{"id":627,"date":"2023-05-16T13:48:53","date_gmt":"2023-05-16T11:48:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2023\/05\/16\/zurueck-ins-buero-ja-aber-freiwillig\/"},"modified":"2023-05-16T13:48:53","modified_gmt":"2023-05-16T11:48:53","slug":"zurueck-ins-buero-ja-aber-freiwillig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2023\/05\/16\/zurueck-ins-buero-ja-aber-freiwillig\/","title":{"rendered":"Zur\u00fcck ins B\u00fcro? Ja, aber freiwillig"},"content":{"rendered":"<p>Noch bis vor einigen Jahren galten Unternehmen mit Homeoffice-Angeboten als progressiv. Wie sich die Zeiten doch \u00e4ndern k\u00f6nnen. Nach der Pandemie-bedingten Z\u00e4sur und einer Verschiebung hinzu liberaleren Regelungen zur Wahl des Arbeitsortes k\u00f6nnen es sich Arbeitgeber kaum noch leisten, kein Homeoffice in der Jobbeschreibung zu nennen, schon gar nicht im Bereich Softwareentwicklung. Aber trotz der vielen Vorteile, die der heimische Arbeitsplatz bietet, ist das Bed\u00fcrfnis nach dem B\u00fcro noch nicht g\u00e4nzlich erloschen \u2013 auch nicht bei Entwicklerinnen und Entwicklern. Der pers\u00f6nliche Kontakt zu den Kollegen, die Smalltalks auf dem Flur, das gemeinsame Verspotten der Kaffeemaschine \u2013 irgendwie haben wir es doch alle zumindest ein wenig vermisst. Und trotz der vielen Nerd-Klischees \u00fcber die programmierende Zunft: Sogar ITler kommen wegen der sozialen Komponente ins B\u00fcro. Auch auf der Arbeitsebene k\u00f6nnen Zoom-Calls und E-Mails die Face-to-Face-Kommunikation nicht ersetzen. So f\u00e4llt etwa die Zusammenarbeit und der Austausch mit dem B\u00fcronachbarn einfacher, weil kein Anruf notwendig ist.<\/p>\n<p>Sollten Unternehmen deswegen ihren Angestellten im Sinne der Produktivit\u00e4t die R\u00fcckkehr ins B\u00fcro vorschreiben? Nein, Ablehnung und Unverst\u00e4ndnis w\u00e4ren die nachvollziehbaren Reaktionen. Aber das ist auch gar nicht n\u00f6tig, schlie\u00dflich gibt es bei der Entscheidung weit mehr Farbt\u00f6ne als nur Schwarz und Wei\u00df. Das wissen die meisten Arbeitgeber sicherlich und auch viele Mitarbeitende haben sich bereits wieder in den B\u00fcror\u00e4umen eingefunden. Wer sich als attraktiver Arbeitgeber aber wirklich von der Masse abheben und auf dem stark umk\u00e4mpften Arbeitsmarkt zuk\u00fcnftig bestehen will, der setzt auf hybride Modelle und bietet seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern flexible Arbeitsorte und -zeiten an. W\u00e4hrend in der \u00f6ffentlichen Diskussion insbesondere das Homeoffice medial viel Aufmerksamkeit erhielt, scheint es, als sei das B\u00fcro bei vielen Unternehmen und Arbeitnehmern fast in Vergessenheit geraten. Damit tun wir ihm Unrecht \u2013 denn ein zentraler, physischer Ort als gemeinsamer Treffpunkt kann sehr viel mehr sein, als nur eine leblose R\u00e4umlichkeit. Geben wir der Belegschaft daher lieber die Freiheit zu w\u00e4hlen, wo sie arbeiten m\u00f6chte und schaffen gleichzeitig echte Anreize, um auch hin und wieder ins B\u00fcro zu kommen. Ob anlassbezogene Events, im Falle von Software-Entwicklung auch Hackathons oder gemeinsames Coden und Workshops vor Ort: Sehen Angestellte den Mehrwert und haben gute Gr\u00fcnde f\u00fcr den Weg ins B\u00fcro, steigt die Akzeptanz. Das kommt dem Gemeinschaftsgef\u00fchl zu Gute, st\u00e4rkt die Bindung innerhalb der Teams und kann sicherlich auch die ein oder andere Entwicklerin beziehungsweise den ein oder anderen Entwickler davon \u00fcberzeugen, dass die Arbeit im B\u00fcro durchaus ihre Vorteile hat.<\/p>\n<p>Wie auch immer die letztendliche Gestaltung ausf\u00e4llt, Unternehmen sollten auf keinen Fall von oben herab Beschl\u00fcsse fassen, um die flexiblen Arbeitsmodelle von einem auf den anderen Tag zu ver\u00e4ndern. Die R\u00fcckkehr ins B\u00fcro per Dekret f\u00fchrt alle Bem\u00fchungen um Akzeptanz ad absurdum. Daher: Setzen wir lieber auf hybride Modelle, erfreuen uns an den Vorteilen des Homeoffice und machen aus den B\u00fcros Orte f\u00fcr ein offenes Zusammensein mit echtem Mehrwert \u2013 dagegen werden sich auch Entwicklerinnen und Entwickler nicht wehren.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Kommentar von Nadine Riederer, CEO beim IT-Dienstleister Avision<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch bis vor einigen Jahren galten Unternehmen mit Homeoffice-Angeboten als progressiv. Wie sich die Zeiten doch \u00e4ndern k\u00f6nnen. Nach der Pandemie-bedingten Z\u00e4sur und einer Verschiebung hinzu liberaleren Regelungen zur Wahl des Arbeitsortes k\u00f6nnen es sich Arbeitgeber kaum noch leisten, kein Homeoffice in der Jobbeschreibung zu nennen, schon gar nicht im Bereich Softwareentwicklung. 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