{"id":391,"date":"2022-04-21T14:46:05","date_gmt":"2022-04-21T12:46:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2022\/04\/21\/identitaetsueberpruefung-ein-zukuenftiger-standard-fuer-europa\/"},"modified":"2022-04-21T14:46:05","modified_gmt":"2022-04-21T12:46:05","slug":"identitaetsueberpruefung-ein-zukuenftiger-standard-fuer-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2022\/04\/21\/identitaetsueberpruefung-ein-zukuenftiger-standard-fuer-europa\/","title":{"rendered":"Identit\u00e4ts\u00fcberpr\u00fcfung: Ein zuk\u00fcnftiger Standard f\u00fcr Europa"},"content":{"rendered":"<p>Die im vergangenen Jahrzehnt eingef\u00fchrte Technik f\u00fcr die automatische Online-Identit\u00e4tspr\u00fcfung bietet zweifellos eine Verbesserung der Abl\u00e4ufe und der Datenqualit\u00e4t f\u00fcr den Finanzsektor und die \u00f6ffentliche Verwaltung. Die Verfahren zur \u00dcberpr\u00fcfung der Kundenidentit\u00e4t (\u201eKnow Your Customer\u201c \u2013 KYC), die in der Vergangenheit in ihrer analogen Version kostspielig und zeitaufwendig waren, sind effizienter geworden und entsprechen den heutigen Anforderungen der Anwender an hochgradig flie\u00dfende und automatisierte Prozesse. Trotz dieser Verbesserungen bleibt die Einhaltung der Vorschriften aufgrund der Fragmentierung der regionalen Vorgaben die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung f\u00fcr Finanzinstitute und \u00f6ffentliche Verwaltungen.<\/p>\n<h4>Eine globale Fragmentierung<\/h4>\n<p>Die Verfahren zur Identit\u00e4ts\u00fcberpr\u00fcfung von Nutzern und B\u00fcrgern waren auf internationaler Ebene schon immer sehr uneinheitlich, wobei die Rechtsvorschriften von Kontinent zu Kontinent und (bis vor Kurzem in Europa) auch von Land zu Land unterschiedlich waren. Einige Modelle versuchten, sich durchzusetzen und als globaler Standard zu etablieren. Dazu z\u00e4hlt etwa das beliebte amerikanische Konzept, das Selfies von Personen nutzt, um eine Identit\u00e4t zu best\u00e4tigen. Es scheiterte aufgrund des damit verbundenen hohen Sicherheitsrisikos und konnte sich nicht durchsetzen, da Unternehmen und Verwaltungen ein langfristiges Compliance-System ben\u00f6tigten.<\/p>\n<p>Europa hat die Notwendigkeit erkannt, eine L\u00f6sung f\u00fcr einen Binnenmarkt mit 500 Millionen B\u00fcrgern anzubieten. Man ist dabei, den Bereich der digitalen Identit\u00e4t zu ver\u00e4ndern, um die unterschiedlichen Verfahrensweisen der Mitgliedstaaten anzugleichen und so einen einheitlichen Standard f\u00fcr die Remote-Identit\u00e4ts\u00fcberpr\u00fcfung zu schaffen. Der Finanzsektor mit der AML-Verordnung und der europ\u00e4ische Rechtsrahmen mit der eIDAS-Verordnung haben die europ\u00e4ische Regulierung dazu gebracht, diese starke, hochsichere und benutzerfreundliche digitale Identit\u00e4t zu \u00fcbernehmen.\u00a0In diesem Sinn ist die auf einem qualifizierten Zertifikat basierende elektronische Signatur, die nach einer Identit\u00e4ts\u00fcberpr\u00fcfung durch ein Echtzeitvideo ausgestellt wird, der auf europ\u00e4ischer Ebene geltende h\u00f6chste Sicherheitsstandard f\u00fcr die Identit\u00e4ts\u00fcberpr\u00fcfung einer Person. Diese Vereinheitlichung der Kriterien f\u00fcr die Remote-Identit\u00e4ts\u00fcberpr\u00fcfung bietet nicht nur eine einzige L\u00f6sung, die die h\u00f6chsten Sicherheitsstandards erf\u00fcllt, sondern auch die h\u00f6chsten Datenschutzstandards (GDPR).<\/p>\n<p>Diese Standardisierung wird f\u00fcr die europ\u00e4ische digitale Identit\u00e4t zu dem, was der Euro f\u00fcr die W\u00e4hrung zu Beginn des Jahrhunderts bedeutete. Vor seiner Einf\u00fchrung hatte jedes Land seine eigene W\u00e4hrung. Der Euro diente der Vereinheitlichung des europ\u00e4ischen Binnenmarktes und der Erleichterung des Handels zwischen den europ\u00e4ischen Mitgliedstaaten. Die qualifizierte elektronische Signatur mit Video-Identifizierung hat zu einem gemeinsamen Paradigma in dem Sinn gef\u00fchrt, dass das, was in einem EU-Land g\u00fcltig ist, auch in einem anderen Mitgliedstaat gilt. Ein Unternehmen wird in der Lage sein, Kunden virtuell zu registrieren oder die Sicherheit jeder Transaktion mit demselben System zu \u00fcberpr\u00fcfen, das in jedem Land der Mitgliedstaaten g\u00fcltig ist.\u00a0Unternehmen, die ihre Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit in Europa ausweiten wollen, k\u00f6nnen auf einem Markt mit \u00fcber 500 Millionen B\u00fcrgern und der zweitgr\u00f6\u00dften Volkswirtschaft der Welt gleichzeitig t\u00e4tig werden.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Schritt besteht nun darin, die Identifizierungsanforderungen und -systeme der verschiedenen Rechtsordnungen international zu koordinieren. Europa hat sich mit seinem souver\u00e4nen digitalen Identit\u00e4tssystem eIDAS eindeutig als f\u00fchrende Weltregion und Vorbild f\u00fcr die digitale einheitliche Identit\u00e4t durchgesetzt. Ein Modell, das sich mit den Pl\u00e4nen f\u00fcr das neue eIDAS2 weiterentwickeln wird. Die Unternehmen, die 2016 vorausschauend waren und diese Vision bereits verstanden hatten, sind die einzigen, die heute eine Technik und einen Service anbieten k\u00f6nnen, die den h\u00f6chsten europ\u00e4ischen Standards entsprechen, wobei eine nahtlose Benutzerfreundlichkeit und optimale Konversionsraten gew\u00e4hrleistet sind. Dieselben Firmen und ihre Kunden entwickeln in enger Zusammenarbeit mit den EU-Organen auch die Techniken, die die europ\u00e4ische und vielleicht globale Identit\u00e4t der Zukunft erm\u00f6glichen werden.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die im vergangenen Jahrzehnt eingef\u00fchrte Technik f\u00fcr die automatische Online-Identit\u00e4tspr\u00fcfung bietet zweifellos eine Verbesserung der Abl\u00e4ufe und der Datenqualit\u00e4t f\u00fcr den Finanzsektor und die \u00f6ffentliche Verwaltung. 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