{"id":547,"date":"2022-11-24T15:37:41","date_gmt":"2022-11-24T14:37:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2022\/11\/24\/erfolgsmodell-fuer-schnellen-glasfaserausbau-in-deutschland\/"},"modified":"2022-11-24T15:37:41","modified_gmt":"2022-11-24T14:37:41","slug":"erfolgsmodell-fuer-schnellen-glasfaserausbau-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2022\/11\/24\/erfolgsmodell-fuer-schnellen-glasfaserausbau-in-deutschland\/","title":{"rendered":"Erfolgsmodell f\u00fcr schnellen Glasfaserausbau in Deutschland"},"content":{"rendered":"<p>Die F\u00f6rdert\u00f6pfe des Bundes f\u00fcr den Glasfaserausbau sind schon seit Mitte Oktober leer. St\u00e4dte und Gemeinden k\u00f6nnen in diesem Jahr keine Antr\u00e4ge mehr auf einen Bundeszuschuss stellen. Der Ausbau der Breitbandinfrastruktur vor allem in deutschen St\u00e4dten geht nach wie vor nur schleppend voran. Das soll sich \u00e4ndern: Der Projektentwickler metrofibre will den Glasfaserausbau in Deutschland \u00fcber Partnerschaften zwischen St\u00e4dten, Investoren und Projektentwicklungsexperten beschleunigen \u2013 privatwirtschaftlich finanziert, ohne den Einsatz von \u00f6ffentlichen Geldern. Kern des metrofibre-Konzepts ist ein Open Dark Fibre-Glasfasernetz, das Internet Service Provider als offene Infrastruktur pachten k\u00f6nnen. Die hochleistungsf\u00e4hige P2P- (Punkt zu Punkt) Architektur von metrofibre hebt sich vom sonst \u00fcblichen P2MP-Marktstandard (Punkt zu Multipunkt-Netzstruktur) ab. Durch eine konvergente Netzplanung kommt auch Schwung in den Roll-out des Mobilfunkstandards 5G sowie darauf aufbauende Smart City-Applikationen. Mit \u201eruhrfibre\u201c startet jetzt das erste gro\u00dfe Projekt von metrofibre gemeinsam mit der Stadt Essen und dem f\u00fchrenden Infrastruktur-Investor DIF Capital Partners.\u00a0<\/p>\n<p>Rund 150.000 Haushalte sowie Unternehmen, Krankenh\u00e4user und \u00f6ffentliche Einrichtungen sollen in den kommenden drei Jahren Zugang zum Hochgeschwindigkeitsnetz von ruhrfibre bekommen. Hinter metrofibre stehen mit Arndt Rautenberg, Dr. Hai Cheng und Andreas Kindt erfahrene Telekommunikationsexperten. \u201eDer Glasfaserausbau in Deutschland geht viel zu schleppend voran\u201c, sagt Arndt Rautenberg, Vorsitzender des Beirats und Mitgr\u00fcnder von metrofibre. \u201eDass wir mit einer Anschlussquote von 7,1 Prozent zu den Schlusslichtern der OECD geh\u00f6ren, ist bekannt. Staatliche Subventionen f\u00fchren dabei zu der absurden Situation, dass viele D\u00f6rfer etwa in Schleswig-Holstein oder in Bayern bald eine h\u00f6here FTTH-Anschlussquote aufweisen als die meisten Gro\u00dfst\u00e4dte. Das wollen wir \u00e4ndern.\u201c Arndt Rautenberg ist in der Branche kein Unbekannter. Als Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer einer renommierten Beratungsboutique begleitet er seit 10 Jahren Investoren bei der Finanzierung digitaler Infrastrukturprojekte. Zuvor war Rautenberg Strategiechef der Deutsche Telekom AG. Als erfahrener Strategie- und Finanzexperte hat er das metrofibre-Konzept ma\u00dfgeblich mitentwickelt. \u201eWir brauchen keine leeren Versprechen und auch keine Rosinenpickerei, wir brauchen eine funktionierende Strategie f\u00fcr den Aufbau einer fl\u00e4chendeckenden, hochleistungsf\u00e4higen Glasfaserinfrastruktur in unseren St\u00e4dten. Denn f\u00fcr sie geht es nicht nur um Standortattraktivit\u00e4t und Wettbewerbsf\u00e4higkeit, sondern immer mehr auch um Daseinsvorsorge in einer zunehmend digitalisierten Welt\u201c, erg\u00e4nzt er.<\/p>\n<p>Basis des innovativen Konzepts von metrofibre sind Joint-Ventures zwischen St\u00e4dten, Investoren und metrofibre als Projektentwicklungsgesellschaft. Kommunen sichern sich \u00fcber eine Beteiligung Mitspracherechte bei den Ausbaupl\u00e4nen, die Finanzierung erfolgt privatwirtschaftlich, metrofibre koordiniert den Netzausbau, vermarktet und vertreibt die passive Infrastruktur an Internet Service Provider. Diese schalten ihre eigene Aktivtechnik auf, sorgen f\u00fcr die notwendige Backbone- Anbindung und stellen auf dieser Basis die Internetprodukte f\u00fcr die Kunden bereit. Den Betrieb des passiven Netzes \u00fcbernimmt metrofibre. Aufgabe der ISPs ist es, die eigene Aktivtechnik zu \u00fcberwachen und deren Betrieb sicherzustellen.<\/p>\n<h4>Von der Finanzierung bis zum FTTH-Anschluss alles aus einer Hand<\/h4>\n<p>\u201eWir \u00fcbernehmen die gesamte Steuerung und Koordination entlang der Wertsch\u00f6pfungskette von der Beschaffung eines Investors \u00fcber die Verlegung der Glasfaserkabel in den Netzebenen 3 und 4. Das beschleunigt den Ausbau, entlastet die st\u00e4dtischen Haushalte und garantiert einen reibungslosen Ablauf\u201c, erkl\u00e4rt Christopher Rautenberg, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Mitgr\u00fcnder von metrofibre. Ein P2PNetz mit mindestens einem dedizierten Glasfaserpaar pro Haushalt, das ausschlie\u00dflich von diesem genutzt wird \u2013 das geh\u00f6rt zum metrofibre-Standard. Denn es braucht perspektivisch viel h\u00f6here und symmetrische Bandbreite f\u00fcr den Transport stetig wachsender Datenmengen \u2013 in Privathaushalten ebenso wie in Unternehmen oder Einrichtungen jeder Art. \u201eF\u00fcr den urbanen Netzausbau ist das Partnerschaftsmodell von metrofibre einzigartig\u201c, erg\u00e4nzt Dr. Hai Cheng, ebenfalls Mitgr\u00fcnder und Beiratsmitglied von metrofibre. \u201eEbenso neu ist, dass wir uns auf urbane R\u00e4ume und die grauen bzw. dunkelgrauen Flecken in Deutschland fokussieren und dort passive Open Dark Fibre Netze aufbauen \u2013 ohne eigene Endprodukte und nach dem klaren Prinzip \u201aWholesale only\u2018.\u201c Der Infrastruktur- und Netzexperte Cheng gr\u00fcndete Anfang der 2000er Jahre das Unternehmen Tropolys, das er auf- und ausbaute und 2005 an die Versatel AG verkaufte. Dort war er bis 2012 Technik-Vorstand.<\/p>\n<p>Auch der IT- und Vermarktungsexperte Andreas Kindt, Ex-Vorstand von T-Online (2002 bis 2006) und fr\u00fcherer CIO von T-Home (2006 bis 2008), z\u00e4hlt zum hochkar\u00e4tigen metrofibre-Gr\u00fcndungskreis und Beirat. \u201eIm Gegensatz zum traditionellen, vertikal integrierten Modell bauen wir ganz bewusst nur die Datenautobahnen, auf denen alle ISPs fahren und ihren Kunden ihre eigenen Glasfaser-Tarife anbieten k\u00f6nnen\u201c, sagt er. \u201eMit unserer P2P-Netzarchitektur, die ganz auf ungeteilte Bandbreite und Geschwindigkeit ausgerichtet ist, liefern wir dabei die zukunftssichere Variante unter den Glasfaseranschl\u00fcssen, besser geht es nicht. Das ist hoch attraktiv f\u00fcr unsere Vermarktungspartner, die Internet Service Provider.\u201c Eine abgestimmte, konvergente Netzplanung ist das erkl\u00e4rte Ziel von metrofibre und schon aus Effizienzgr\u00fcnden notwendig f\u00fcr St\u00e4dte auf ihrem Weg zur Smart City. \u201eWenn wir einmal dabei sind Glasfaserkabel zu verlegen, k\u00f6nnen wir gleichzeitig auch 5G-Mobilfunkstandorte, beispielsweise in Shopping-Centern oder an hochfrequentierten Stra\u00dfen und Kreuzungen mit Glasfaser versorgen. Das ist Teil unseres Konzepts\u201c, f\u00fchrt Christopher Rautenberg aus. St\u00e4dte beschleunigen so die Digitalisierung und schaffen durch die Vorbereitung des 5G-Rollouts die Voraussetzungen f\u00fcr die Transformation zu einer Smart City.<\/p>\n<p>Erstes Projekt \u201eruhrfibre\u201c mit der Stadt Essen und DIF Capital Partners gestartet Mit ruhrfibre ist jetzt das erste metrofibre-Projekt an den Start gegangen. Am 23. November 2022 haben die Projektentwicklungsgesellschaft metrofibre, der f\u00fchrende global aktive Infrastrukturinvestor DIF Capital Partners und die Stadt Essen offiziell den Vertrag f\u00fcr ihre Zusammenarbeit unterzeichnet und damit den Startschuss f\u00fcr einen fl\u00e4chendeckenden Glasfaserausbau in Essen bis zur letzten Meile gegeben. Die Stadt Essen ist \u00fcber ihre Tochter, die Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft GmbH (EVV), an der Netzgesellschaft ruhrfibre beteiligt. Rund 150.000 Haushalte sowie Unternehmen, Krankenh\u00e4user und \u00f6ffentliche Einrichtungen sollen in den kommenden drei Jahren in der Ruhrmetropole Zugang zum Hochgeschwindigkeitsnetz bekommen. Der Stadt Essen ist es dabei wichtig, dass nicht nur wirtschaftlich attraktive Stadtteile ans schnelle Internet angeschlossen werden, sondern das Hochgeschwindigkeitsnetz m\u00f6glichst fl\u00e4chendeckend verlegt wird. Der Glasfaserausbau erfolgt in enger Kooperation mit Stadt und kommunalen Unternehmen, um bestehende Infrastrukturen wie Leerrohrtrassen, Abwasserkan\u00e4le und U-Bahnsch\u00e4chte sinnvoll zu nutzen und Baustellen zu vermeiden. Der Baustart ist f\u00fcr das Fr\u00fchjahr 2023 vorgesehen.<\/p>\n<h4>\u00dcber metrofibre<\/h4>\n<p>metrofibre entwickelt, finanziert, baut und betreibt modernste Glasfasernetze und bringt so hochleistungsf\u00e4hige digitale Infrastruktur in den urbanen Raum. Basis daf\u00fcr ist eine zukunftssichere Punkt-zu-Punkt-Architektur (P2P), bei der in jeden Haushalt mindestens ein eigenes Glasfaserpaar gelegt wird. Ein konsequent passives, offenes Netzkonzept schafft dabei einen diskriminierungsfreien Zugang f\u00fcr alle Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen. metrofibre setzt auf enge Kooperationen mit Kommunen, regionalen Partnern sowie Investoren und leistet so einen wertvollen Beitrag zur digitalen Transformation und Standortentwicklung deutscher St\u00e4dte \u2013 privatwirtschaftlich finanziert und ohne den Einsatz von \u00f6ffentlichen Geldern. 2022 ist metrofibre mit dem ersten Projekt ruhrfibre gestartet: In einer engen Partnerschaft mit der Stadt Essen werden in den kommenden drei Jahren rund 150.000 Haushalte mit Glasfaseranschl\u00fcssen (FTTH) versorgt. Mehr Informationen unter <a href=\"https:\/\/www.metrofibre.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.metrofibre.de<\/a>.\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die F\u00f6rdert\u00f6pfe des Bundes f\u00fcr den Glasfaserausbau sind schon seit Mitte Oktober leer. 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