{"id":389,"date":"2022-04-20T16:14:08","date_gmt":"2022-04-20T14:14:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2022\/04\/20\/gratis-apps-umsonst-aber-auch-wirklich-kostenlos\/"},"modified":"2022-04-20T16:14:08","modified_gmt":"2022-04-20T14:14:08","slug":"gratis-apps-umsonst-aber-auch-wirklich-kostenlos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2022\/04\/20\/gratis-apps-umsonst-aber-auch-wirklich-kostenlos\/","title":{"rendered":"Gratis-Apps: Umsonst, aber auch wirklich kostenlos?"},"content":{"rendered":"<p>Es gibt sie zu tausenden in den App-Stores von Apple und Google: kostenlose Apps. Doch sind die Apps tats\u00e4chlich umsonst und wenn ja, wie verdienen die App-Anbieter \u00fcberhaupt ihr Geld? Immerhin werden sie die Apps wohl nicht aus reinem Altruismus programmiert haben! SpardaSurfSafe, eine Initiative der Stiftung Bildung und Soziales der Sparda-Bank Baden-W\u00fcrttemberg, zeigt, worauf man bei Gratis-Apps achten sollte, damit sich die vermeintlich kostenlosen Angebote nicht in Kostenfallen verwandeln.<\/p>\n<p>Vor rund einem Jahr warnten Kinder- und Jugendsch\u00fctzer davor, dass immer j\u00fcngere Kinder immer h\u00f6here Schulden anh\u00e4ufen. Zwar seien es selten Betr\u00e4ge jenseits von 1.000 Euro, doch selbst deutlich geringere Summen d\u00fcrften f\u00fcr Jugendliche nicht aus dem Taschengeld zu bestreiten sein. Hintergrund der Warnung ist der h\u00e4ufig naive Umgang mit sogenannten In-App-K\u00e4ufen. Denn obwohl die App an sich kostenlos ist, werden User dazu verf\u00fchrt, sich Zusatz-Features im App-eigenen Shop zu kaufen, etwa um schneller (oder \u00fcberhaupt) voranzukommen oder weil bestimmte begehrte Funktionen nur gegen Geld zur Verf\u00fcgung stehen. Meist handelt es sich dabei nur um kleinere einstellige Betr\u00e4ge, doch auch die k\u00f6nnen sich mit der Zeit aufsummieren. Umso wichtiger ist es daher, bei den Nutzern ein Bewusstsein zu schaffen, dass die Anbieter von Apps ihr Produkt nicht aus reiner Mildt\u00e4tigkeit kostenlos zur Verf\u00fcgung stellen. Auch sie wollen Geld verdienen \u2013 und wenn das nicht mit der App selbst funktioniert, dann eben \u00fcber In-App-K\u00e4ufe.<\/p>\n<p>\u201eEine gute App zu programmieren dauert Zeit und kostet viel Geld. Das muss der Anbieter nat\u00fcrlich mit dem Produkt wieder einspielen. Auch die Wartung, Anpassungen und Updates kosten. Daher m\u00fcssen die Programmierer sich Optionen \u00fcberlegen, wie sie diese Ausgaben wieder reinholen\u201c, erkl\u00e4rt G\u00f6tz Schartner vom Verein Sicherheit im Internet e. V., einem der Mitveranstalter von SpardaSurfSafe. Welche Optionen das sind und worauf man bei den einzelnen Varianten achten sollte, hat er f\u00fcr SpardaSurfSafe zusammengefasst.<\/p>\n<h4>Kostenlos, aber nur als Test- oder abgespeckte Version<\/h4>\n<p>Viele Apps lassen sich eine Zeit lang kostenlos nutzen. So k\u00f6nnen User sie testen und sich dann entscheiden, ob sie daf\u00fcr Geld ausgeben wollen. Nach dem Testzeitraum steht die App nur noch mit eingeschr\u00e4nktem Funktionsumfang oder gar nicht mehr zur Verf\u00fcgung. Einige Anbieter stellen auch grunds\u00e4tzlich nur Basisversionen kostenfrei zur Verf\u00fcgung. Wer die App in vollem Umfang nutzen will, muss zahlen.\u00a0Viele dauerhaft kostenfreie Apps, gerade Spiele, finanzieren sich \u00fcber Werbung. Nach jeder Runde l\u00e4uft ein Clip und w\u00e4hrend des Spiels sind Werbebanner am Bildschirmrand. Manchmal lassen sich zus\u00e4tzliche Leben oder Items durch das Ansehen von kurzen Clips freischalten. Oft kann der Nutzer dann w\u00e4hlen, ob er diese Items per In-App-Kauf bezahlen will oder lieber Werbung ansieht. Diese Art der Finanzierung ist durchaus legitim und birgt wenige Risiken f\u00fcr den Nutzer, da er lediglich mit seiner Zeit (und seinem Datenvolumen) bezahlt. Manche Apps werden allerdings durch die Werbung fast unbrauchbar.<\/p>\n<p>Meist sind die Apps dauerhaft kostenfrei, wer allerdings den vollen Funktionsumfang nutzen m\u00f6chte, muss Geld ausgeben. Oft sind es keine hohen Betr\u00e4ge, die man f\u00fcr zus\u00e4tzliche Features oder die jeweilige In-App-W\u00e4hrung ausgeben muss, trotzdem kann man schnell in die Kostenfalle tappen. Bezahlt wird z. B. per PayPal, Handyrechnung oder \u00fcber Credits der jeweiligen App-Stores. Besonders Kinder und Jugendliche verlieren dabei oft den \u00dcberblick, wie viel Geld sie eigentlich gezahlt haben. Daher empfiehlt es sich, In-App-K\u00e4ufe zu deaktivieren. Bei Android funktioniert das \u00fcber die Einstellungen im Play Store. Hier w\u00e4hlt man unter dem Punkt \u201eAuthentifizierung\u201c den Punkt \u201eAuthentifizierung f\u00fcr K\u00e4ufe erforderlich\u201c und hier wiederum die Option \u201eF\u00fcr alle K\u00e4ufe bei Google Play auf diesem Ger\u00e4t\u201c aus. Bei Apple-Ger\u00e4ten w\u00e4hlt man in den Einstellungen die App \u201eBildschirmzeit\u201c aus und geht dann zum Punkt \u201eBeschr\u00e4nkungen\u201c. Diese wird aktiviert und der erste Punkt \u201eK\u00e4ufe im iTunes &amp; App Store\u201c angeklickt. Dann kann man unter \u201eIn-App-K\u00e4ufe\u201c die Option \u201eNicht erlauben\u201c aktivieren. Alternativ l\u00e4sst sich \u00fcber den Mobilfunkanbieter eine Drittanbietersperre einrichten. So kann zumindest kein Geld \u00fcber die Handyrechnung abgebucht werden. Das gilt dann aber z. B. auch f\u00fcr das Abo von Spotify, f\u00fcr das man auf eine andere Bezahlm\u00f6glichkeit ausweichen muss. Hinzu kommt, dass sich unbeabsichtigte oder vorschnelle K\u00e4ufe etwa per PayPal so nicht verhindern lassen.<\/p>\n<p>Fast alle kostenlosen Apps nutzen mindestens eine dieser drei M\u00f6glichkeiten, um Geld zu verdienen. Hinzu kommt das Geld, das die App-Anbieter mit unseren Daten verdienen k\u00f6nnen. Oft fordern Apps bei Installation mehr Berechtigungen als f\u00fcr ihre eigentliche Funktion notwendig w\u00e4ren \u2013 inklusive der Weitergabe der eigenen Daten an Dritte. Geregelt wird das in den AGB oder den Nutzungsbedingungen, denen man zustimmen muss, um die App \u00fcberhaupt nutzen zu k\u00f6nnen. Was mit den so freigegebenen Daten dann passiert, ist nicht immer einfach herauszufinden. Manchmal werden sie verkauft, um personalisierte Werbung ausspielen zu k\u00f6nnen. Viele Apps erstellen au\u00dferdem umfangreiche Nutzungsprofile, die dann an Dritte verkauft werden.\u00a0Weitere Informationen zu diesem und vielen weiteren Themen stehen auf der Webseite von SpardaSurfSafe unter <a href=\"http:\/\/www.spardasurfsafe-bw.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.spardasurfsafe-bw.de<\/a> zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt sie zu tausenden in den App-Stores von Apple und Google: kostenlose Apps. Doch sind die Apps tats\u00e4chlich umsonst und wenn ja, wie verdienen die App-Anbieter \u00fcberhaupt ihr Geld? Immerhin werden sie die Apps wohl nicht aus reinem Altruismus programmiert haben! 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