u00e4ten mit unabh\u00e4ngigen Beobachtungen aus der Luft abgleichen, ungew\u00f6hnliche Funkaktivit\u00e4ten untersuchen sowie m\u00f6gliche GNSS-Jamming- und Spoofing-Ereignisse in K\u00fcsten- und Offshore-Gebieten erkennen und r\u00e4umlich untersuchen.<\/p>\n<p>Die Plattform ist auch f\u00fcr die mobile \u00dcberwachung kritischer maritimer Infrastruktur ausgelegt. Als m\u00f6gliche Einsatzgebiete nennt hensec Offshore-Anlagen, Kabelkorridore, Energieinfrastruktur und sensible Seegebiete. Damit l\u00e4sst sich aisvogel sowohl f\u00fcr die maritime Sicherheit in gr\u00f6\u00dferen Seegebieten als auch gezielt zum Schutz besonders sensibler Infrastruktur einsetzen. Entwickelt und produziert wird aisvogel in Deutschland. Die Lieferkette f\u00fcr die Plattform liegt vollst\u00e4ndig innerhalb der Europ\u00e4ischen Union.<\/p>\n<h4>Mehrere Plattformen im Verbund<\/h4>\n<p>Als Besonderheit von aisvogel bezeichnet hensec die M\u00f6glichkeit zum kooperativen Einsatz mehrerer fliegender Plattformen. Mehrere r\u00e4umlich getrennte Drohnen k\u00f6nnen dasselbe Signal aus unterschiedlichen Positionen beobachten und ihre Messungen gemeinsam auswerten.<\/p>\n<p>Bei geeigneter Sensorik erm\u00f6glicht dieser Verbund kooperative Peil- und Geolokalisierungsverfahren. Mehrere Plattformen liefern unterschiedliche Peilrichtungen, \u00fcber die sich eine auff\u00e4llige Emission r\u00e4umlich eingrenzen l\u00e4sst. Parallel k\u00f6nnen weitere Plattformen das Seegebiet \u00fcberwachen oder einen Kontakt optisch verifizieren.<\/p>\n<h4>Vogelperspektive als entscheidender Vorteil der See\u00fcberwachung<\/h4>\n<p>\u201eGerade auf See ist Mobilit\u00e4t ein entscheidender Vorteil\u201c, erkl\u00e4rt Kevin Heneka. \u201eStatt ausschlie\u00dflich darauf angewiesen zu sein, was von einem festen Standort aus erfasst werden kann, bringen wir die Sensorik \u00fcber das Einsatzgebiet f\u00fcr eine umfassende Vogelperspektive. Und wenn mehrere Plattformen zusammenarbeiten, k\u00f6nnen wir eine auff\u00e4llige Situation aus unterschiedlichen Positionen betrachten und die gewonnenen Informationen miteinander verbinden.\u201c<\/p>\n<p>Der Missionsablauf folgt dabei einem durchg\u00e4ngigen Prinzip: Sensordaten werden zun\u00e4chst erfasst, anschlie\u00dfend zeitlich und r\u00e4umlich korreliert und Auff\u00e4lligkeiten klassifiziert und priorisiert. Elektronische Angaben k\u00f6nnen danach mit optischen oder anderen unabh\u00e4ngigen Sensorinformationen \u00fcberpr\u00fcft werden. Auff\u00e4llige Kontakte und Signalquellen lassen sich schlie\u00dflich n\u00e4her untersuchen und im Plattformverbund r\u00e4umlich eingrenzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine elektronisch gemeldete Schiffsposition ist zun\u00e4chst nur ein Datenpunkt. Ob sich ein Schiff tats\u00e4chlich an dieser Position befindet, l\u00e4sst sich zuverl\u00e4ssiger beurteilen, wenn weitere, unabh\u00e4ngige Informationen hinzukommen. Genau hier setzt aisvogel von hensec secure solutions an. 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