{"id":2421,"date":"2026-10-28T16:09:10","date_gmt":"2026-10-28T15:09:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/?p=2421"},"modified":"2026-10-28T16:09:10","modified_gmt":"2026-10-28T15:09:10","slug":"htec-studie-ki-investitionen-im-finanzsektor-steigen-schneller-als-der-reifegrad-der-anwendungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2026\/10\/28\/htec-studie-ki-investitionen-im-finanzsektor-steigen-schneller-als-der-reifegrad-der-anwendungen\/","title":{"rendered":"HTEC-Studie: KI-Investitionen im Finanzsektor steigen schneller als der Reifegrad der Anwendungen"},"content":{"rendered":"<p>HTEC, ein weltweit t\u00e4tiges Technik- und Engineering-Unternehmen, hat den \u201eHTEC AI Value Realization Report 2026: Financial Services &amp; Insurance\u201c ver\u00f6ffentlicht. Die Studie basiert auf einer Umfrage unter F\u00fchrungskr\u00e4ften aus der Finanz- und Versicherungsbranche und zeigt: Die steigenden Investitionen deutscher Finanzinstitute in K\u00fcnstliche Intelligenz gehen bislang nicht mit einem h\u00f6heren Reifegrad einher.<\/p>\n<p>Von den befragten deutschen Unternehmen aus der Branche, die derzeit KI einf\u00fchren, berichten 88 % von steigenden Investitionen in den vergangenen zw\u00f6lf Monaten. Bei 57 % stiegen die Investitionen dabei sogar erheblich. Dennoch befinden sich bislang nur 46 % in der Skalierungsphase oder nutzen KI gar als integralen Bestandteil ihres Gesch\u00e4ftsmodells.<\/p>\n<p>Diese Zahlen deuten auf eine wachsende Kluft zwischen Investitionen und dem Reifegrad der KI-Nutzung hin. Die gr\u00f6\u00dfte Ursache daf\u00fcr liegt m\u00f6glicherweise nicht in der Technik selbst: So stimmten 83 % der befragten deutschen Institute der Aussage zu, dass Menschen und Prozesse den Nutzen von KI st\u00e4rker begrenzen als die Technik.<\/p>\n<h4>Neue Ums\u00e4tze generieren statt nur Kosten senken<\/h4>\n<p>Die Studie zeigt auch, dass sich die Erwartungen von Finanzinstituten an KI ver\u00e4ndern. F\u00fcr lediglich 15 % der befragen deutschen Unternehmen sind Kostensenkungen das wichtigste Ziel ihrer KI-Investitionen. Mit jeweils 30 % verfolgen die meisten Unternehmen prim\u00e4r die Ziele, neue Umsatzstr\u00f6me zu generieren und die Produktivit\u00e4t zu steigern.\u00a0Die Ans\u00e4tze zur Erfolgsmessung sind allerdings uneinheitlich. 40 % der befragten deutschen Institute verlangen ein formales Modell zur Berechnung des Return on Investment, bevor sie eine KI-Initiative genehmigen. 25 % bewerten den wirtschaftlichen Ertrag dagegen erst nach der Umsetzung.<\/p>\n<p>Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass die Definition und Messung des Nutzens \u00fcber den gesamten Lebenszyklus von KI-Investitionen hinweg weiterhin eine wichtige Herausforderung auf dem Weg zu einem h\u00f6heren Reifegrad darstellt.\u00a0Auch bei der Governance offenbart die Umfrage Handlungsbedarf. So messen 35 % der befragten deutschen Unternehmen Risiken ausschlie\u00dflich bei Hochrisiko-Systemen. Lediglich 5 % erfassen und bewerten die Risiken systematisch \u00fcber ihr gesamtes KI-Portfolio hinweg.\u00a0Zudem stellen die deutschen Finanzdienstleister fest, dass sie mehr externe Unterst\u00fctzung ben\u00f6tigen als urspr\u00fcnglich erwartet. 25 % berichten, st\u00e4rker auf externe Partner oder Berater angewiesen zu sein als angenommen.<\/p>\n<h4>Investitionen in konkreten Nutzen \u00fcberf\u00fchren<\/h4>\n<p>Insgesamt legen die Ergebnisse der Umfrage nahe, dass es in der n\u00e4chsten Phase der KI-Einf\u00fchrung bei Finanzdienstleistern weniger darum gehen wird, einfach weitere Techniken einzuf\u00fchren. Vielmehr wird entscheidend sein, die Voraussetzungen f\u00fcr einen breiten Einsatz zu schaffen. Dazu geh\u00f6ren klar definierte Gesch\u00e4ftsziele, vertrauensw\u00fcrdige Daten, eindeutige Verantwortlichkeiten, eine konsistente Erfolgsmessung und eine dem jeweiligen Risiko angemessene Governance. Diese Grundlagen gewinnen immer mehr an Bedeutung, je st\u00e4rker Finanzinstitute agentische KI-Workflows in ihre Gesch\u00e4ftsprozesse integrieren.<\/p>\n<p>Damit ver\u00e4ndern sich auch die Anforderungen an externe Partner. Unternehmen ben\u00f6tigen zunehmend Unterst\u00fctzung, die Strategie und Engineering mit der praktischen Umsetzung und dem organisatorischen Wandel verbindet. Externe Partner m\u00fcssen dazu beitragen, Transparenz \u00fcber KI-gest\u00fctzte Entscheidungen zu schaffen, geeignete Schutzmechanismen zu etablieren und eine l\u00fcckenlose Nachverfolgbarkeit zu gew\u00e4hrleisten. So l\u00e4sst sich \u00fcberpr\u00fcfen, wie solche Entscheidungen zustande kommen und ob sie die angestrebten Ergebnisse erzielen.<\/p>\n<p>\u201eOb Unternehmen mit KI die gew\u00fcnschten Ergebnisse erzielen, h\u00e4ngt ma\u00dfgeblich von den Rahmenbedingungen rund um die Technik ab: Wie sie KI in ihre Abl\u00e4ufe integrieren, ob es klare Verantwortlichkeiten f\u00fcr die Ergebnisse gibt und ob die Mitarbeitenden dazu bef\u00e4higt werden, KI konsequent zu nutzen\u201c, res\u00fcmiert Philip Otley, Global Managing Partner bei HTEC. \u201eDeshalb helfen wir Finanzdienstleistern dabei, ihre Teams durch KI zu st\u00e4rken und die organisatorischen Voraussetzungen f\u00fcr den KI-Einsatz zu verbessern. Dadurch l\u00e4sst sich die L\u00fccke zwischen Investitionen und Reifegrad schlie\u00dfen und der Nutzen von KI auch bei einem breiten Einsatz messbar machen. F\u00fcr die Studie wurden weltweit Top-Manager aus der Finanz- und Versicherungsbranche befragt, darunter auch in Deutschland. Die von HTEC beauftragte Umfrage f\u00fchrte Censuswide zwischen dem 9. und 24. Juli 2026 durch. Der vollst\u00e4ndige Report ist <a href=\"https:\/\/htec.com\/insights\/reports\/the-htec-ai-value-realization-report-2026-financial-services-insurance\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> verf\u00fcgbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>HTEC, ein weltweit t\u00e4tiges Technik- und Engineering-Unternehmen, hat den \u201eHTEC AI Value Realization Report 2026: Financial Services &amp; Insurance\u201c ver\u00f6ffentlicht. Die Studie basiert auf einer Umfrage unter F\u00fchrungskr\u00e4ften aus der Finanz- und Versicherungsbranche und zeigt: Die steigenden Investitionen deutscher Finanzinstitute in K\u00fcnstliche Intelligenz gehen bislang nicht mit einem h\u00f6heren Reifegrad einher. 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