{"id":324,"date":"2022-02-07T14:19:04","date_gmt":"2022-02-07T13:19:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2022\/02\/07\/bfs-mobilfunknutzung-bei-kindern-erhoeht-risiko-fuer-hirntumoren-nicht\/"},"modified":"2022-02-07T14:19:04","modified_gmt":"2022-02-07T13:19:04","slug":"bfs-mobilfunknutzung-bei-kindern-erhoeht-risiko-fuer-hirntumoren-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2022\/02\/07\/bfs-mobilfunknutzung-bei-kindern-erhoeht-risiko-fuer-hirntumoren-nicht\/","title":{"rendered":"BfS: Mobilfunknutzung bei Kindern erh\u00f6ht Risiko f\u00fcr Hirntumoren nicht"},"content":{"rendered":"<p>Die Nutzung von Mobiltelefonen und DECT-Telefonen erh\u00f6ht das Risiko f\u00fcr Hirntumoren bei Kindern und Jugendlichen nicht. Das legen die Ergebnisse der k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichten internationalen MOBI-Kids-Studie nahe. Eine Einsch\u00e4tzung, die das Bundesamt f\u00fcr Strahlenschutz (BfS) in einer Stellungnahme teilt.<\/p>\n<p>Nach derzeitigem Kenntnisstand gibt es keine wissenschaftlich gesicherten Belege f\u00fcr gesundheitssch\u00e4digende Wirkungen durch Mobilfunk f\u00fcr den Menschen. Dies untermauert die Studie. Die Pr\u00e4sidentin des BfS, Inge Paulini, betonte: \u201eDie neuen Ergebnisse tragen dazu bei, wissenschaftliche Restunsicherheiten auch mit Blick auf Kinder und Jugendliche zu verringern. Sie best\u00e4tigen, dass die im Mobilfunk geltenden Grenzwerte Erwachsene und Kinder sch\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<h4>Hohe Aussagekraft durch gro\u00dfe Datenbasis<\/h4>\n<p>F\u00fcr die gro\u00dfangelegte MOBI-Kids-Studie untersuchten die Studienautoren das Nutzungsverhalten von rund 800 Kindern und Jugendlichen, die im Alter zwischen 10 und 24 Jahren an einem Hirntumor erkrankt sind. Verglichen wurden die Daten mit denen einer Kontrollgruppe. Informationen zu Dauer und H\u00e4ufigkeit der Nutzung von Mobiltelefonen und DECT-Telefonen wurden in Interviews erhoben. Insgesamt wurden zwischen 2010 und 2015 rund 2800 junge Teilnehmer*innen aus acht europ\u00e4ischen L\u00e4ndern \u2013 darunter Deutschland \u2013 sowie Israel, Australien, Kanada, Japan, Korea und Neuseeland in die Studie aufgenommen.<\/p>\n<p>Wie die Auswertung der Daten nahelegt, war das Risiko an einem Hirntumor zu erkranken f\u00fcr regelm\u00e4\u00dfige Nutzer von Mobil- und DECT-Telefonen in der Studie nicht h\u00f6her als f\u00fcr Nicht-Nutzer. Es zeigte sich sogar ein tendenziell sinkendes Erkrankungsrisiko mit der Intensit\u00e4t und der Dauer der Nutzung, insbesondere in der Altersgruppe der 1 &#8211; 5- bis 19-J\u00e4hrigen. Hier gehen die Autoren davon aus, dass dieses Absinken m\u00f6glicherweise Ergebnis einer methodischen Verzerrung sein k\u00f6nnte \u2013 etwa, weil die Angaben zum Nutzungsverhalten der Hirntumorpatienten teilweise von den Eltern abgegeben wurden. Eine andere Erkl\u00e4rung w\u00e4re, dass sich bei den jungen Patienten das Nutzungsverhalten aufgrund von Symptomen der Erkrankung, die bereits vor der Diagnose vorlagen, ver\u00e4ndert haben k\u00f6nnte. Es gibt keinen Grund f\u00fcr die Annahme eines sch\u00fctzenden Effekts bei Mobilfunknutzung. Die Ergebnisse der MOBI-Kids-Studie decken sich mit denen fr\u00fcherer Studien. Durch ihren Umfang und den hohen Anteil an Langzeit-Nutzern verf\u00fcgt sie jedoch \u00fcber eine deutlich aussagekr\u00e4ftigere Datenbasis als bisherige Studien, insbesondere f\u00fcr jugendliche Mobilfunknutzer.<\/p>\n<h4>Kinder und Jugendliche im Fokus der Forschung<\/h4>\n<p>Die Nutzung von Mobiltelefonen, Smartphones und Tablets hat in den letzten Jahren stark zugenommen, auch bei Kindern und Jugendlichen. Die Auswirkungen elektromagnetischer Felder auf die Gesundheit junger Nutzer sind jedoch im Vergleich zur robusten Studien- und Datenlage bei Erwachsenen weniger gut erforscht. Das Bundesamt f\u00fcr Strahlenschutz, die Strahlenschutzkommission SSK sowie Strahlenschutzorganisationen im In- und Ausland haben in der Vergangenheit immer wieder den Forschungsbedarf in diesem Bereich angemahnt.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nutzung von Mobiltelefonen und DECT-Telefonen erh\u00f6ht das Risiko f\u00fcr Hirntumoren bei Kindern und Jugendlichen nicht. Das legen die Ergebnisse der k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichten internationalen MOBI-Kids-Studie nahe. Eine Einsch\u00e4tzung, die das Bundesamt f\u00fcr Strahlenschutz (BfS) in einer Stellungnahme teilt. Nach derzeitigem Kenntnisstand gibt es keine wissenschaftlich gesicherten Belege f\u00fcr gesundheitssch\u00e4digende Wirkungen durch Mobilfunk f\u00fcr den Menschen. 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