{"id":666,"date":"2023-09-01T14:42:45","date_gmt":"2023-09-01T12:42:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2023\/09\/01\/umsicht-foerderverein-dialog-zwischen-wissenschaft-und-gesellschaft\/"},"modified":"2023-09-01T14:42:45","modified_gmt":"2023-09-01T12:42:45","slug":"umsicht-foerderverein-dialog-zwischen-wissenschaft-und-gesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2023\/09\/01\/umsicht-foerderverein-dialog-zwischen-wissenschaft-und-gesellschaft\/","title":{"rendered":"UMSICHT-F\u00f6rderverein: Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft"},"content":{"rendered":"<p>Forschung hat Einfluss auf unser Leben. Sie ist jedoch nicht einfach zu verstehen. Umso wichtiger sind Menschen, die komplizierte Themen verst\u00e4ndlich kommunizieren. Zum 14. Mal hat der UMSICHT-F\u00f6rderverein in diesem Jahr genau solche Menschen und ihre Arbeiten ausgezeichnet. \u00dcber den UMSICHT-Wissenschaftspreis in der Kategorie Wissenschaft freute sich Dr.-Ing. Jan Girschik. Preistr\u00e4ger Jan Kerckhoff \u00fcberzeugte in Zusammenarbeit mit seiner Kollegin Susanne Delonge die Fachjury in der Kategorie Journalismus.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Zahlreiche G\u00e4ste fanden den Weg am 31. August ans Fraunhofer UMSICHT in Oberhausen. Der Grund: Die Verleihung des diesj\u00e4hrigen UMSICHT-Wissenschaftspreises \u2013 und das interessante Programm. Prof. G\u00f6rge Deerberg, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des UMSICHT-F\u00f6rdervereins, begr\u00fc\u00dfte mit folgenden Worten: \u00bbWir freuen uns, dass sich so viele Menschen f\u00fcr das Thema Wissenschaftskommunikation interessieren. Denn aktuell zeigen uns Klimawandel und globale Krisen einmal mehr auf, wie wichtig Ver\u00e4nderungen sind, die wissenschaftlich begleitet werden m\u00fcssen. Sie lassen sich erfolgreich nur mit einer breiten gesellschaftlichen Teilhabe und der entsprechenden Kommunikation herbeif\u00fchren.\u00ab Dem konnte Martin Schmidt nur zustimmen. Der wissenschaftliche Referent am Westf\u00e4lischen Landesmuseum f\u00fcr Industriekultur war eingeladen, um \u00fcber die Besonderheiten eines Industriemuseums als Ort der Wissenschaftskommunikation zu sprechen. Der Vortrag f\u00fcgte sich sehr gut in den Rahmen der Veranstaltung ein und zeigte, wie breit die Facetten der Wissensvermittlung sind.\u00a0<\/p>\n<h4>Preistr\u00e4ger Kategorie Wissenschaft: Dr.-Ing. Jan Girschik<\/h4>\n<p>Dr.-Ing. Jan Girschik erhielt den Preis f\u00fcr seine Dissertation \u00bbUntersuchung differenzdruckinduzierter Verformungen in Vanadium-Flow-Batterien sowie Optimierung kompensierender interner Flow-Fields f\u00fcr gro\u00dfformatige Flow-Zellen\u00ab an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum. Weg von fossilen Energien, hin zu erneuerbaren Energien \u2013 die Energiewende bringt enorme Herausforderungen mit sich. Eine davon ist der Einsatz effizienter Speichersysteme f\u00fcr gr\u00fcnen Strom. Vanadium-Flow-Batterien gelten im Bereich der station\u00e4ren Energiespeicher als besonders zukunftsstarke Technologie und k\u00f6nnen z. B. f\u00fcr die Pufferspeicherung von Strom aus PV-Anlagen eingesetzt werden. Doch gerade in gr\u00f6\u00dferen Flow-Batteriezellen, die das Potenzial zur betr\u00e4chtlichen Kostensenkung haben, k\u00f6nnen im Betrieb hohe Innendr\u00fccke entstehen. Was wiederum einen der wesentlichen Vorteile dieser Batterieart negativ beeintr\u00e4chtigt: die Lebensdauer. Jan Girschik hat das Problem erkannt und die Fluidf\u00fchrung der fl\u00fcssigen Speichermedien in den Batteriezellen optimiert. \u00bbMit den Untersuchungen konnte zum ersten Mal gezeigt werden, dass sich hohe Druckdifferenzen und Druckverluste in Flow-Batteriezellen nicht nur negativ auf die Systemeffizienz auswirken, sondern auch die internen Funktionskomponenten nachhaltig sch\u00e4digen und somit die Betriebslebensdauer der Batterien reduzieren k\u00f6nnen. Um dem entgegenzuwirken, wurden designtechnische Anpassungen der Elektroden erarbeitet, die mit nur geringem Umstellungsaufwand der Produktion auch in bereits kommerzialisierten Flow-Batterien \u00fcbernommen werden k\u00f6nnen\u00ab, erkl\u00e4rt Jan Girschik. Im Ergebnis konnte er so die Druckverluste bei gro\u00dfformatigen Vanadium-Flow-Batterien um bis zu 70 Prozent reduzieren und materialsch\u00e4digende Verformungen innerhalb der Batteriezellen verhindern. \u00bbDadurch erhoffe ich mir in Zukunft eine wesentlich ressourcen- und kosteneffizientere Bereitstellung von Energiegro\u00dfspeichern.\u00ab<\/p>\n<h4>Preistr\u00e4ger Kategorie Journalismus: Jan Kerckhoff<\/h4>\n<p>Jan Kerckhoff ist freier Journalist, Autor und Regisseur, ebenso wie seine Kollegin Susanne Delonge. Gemeinsam arbeiten sie mit den Themenschwerpunkten Wissenschaft, \u00d6kologie und Wirtschaft f\u00fcr Radio und Fernsehen. Ausgezeichnet wurde Jan Kerckhoff in Zusammenarbeit mit Susanne Delonge f\u00fcr die TV-Dokumentation \u00bbKlimakiller Beton \u2013 auf der Suche nach neuen Rezepten\u00ab aus der BR-Reihe \u00bbgut zu wissen\u00ab. Darin geht es um den Einfluss des Wohnungsbaus auf die Umwelt. Denn der hierf\u00fcr meistgenutzte Baustoff Beton entwickelt sich immer mehr zum Problem, indem er \u2013 genauer der enthaltene Zement \u2013 schon heute f\u00fcr gut 10 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich ist. Und der weltweite Bau-Boom ist ungebrochen. Die Wissenschaft forscht mit Hochdruck an alternativen Baustoffen. \u00bbNachhaltige Zusatzstoffe f\u00fcr Beton geben Hoffnung. In Kombination mit neuen Bau-Ideen und Wohnkonzepten sind bis zu 100 Prozent weniger CO2-Emissionen im Wohnungsbau m\u00f6glich\u00ab, erkl\u00e4rt Jan Kerckhoff. Doch warum z\u00f6gern die Verantwortlichen? Susanne Delonge: \u00bbNormaler Beton ist zu g\u00fcnstig. Eine Bepreisung der CO2-Emissionen von Beton k\u00f6nnte das Rad ins Rollen bringen.\u00ab<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Forschung hat Einfluss auf unser Leben. Sie ist jedoch nicht einfach zu verstehen. Umso wichtiger sind Menschen, die komplizierte Themen verst\u00e4ndlich kommunizieren. 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