{"id":549,"date":"2022-12-01T12:36:12","date_gmt":"2022-12-01T11:36:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2022\/12\/01\/de-cix-praesentiert-5-tech-trends-fuer-2023\/"},"modified":"2022-12-01T12:36:12","modified_gmt":"2022-12-01T11:36:12","slug":"de-cix-praesentiert-5-tech-trends-fuer-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2022\/12\/01\/de-cix-praesentiert-5-tech-trends-fuer-2023\/","title":{"rendered":"DE-CIX pr\u00e4sentiert 5 Tech-Trends f\u00fcr 2023"},"content":{"rendered":"<p>Multi-Cloud, 5G und das Metaverse \u2013 im neuen Jahr warten eine ganze Reihe spannender Entwicklungen in der Tech-Welt auf die Branche. Dr. Thomas King, CTO von DE-CIX, hat f\u00fcnf Trends identifiziert, die das Interconnection-Gesch\u00e4ft und die vernetzte Welt 2023 pr\u00e4gen werden.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h4>1. Verschiedene Clouds besser verbinden\u00a0<\/h4>\n<p>Die Cloud ist inzwischen ein integraler Bestandteil der IT-Infrastruktur fast jedes Unternehmens. DIE Cloud kann aber auch zum Risiko werden, wenn man sich nur auf eine konzentriert \u2013 das sogenannte \u201eCloud Concentration Risk\u201c. Um zu vermeiden, in Abh\u00e4ngigkeit von nur einem einzigen Anbieter zu geraten, setzen immer mehr Unternehmen auf eine Multi-Cloud-Strategie. Diese hat dar\u00fcber hinaus den Vorteil, dass sich Unternehmen die jeweils besten Angebote von verschiedenen Anbietern heraussuchen k\u00f6nnen, um sich ein individuelles Cloud-Service-Portfolio zusammenzustellen. Eine solche verteilte Infrastruktur h\u00e4lt allerdings auch neue Herausforderungen bereit und beg\u00fcnstigt die Entstehung von Silos. Einzelne Anwendungen oder Workloads k\u00f6nnten in lediglich einer bestimmten Cloud \u201egefangen\u201c sein. Au\u00dferdem bieten einige Provider propriet\u00e4re Cloud-Anwendungen an, die nur von ihrer eigenen Plattform aus zug\u00e4nglich sind. Um auch in dieser komplexen Umgebung effizient arbeiten zu k\u00f6nnen, ist Cloud-zu-Cloud-Konnektivit\u00e4t zentral. 2023 werden wir erleben, dass sich Cloud-Router auf Interconnection-Plattformen verbreiten werden. Sie sorgen f\u00fcr hochperformante Verbindungen mit geringer Latenz und hoher Bandbreite zwischen den verschiedenen Clouds. Das verbessert die Interoperabilit\u00e4t zwischen Cloud-Umgebungen und erm\u00f6glicht die Synchronisierung von Daten, auch wenn sie bei unterschiedlichen Providern in verschiedenen Anwendungen liegen. So erh\u00e4lt Multi-Cloud einen weiteren Schub, da die Strukturen einfacher zu verwalten sind und zus\u00e4tzlichen Schutz f\u00fcr kritische Unternehmensdaten bieten.<\/p>\n<h4>2. 5G w\u00e4chst weiter\u00a0<\/h4>\n<p>Anders als fr\u00fchere Mobilfunknetzgenerationen ist 5G keine einzelne Technik. Stattdessen handelt es sich um eine Reihe unterschiedlicher Standards, die verschiedene Merkmale auf mehreren Ebenen umfassen. Dazu geh\u00f6ren die verwendete Frequenz, die Modulation und das Multiplexing sowie die Latenz. Auch wenn 5G bereits seit Jahren ein mediales Thema ist und viele Smartphones inzwischen \u00fcber den Standard verf\u00fcgen, ist die breite Einf\u00fchrung noch in einem fr\u00fchen Stadium. Wenn Unternehmen zum Beispiel beginnen, 5G in gro\u00dfem Umfang f\u00fcr das Internet der Dinge zu nutzen und zu vermarkten, wird sich der Technik-Stack weiterentwickeln, um die wachsenden kommerziellen Anforderungen zu erf\u00fcllen. 5G ist ein echter Meilenstein in der Technikgeschichte: Es kann Spitzen-Datenraten von bis zu 20 Gbit\/s erm\u00f6glichen, mit bis zu einer Million angeschlossener Ger\u00e4te pro Quadratkilometer. Die Daten\u00fcbertragung erfolgt dabei mit einer Latenzzeit von nur einer Millisekunde. Mit diesen Leistungswerten hat 5G das Potential, die verarbeitende Industrie zu revolutionieren. Hersteller aus der Automobilbranche wie BMW, Mercedes-Benz, VW und Ford setzen beispielsweise auf eigene 5G-Campusnetze f\u00fcr industrielle IoT-Anwendungen. Das volle Potenzial von 5G wird sich zwar erst innerhalb der n\u00e4chsten zehn Jahre offenbaren, doch bereits 2023 k\u00f6nnen wir weitere spannende Anwendungsf\u00e4lle erwarten.\u00a0<\/p>\n<h4>3. Resiliente Konnektivit\u00e4t aufbauen\u00a0<\/h4>\n<p>F\u00fcr digitale Unternehmen ist Vernetzung essenziell. Drohende Ausf\u00e4lle von Strom- oder Telekommunikationsnetzen k\u00f6nnten sie jedoch von wichtigen Daten abschneiden. Vor diesem Hintergrund gewinnt der Aufbau einer redundanten Infrastruktur an Bedeutung. Unternehmen werden sich im neuen Jahr verst\u00e4rkt damit befassen, wie sie ihre Verbindungen durch Redundanz vor Ausf\u00e4llen sch\u00fctzen k\u00f6nnen. Durch den Aufbau mehrerer Redundanzschichten ist es m\u00f6glich, die digitale Infrastruktur eines Unternehmens f\u00fcr kritische Datenstr\u00f6me so zu gestalten, dass \u201eSingle Points of Failure\u201c vermieden werden. Redundanz bezieht sich hierbei auf verschiedene Bereiche: Verwendung von Servern, Routern und anderen Netzwerkkomponenten unterschiedlicher Bauart und von verschiedenen Herstellern. Hinzu kommt die Sicherstellung der geografischen Verteilung der Datenspeicherung auf mehrere Rechenzentren und die Verwendung von redundanten, sich nicht \u00fcberschneidenden Glasfaserstrecken zur Verbindung der verschiedenen Standorte ebenso wie Gesch\u00e4ftsbeziehungen mit unterschiedlichen (Cloud-)Anbietern, um Konzentrationsrisiken zu vermeiden.\u00a0<\/p>\n<h4>4. Code-basierte Netzwerke: Tellus schl\u00e4gt Wurzeln\u00a0<\/h4>\n<p>Digitale Infrastrukturen werden f\u00fcr Unternehmen immer wichtiger aber auch immer komplexer und schwieriger zu verwalten, was IT-Teams zunehmend vor Probleme stellt. Hier kommt Network as Code ins Spiel. Diese Technik erlaubt es, mithilfe programmierbarer Komponenten Netzwerkarchitekturen als Software abzubilden. So k\u00f6nnen alle Vorteile einer Software-L\u00f6sung genutzt werden, wie Wiederholbarkeit, Versionierung und kontinuierliche Konfigurationsautomatisierung. Im Rahmen des Tellus Projekts, das Teil der europ\u00e4ischen Infrastrukturinitiative Gaia-X ist, entsteht eine derartige Umgebung, die die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette von Interconnection-Services einbezieht. Es handelt sich dabei um ein softwarebasiertes Netzwerk mit integrierten Software-Instanzen und homogenen Schnittstellen, das \u00fcber die Grenzen einzelner Anbieter hinausgeht und unabh\u00e4ngig vom \u00f6ffentlichen Internet bleibt, obwohl es dessen Infrastruktur nutzt. Die Software TellusX wird sowohl auf Ger\u00e4ten als auch auf Komponenten von Cloud- und Netzwerkdiensten installiert. Alle Tellus-f\u00e4higen Ger\u00e4te, Anbieter und Dienste k\u00f6nnen automatisiert miteinander kommunizieren, ihre Anforderungen bekannt geben und deren Einhaltung best\u00e4tigen. Damit werden sichere, leistungsstarke und automatisierte Verbindungen zwischen bestimmten Standorten und zu Cloud-Service-Anbietern, die f\u00fcr den jeweiligen Anwendungsfall konfiguriert sind, m\u00f6glich \u2013 ohne manuellen Konfigurationsaufwand. Die ersten Versionen von TellusX sollen im Jahr 2024 einsatzbereit sein.\u00a0<\/p>\n<h4>5. Das Fundament f\u00fcr Metaverse und Co. wird gelegt\u00a0<\/h4>\n<p>Das Internet der Zukunft wird definitiv anders aussehen als alles, was wir heute kennen. Nutzer werden sich dort vollkommen anders bewegen. Begrifflichkeiten daf\u00fcr gibt es viele, von web3 \u00fcber Metaverse bis hin zum immersiven Internet. Allen gemein ist: Dahinter steckt eine enorme technologische Konnektivit\u00e4t und h\u00f6chste Anforderungen an die Daten\u00fcbertragungsnetze sowie eine an die menschliche Wahrnehmung angepasste Latenz im einstelligen Millisekunden-Bereich. Damit sich die Science-Fiction von heute in den n\u00e4chsten Jahrzehnten tats\u00e4chlich zur Realit\u00e4t entwickeln kann, muss jeder von uns mit Hochleistungs-VR-Ger\u00e4ten ausgestattet sein, die in einem feinmaschigen Netz von Hochleistungsnetzwerken miteinander verbunden sind, um die synchrone und nahtlose \u00dcbertragung von Video-, Audio-, sensorischen und Cyber-Standortdaten sowie von unserem physischen Standort zu gew\u00e4hrleisten. Hier reicht kein singul\u00e4rer Ansatz einzelner Anbieter; bei der infrastrukturellen Umsetzung des Metaverse ist die Kollaboration verschiedener Anbieter der Schl\u00fcssel, um ein zukunftsf\u00e4higes Hochleistungsinternet aufzubauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Multi-Cloud, 5G und das Metaverse \u2013 im neuen Jahr warten eine ganze Reihe spannender Entwicklungen in der Tech-Welt auf die Branche. 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