{"id":350,"date":"2022-03-07T14:47:47","date_gmt":"2022-03-07T13:47:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2022\/03\/07\/bereit-fuer-die-neue-arbeitswelt\/"},"modified":"2022-03-07T14:47:47","modified_gmt":"2022-03-07T13:47:47","slug":"bereit-fuer-die-neue-arbeitswelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2022\/03\/07\/bereit-fuer-die-neue-arbeitswelt\/","title":{"rendered":"Bereit f\u00fcr die neue Arbeitswelt?"},"content":{"rendered":"<p>In den vergangen zwei Jahren hat sich vieles ver\u00e4ndert, allen voran die Art und Weise zu arbeiten. Um den Erwartungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerecht zu werden, m\u00fcssen Unternehmen ihre Arbeitsmodelle neu definieren. Der Digital-Dienstleister Macaw erkl\u00e4rt, welche Merkmale einen Everywhere-Enterprise-Ansatz auszeichnen. Die Corona-Pandemie hat eins gelehrt: Au\u00dfergew\u00f6hnliche Zeiten erfordern au\u00dfergew\u00f6hnliche L\u00f6sungen. Unternehmen, die angesichts fallender Inzidenzen ein obligatorisches Zur\u00fcck an die Schreibtische fordern, werden sich k\u00fcnftig allerdings schwertun \u2013 immer mehr Mitarbeiter fordern einen Everywhere-Enterprise-Ansatz ein.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>So m\u00fcssen sich neue Denkweisen und Ans\u00e4tze etablieren. Laut der von Gartner herausgegebenen Studie \u201eRedesigning Work for a Hybrid Future\u201c wollen 75 Prozent der Befragten k\u00fcnftig flexibel arbeiten. Besteht ein Unternehmen darauf, dass die Belegschaft wieder Vollzeit ins B\u00fcro zur\u00fcckkehrt, sind vier von zehn Mitarbeitenden bereit, den Arbeitgeber zu wechseln. Angesichts dieser Zahlen m\u00fcssen sich Unternehmen neu ausrichten. Am Anfang steht dabei die Beantwortung einiger Fragen: Was brauchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Wer kann aus der Ferne arbeiten und wer muss eventuell regelm\u00e4\u00dfig vor Ort sein? \u201eEmployee Experience\u201c (EX) lautet das Schlagwort und wie bei der \u201eCustomer Experience\u201c soll eine emotionale Bindung zu den Kunden, in diesem Fall den Besch\u00e4ftigten, entstehen. Eine zentrale Rolle nehmen dabei digitale Tools und Plattformen ein. Besch\u00e4ftigte sollen dort alles finden, was sie brauchen, um ihren Job zu erledigen, zu lernen und sich mit Kollegen auszutauschen. Unternehmen, die in EX investieren, werden schnell die Vorteile sehen: Mitarbeiter sind motivierter und damit innovativer. Gleichzeitig w\u00e4chst der Kreis potentieller neuer Talente, wenn von jedem Ort der Welt aus gearbeitet werden kann.<\/p>\n<p>Wichtig wird in diesem Zusammenhang auch, dass die Mitarbeiter st\u00e4rkere Verbindungen untereinander aufbauen k\u00f6nnen. Starke Netzwerke am Arbeitsplatz sind mehr als nur \u201enice to have\u201c, sie beeinflussen zwei ma\u00dfgebliche Faktoren \u2013 Produktivit\u00e4t und Innovation. Der Microsoft Work Trend Index zeigt allerdings eine alarmierende Entwicklung: Durch die Umstellung auf Remote-Arbeit sind die Beziehungen innerhalb eines Teams zwar st\u00e4rker geworden, doch die unterschiedlichen Teams schotten sich immer mehr voneinander ab. So sagt fast jeder zweite Besch\u00e4ftigte in Deutschland, dass sein Netzwerk kleiner geworden ist. Das Kn\u00fcpfen von Beziehungen ist zudem f\u00fcr jemanden, der am Anfang ihrer oder seiner Karriere steht, ohne Gespr\u00e4che auf dem Flur, zuf\u00e4llige Begegnungen und Smalltalk besonders schwierig. Eine wichtige Rolle kommt deshalb den F\u00fchrungskr\u00e4ften zu: Sie m\u00fcssen nach M\u00f6glichkeiten suchen, die team\u00fcbergreifende Zusammenarbeit und den spontanen Ideenaustausch zu f\u00f6rdern. Dar\u00fcber hinaus wird k\u00fcnftig in vielen Unternehmen der Chief Purpose Officer die n\u00e4chste wichtige Funktion auf C-Level-Ebene sein: Seine Aufgabe ist es, Werte und Aufgaben wie Nachhaltigkeit, Diversity, Inklusion und People Empowerment vorzuleben.<\/p>\n<p>Unternehmen sollten tunlichst auch der \u201edigitalen \u00dcberlastung\u201c entgegenwirken. Der Anteil der Zeit, die f\u00fcr E-Mail, Instant Messaging, Telefon- und Videoanrufe aufgewendet wird, ist angesichts von Remote-Arbeit deutlich gestiegen \u2013 und damit die digitale Belastung. Auch hier gibt der Microsoft Work Trend Index interessante Einblicke: In Deutschland f\u00fchlen sich 55 Prozent der Besch\u00e4ftigten \u00fcberarbeitet, 42 Prozent sind ersch\u00f6pft. F\u00fchrungskr\u00e4fte m\u00fcssen sich \u00fcberlegen, wie sie die Arbeitsbelastung reduzieren, ein Gleichgewicht zwischen synchroner und asynchroner Zusammenarbeit herstellen und eine Kultur schaffen, in der Pausen gef\u00f6rdert und respektiert werden. Ein absolutes No-Go ist die \u00dcberwachung der Mitarbeiter: Zwar erlaubt die beliebte Office-Software Microsoft 365 eine Auswertung der Nutzung einzelner Produkte. Zum Beispiel wie h\u00e4ufig der Kundenservice den Chat nutzt, wie viele E-Mails an welchen Tagen verschickt werden und wie lange die Kamera bei Kundenmeetings aktiviert ist. Diese Informationen d\u00fcrfen aber keinesfalls f\u00fcr die Mitarbeiterbewertung herangezogen werden.<\/p>\n<p>Flache Hierarchien sorgen f\u00fcr mehr Arbeitszufriedenheit \u2013 es wird Zeit, das Wissen zu demokratisieren. Eine gemeinsame Nutzung von Informationen und Know-how ist f\u00fcr die Innovationskraft einer Firma unabdingbar. In der Regel verteilt sich Wissen aber \u00fcber das gesamte Unternehmen \u2013 in Microsoft-Teams-Kan\u00e4len, Posteing\u00e4ngen, gemeinsam genutzten Laufwerken, Apps f\u00fcr die Zusammenarbeit und nat\u00fcrlich in den K\u00f6pfen der einzelnen Mitarbeiter. Damit jeder in der Lage ist, die Informationen zu finden, die er braucht, um seine Arbeit bestm\u00f6glich zu leisten, sollten Unternehmen eine zentrale, durchsuchbare Plattform einrichten, in die alle verf\u00fcgbaren Informationen einflie\u00dfen. Gleichzeitig gilt es, eine Kultur des Wissensaustauschs zu f\u00f6rdern. Beispielsweise, indem Mitarbeiter, deren geteilte Inhalte auf gro\u00dfes Interesse sto\u00dfen, belohnt werden. Grunds\u00e4tzlich gilt: Geteiltes Wissen hilft, fundierte Entscheidungen zu treffen und damit die Arbeit zu verbessern. Dar\u00fcber hinaus stellt es sicher, dass ein Unternehmen nicht wertvolle Expertise verliert, wenn jemand k\u00fcndigt oder in eine neue Abteilung wechselt.<\/p>\n<p>\u201eMomentan haben wir die Chance, unsere Arbeitsmodelle und Arbeitsabl\u00e4ufe von Grund auf zu \u00fcberdenken. Diese Chance sollten Unternehmen nicht verpassen. Auf dem Weg zu einem Everywhere-Enterprise ist es allerdings entscheidend, gute L\u00f6sungen zu entwickeln, um Netzwerke, soziale Interaktion und kulturelle Aspekte wieder zu st\u00e4rken und die neue Flexibilit\u00e4t der Arbeitswelt so zu gestalten, dass sie allen zugutekommt\u201c, erkl\u00e4rt Ivo Swaag, Digital Specialist Hybrid Workplace bei Macaw.<\/p>\n<p>\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/2022\/IvoSwaag.jpg\" alt=\"\" width=\"143\" height=\"143\" \/><\/p>\n<p>Der Autor: Ivo Swaag, Digital Specialist Hybrid Workplace bei Macaw (Quelle: Macaw)<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den vergangen zwei Jahren hat sich vieles ver\u00e4ndert, allen voran die Art und Weise zu arbeiten. Um den Erwartungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerecht zu werden, m\u00fcssen Unternehmen ihre Arbeitsmodelle neu definieren. 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