{"id":356,"date":"2022-03-15T14:10:36","date_gmt":"2022-03-15T13:10:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2022\/03\/15\/vor-und-nachteile-einer-virtual-desktop-infrastructure\/"},"modified":"2022-03-15T14:10:36","modified_gmt":"2022-03-15T13:10:36","slug":"vor-und-nachteile-einer-virtual-desktop-infrastructure","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2022\/03\/15\/vor-und-nachteile-einer-virtual-desktop-infrastructure\/","title":{"rendered":"Vor- und Nachteile einer Virtual Desktop Infrastructure"},"content":{"rendered":"<p>Mehr Unternehmen denn je verlagern ihre Computerumgebung als virtuelle Instanzen ins Rechenzentrum. Eine solche Virtual Desktop Infrastructure (VDI) deckt heute nahezu jedes Einsatzszenario ab. Ein paar Einschr\u00e4nkungen gibt es allerdings. Dell unterzieht die Technik dem Reality Check.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/2022\/20220315_092021_797.jpg\" alt=\"\" width=\"272\" height=\"153\" \/><\/p>\n<p>Mithilfe einer VDI konnten Arbeitspl\u00e4tze in der Pandemie schnell und effizient ins Homeoffice verlagert werden. (Bild: Shutterstock)<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Das Thema Virtual Desktop Infrastructure (VDI) besch\u00e4ftigt seit \u00fcber einem Jahrzehnt die IT-Experten. Zu Beginn drehte sich die Diskussion vor allem um den Einsatz in Branchen, in denen L\u00f6sungen ein Maximum an Effizienz und Verf\u00fcgbarkeit bei gleichzeitig hohem Kostendruck abverlangt wird. L\u00e4ngst haben aber technische Weiterentwicklungen und der Trend zum dezentralen Arbeiten VDI gro\u00dffl\u00e4chig salonf\u00e4hig gemacht. Gerade als es in der aktuellen Situation darum ging, Arbeitspl\u00e4tze schnell und effizient ins Homeoffice zu verlagern, konnte VDI seine St\u00e4rken ausspielen.<\/p>\n<p>Dell beantwortet die wichtigsten Fragen rund um die virtuelle Desktop-Infrastruktur.<\/p>\n<p>Welche Vorteile bringt VDI Unternehmen? Bei einer VDI-Konfiguration hostet ein zentraler Server die Desktop-Systeme einschlie\u00dflich Betriebssystem und Anwendungen als virtuellen Arbeitsplatz. Die Endanwender verbinden sich mit dem Firmennetzwerk in der Regel \u00fcber Thin Clients, also PCs mit einer ultraleichten Konfiguration. Damit liegen die Vorteile einer Virtual Desktop Infrastructure auf der Hand: Die gesamte Administration wird auf einen oder mehrere Server im Rechenzentrum verlagert, wodurch teure Updates, fehlende Sicherheitsma\u00dfnahmen wie Firewalls und Virenscanner, aber auch der gef\u00e4hrliche Wildwuchs auf den Rechnern die Systemverantwortlichen nicht mehr belasten. Administratoren m\u00fcssen nicht l\u00e4nger jedes einzelne Ger\u00e4t aktualisieren. Da s\u00e4mtliche Anwendungen auf dem Server verbleiben, ist es zudem kein Problem, Daten zu sperren und vor unbefugtem Zugriff zu sch\u00fctzen. Auch das Onboarding neuer Mitarbeiter wird einfacher, und Remote-Desktops lassen sich auch in gr\u00f6\u00dferer Zahl jederzeit hinzuf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Ist eine VDI-Installation wirklich g\u00fcnstiger? Eine Virtual Desktop Infrastructure wird oftmals als kosteng\u00fcnstige Alternative zu PCs oder Laptops mit lokaler Software empfohlen. Das stimmt allerdings nur bedingt: Nat\u00fcrlich sind Thin Clients in der Anschaffung g\u00fcnstiger als ihre schwergewichtigen Kollegen \u2013 sie decken allerdings nicht alle Anforderungen ab, weshalb dann dennoch ein leistungsf\u00e4higes Notebook ben\u00f6tigt wird. Rechnet man zudem die Kosten f\u00fcr die Thin Clients und \u2013 falls notwendig \u2013 neue Server-, Speicher- sowie Netzwerkkomponenten zusammen und bezieht noch die Lizenzierung f\u00fcr Microsoft, Hypervisor und Verbindungsbroker mit ein, kommt man in der Regel im Vergleich zum Kauf von neuen Rechnern auf einen \u00e4hnlichen Betrag. Besser sieht die Bilanz dann wieder bei den Betriebskosten aus.<\/p>\n<p>F\u00fcr wen ist eine virtuelle Desktop-Infrastruktur interessant? Nach wie vor eignet sich die VDI-Technik besonders f\u00fcr Branchen wie Finanz- und Buchhaltungswesen, Versicherungen, Krankenh\u00e4user oder Call-Center, bei denen hochgradig wiederholbare Anwendungsf\u00e4lle in gro\u00dfem Umfang implementiert werden und ein Basis-Betriebssystem sowie einige voreingestellte Tools ausreichen. Fr\u00fchere Einschr\u00e4nkungen geh\u00f6ren aber l\u00e4ngst der Vergangenheit an: Nicht nur die Thin Clients haben enorm an Leistungsf\u00e4higkeit gewonnen. Inzwischen werden auch portable High-End-Workstations in VDI-Installationen eingebunden. Dabei gibt es notwendige Zertifizierungen und Treiber seitens Citrix oder VMware, etwa f\u00fcr CAD-Berechnungen und Simulationen. Zudem funktionieren viele Anwendungen in diesem Bereich allgemein GPU-lastig. Eine Branche, die davon profitiert, ist die Automobilindustrie: Teams arbeiten weltweit in unterschiedlichen Zeitzonen an 3D- und CAD-Simulationen und greifen dank VDI in Echtzeit immer auf dasselbe Modell zur\u00fcck, ohne dass vorab enorme Mengen an Daten \u00fcbertragen werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Welche Fallstricke lauern bei der Implementierung? Manche VDI-Projekte bleiben bereits in der Einf\u00fchrungsphase stecken, was unterschiedliche Gr\u00fcnde haben kann. Zun\u00e4chst einmal ist es wichtig, die Mitarbeiter einzubeziehen und ein detailliertes Bild von den jeweiligen Jobprofilen zu haben. M\u00fcssen sie in der Lage sein, pers\u00f6nliche Einstellungen am Rechner vorzunehmen? Oder handelt es sich beispielsweise um Call-Center-Agenten, f\u00fcr die ein generischer Desktop ausreicht? Je nach Antwort ist einmal eine persistente oder eine nicht-persistente VDI-Installation geeignet. Die Konfiguration inklusive der Wahl der Endger\u00e4te richtet sich auch danach, welche Anforderungen die Mitarbeiter an die Performance haben, ob sie beispielsweise grafikintensive Anwendungen nutzen, einen hohen IOPS-Durchsatz brauchen oder lediglich Zugang zu den wichtigsten Anwendungen ben\u00f6tigen. Abgesehen von diesen Infrastruktur\u00fcberlegungen muss das Netzwerk vorbereitet und notfalls aufger\u00fcstet werden, um f\u00fcr Spitzenlasten gewappnet zu sein. F\u00fcr ein ausreichendes Provisioning sollten Unternehmen im Vorfeld eine Kapazit\u00e4tsplanung mit einem entsprechenden Tool durchf\u00fchren. So k\u00f6nnen sie ermitteln, wie viele Ressourcen die virtuellen Desktops ben\u00f6tigen und ob die Kapazit\u00e4ten richtig geplant wurden.<\/p>\n<p>\u201eF\u00fcr Betriebe mit nur zehn oder 15 Mitarbeitern mag eine VDI-L\u00f6sung vielleicht nicht rentabel sein, weil der Aufwand zu gro\u00df ist. Alle anderen Unternehmen jedoch k\u00f6nnen sich unabh\u00e4ngig von der Branche die Vorteile einer virtuellen Desktop-Infrastruktur zunutze machen. Lediglich bei der Projektumsetzung gilt es, ein paar Fallstricke zu umgehen\u201c, erkl\u00e4rt Thomas M\u00f6llerbernd, Field Product Manager bei Dell Technologies. \u201eDie L\u00f6sungen decken heute alle Anwendungsfelder ab. Auch bei der Auswahl der Endger\u00e4te sind die Unternehmen flexibel \u2013 das Angebot reicht vom Allrounder-Thin-Client bis hin zum hochspezialisierten Laptop.\u201c<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>(Bild) Mithilfe einer VDI konnten Arbeitspl\u00e4tze in der Pandemie schnell und effizient ins Homeoffice verlagert werden. (Quelle: Shutterstock)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehr Unternehmen denn je verlagern ihre Computerumgebung als virtuelle Instanzen ins Rechenzentrum. Eine solche Virtual Desktop Infrastructure (VDI) deckt heute nahezu jedes Einsatzszenario ab. Ein paar Einschr\u00e4nkungen gibt es allerdings. Dell unterzieht die Technik dem Reality Check. Mithilfe einer VDI konnten Arbeitspl\u00e4tze in der Pandemie schnell und effizient ins Homeoffice verlagert werden. 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