{"id":526,"date":"2022-10-17T15:12:31","date_gmt":"2022-10-17T13:12:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2022\/10\/17\/avision-eigene-software-ist-besser-als-ein-abo-modell\/"},"modified":"2022-10-17T15:12:31","modified_gmt":"2022-10-17T13:12:31","slug":"avision-eigene-software-ist-besser-als-ein-abo-modell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2022\/10\/17\/avision-eigene-software-ist-besser-als-ein-abo-modell\/","title":{"rendered":"Avision: Eigene Software ist besser als ein Abo-Modell"},"content":{"rendered":"<p>Auf den ersten Blick ist lizenzbasierte Software au\u00dferordentlich \u00fcberzeugend: Monatliche Belastungen sind niedrig, Laufzeiten flexibel und Abo-Kosten lassen sich als Betriebskosten sogar direkt absetzen. Alles im gr\u00fcnen Bereich also?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Das Modell hat leider eine gigantische Schattenseite: Wenn Hersteller ihre Software gar nicht erst zum Kauf anbieten, bleibt nur das Abo als Option \u00fcbrig \u2013 Unternehmen zwingen die Nutzer damit nicht nur zu h\u00f6heren Kosten, sondern machen sie dar\u00fcber hinaus auch abh\u00e4ngig: Denn was passiert mit den verwendeten Daten und der investierten Arbeit, wenn das Abo ausl\u00e4uft, der Hersteller die Preise drastisch anhebt oder sogar pleitegeht? Besonders mit Blick auf die Aufbewahrungspflicht von abrechnungsrelevanten Daten entstehen dann schnell gro\u00dfe Probleme.\u00a0<\/p>\n<p>Genauso ungewiss sind alle Wechsel-Szenarien: ein Wechsel ist meist teuer, aufwendig und kompliziert \u2013 wenn er denn mangels Standardisierung \u00fcberhaupt m\u00f6glich sind. In der Folge bleiben Unternehmen lieber bei der gew\u00e4hlten L\u00f6sung und m\u00fcssen am eigenen Leib die Konsequenzen eines Vendor-Lock-in erfahren, also der Abh\u00e4ngigkeit von geschlossenen Systemen eines einzelnen Herstellers. Die zu Beginn oft bewusst g\u00fcnstig gehaltenen Angebote erreichen allerdings schnell ihre Grenzen, sodass Unternehmen f\u00fcr Zusatzfeatures oder Anpassungen an die wachsenden Anforderungen auf teure Premium-Accounts umsteigen m\u00fcssen. Die Kosten explodieren, auch weil in vielen F\u00e4llen etwa Cloud-Speicherplatz oder Funktionen Teil dieser Angebote sind, die der Kunde gar nicht ben\u00f6tigt, aber gezwungen ist zu abonnieren.<\/p>\n<p>Die Alternative zum Kauf von lizenzpflichtiger Software ist simpel \u2013 Unternehmen entwickeln eigene L\u00f6sungen oder modernisieren ihre bereits vorhandenen Systeme. Gerade in Hinsicht auf einen langfristigen Einsatz der Software mit kalkulierbaren Kosten und kaum Abh\u00e4ngigkeiten von Dritten sind hauseigene Entwicklungen Gold wert. Ein weiterer Vorteil: Unternehmen, die auf ihre internen L\u00f6sungen setzen, m\u00fcssen sich weniger Sorgen um das entstehende Architektur-Puzzle und die damit verbundenen Kompatibilit\u00e4tsprobleme machen, die bei dem Einsatz von vielen verschiedenen Tools und Plattformen schnell entstehen. Mit der richtigen Strategie, einer l\u00fcckenlosen Dokumentation und regelm\u00e4\u00dfigen Updates verhindern IT-Abteilungen auch die Entstehung von Legacy-Software von Beginn an.\u00a0<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen Abo- und Lizenz-Modelle hinterfragen. W\u00e4hrend viele dieser Standardl\u00f6sungen nur f\u00fcr Standardprobleme ausgelegt sind, schaffen es interne und individuelle Systeme sehr viel besser, den Anforderungen eines Unternehmens gerecht zu werden. Auch ganz ohne Abo-Falle.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf den ersten Blick ist lizenzbasierte Software au\u00dferordentlich \u00fcberzeugend: Monatliche Belastungen sind niedrig, Laufzeiten flexibel und Abo-Kosten lassen sich als Betriebskosten sogar direkt absetzen. 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