{"id":600,"date":"2023-03-24T17:26:40","date_gmt":"2023-03-24T16:26:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2023\/03\/24\/tu-ilmenau-grosses-6g-netz-projekt-fuer-neue-multimedia-anwendungen\/"},"modified":"2023-03-24T17:26:40","modified_gmt":"2023-03-24T16:26:40","slug":"tu-ilmenau-grosses-6g-netz-projekt-fuer-neue-multimedia-anwendungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2023\/03\/24\/tu-ilmenau-grosses-6g-netz-projekt-fuer-neue-multimedia-anwendungen\/","title":{"rendered":"TU Ilmenau: Gro\u00dfes 6G-Netz-Projekt f\u00fcr neue Multimedia-Anwendungen"},"content":{"rendered":"<p>Die Technische Universit\u00e4t Ilmenau ist an einem gro\u00df angelegten Forschungsprojekt beteiligt, das 6G, das Mobilfunknetz der n\u00e4chsten Generation, so weiterentwickelt, dass neue Multimedia-Anwendungen m\u00f6glich werden. Im vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung gef\u00f6rderten 6G-NeXt-Projekt unter der F\u00fchrung der Deutschen Telekom AG erforschen elf Partner aus Wissenschaft und Industrie neue Softwarearchitekturen f\u00fcr die 6G-Netztechnologie. Zudem entwickeln sie ein neuartiges Anti-Kollisionssystem f\u00fcr die Luftfahrt ebenso wie ein innovatives Videokonferenzsystem mit holografischen dreidimensionalen Videos, das ohne 3D-Brillen auskommt \u2013 eine Technologie, wie es sie bisher nur in Filmen wie Star Wars zu sehen gab. Zurzeit (22. und 23. M\u00e4rz) trifft sich das Projektkonsortium an der TU Ilmenau, um wesentliche Planungsdetails abzustimmen.<\/p>\n<p>Mit dem Forschungsprojekt \u201e6G Native Extensions for XR Technologies (6G NeXt)\u201c startet die TU Ilmenau zusammen mit der Deutschen Telekom AG als Konsortialf\u00fchrer und sieben weiteren Partnern aus Forschung und Industrie in die neue Generation des Mobilfunkstandards 6G. Gemeinsam entwickeln sie neue Multimedia-Anwendungen: ein Anti-Kollisionssystem f\u00fcr die moderne Luftfahrt, ein Videokonferenzsystem mit holografisch in drei Dimensionen dargestellten Teilnehmerinnen und Teilnehmern und einen mobilen Gaming-Controller f\u00fcr die Spieleindustrie.<\/p>\n<h4>Anti-Kollisionssystem f\u00fcr intelligente Drohnen<\/h4>\n<p>Zivile Drohnen sollen k\u00fcnftig automatisch gesteuert fliegen und eigenst\u00e4ndig Zusammenst\u00f6\u00dfe vermeiden. Innovative 6G-\u00dcberwachungs- und Steuerungsprozesse werden die Flugbahnen der intelligenten Drohnen in Echtzeit \u00fcberwachen und mit Hilfe von Algorithmen Kollisionsrisiken vorhersagen. Im Gefahrenfall werden Ausweichman\u00f6ver berechnet und das Anti-Kollisionssystem \u00fcbernimmt, anders als bei heutigen Systemen, auch die Steuerung der f\u00fchrerlosen Luftfahrzeuge. In diesem Anwendungsfall ist es Aufgabe der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fachgebiets Audiovisuelle Technik der TU Ilmenau, zusammen mit weiteren Partnern den Erfolg der Drohnensteuerung zu vermessen. Daf\u00fcr erfassen sie Kenngr\u00f6\u00dfen des Netzes und der Steuerung, etwa Abst\u00e4nde zwischen den Flugobjekten und \u00dcbereinstimmungen mit Zielkoordinaten.<\/p>\n<p>Videokonferenzsystem in 3D ohne 3D-Brillen<\/p>\n<p>In einem zweiten Anwendungsfall von 6G NeXt wird ein neuartiges Videokonferenzsystem entwickelt, das weit \u00fcber heutige hinausgeht. So sollen die dreidimensionalen Hologramme der teilnehmenden Personen nicht wie in bisherigen Anwendungen mit Hilfe von 3D-Virtual-Reality-Brillen dargestellt werden, sondern in einem echt-holografischen Display in realistischer 3D-Tiefe, also ohne eine spezielle VR-Brille tragen zu m\u00fcssen. Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung dabei: die gro\u00dfe Menge an verarbeiteten visuellen Daten, die anfallen, weil ein sogenanntes volumetrisches, also dreidimensionales Video aufgezeichnet, \u00fcbertragen und wiedergegeben werden muss.<\/p>\n<p>Neuland betreten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nicht nur bei der Geschwindigkeit der Daten\u00fcbertragung, sondern auch bei der Aufl\u00f6sung der m\u00f6glichst realit\u00e4tsnahen Videobilder. Die Forscherinnen und Forscher der TU Ilmenau evaluieren in diesem Arbeitspaket das Nutzererleben w\u00e4hrend der holografischen Kommunikation. Fragen, die sie dabei beantworten werden: Wie nehmen die teilnehmenden Personen die r\u00e4umliche Darstellung wahr? Und kann damit mehr N\u00e4he zu den Gespr\u00e4chspartnerinnen und -partnern erzielt werden? Um die Servicequalit\u00e4t des neuen Videokonferenzsystems zu optimieren, werden dazu Parameter des Netzes ebenso analysiert wie die visuellen und die Audio-Signale.<\/p>\n<p>Die Forschungsarbeiten der TU Ilmenau finden im Ilmenau Interactive Immersive Technologies Center (I3TC) statt, dem neuen Forschungszentrum f\u00fcr modernste Virtual-Reality- und Augmented-Reality-Technologien. Bei diesen sogenannten immersiven Medien tauchen Nutzerinnen und Nutzer in Umgebungen der Virtuellen Realit\u00e4t ein, die sie durch optische und akustische Reize als real empfinden, oder die Realit\u00e4t wird mittels Augmented Reality durch zus\u00e4tzliche Informationen erweitert. Informationen: www.tu-ilmenau.de\/i3tc<\/p>\n<p>Das 6G-NeXt-Projekt wird im Rahmen des Programms \u201eKommunikationssysteme Souver\u00e4n. Digital. Vernetzt.\u201c vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung f\u00fcr drei Jahre gef\u00f6rdert (BMBF-F\u00f6rderkennzeichen 16KISK182).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Technische Universit\u00e4t Ilmenau ist an einem gro\u00df angelegten Forschungsprojekt beteiligt, das 6G, das Mobilfunknetz der n\u00e4chsten Generation, so weiterentwickelt, dass neue Multimedia-Anwendungen m\u00f6glich werden. Im vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung gef\u00f6rderten 6G-NeXt-Projekt unter der F\u00fchrung der Deutschen Telekom AG erforschen elf Partner aus Wissenschaft und Industrie neue Softwarearchitekturen f\u00fcr die 6G-Netztechnologie. 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