{"id":801,"date":"2023-12-14T09:45:13","date_gmt":"2023-12-14T08:45:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/?p=801"},"modified":"2023-12-14T09:45:13","modified_gmt":"2023-12-14T08:45:13","slug":"nokia-auf-der-cop28-sechs-forderungen-die-klimaschutz-und-digitalisierung-verbinden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2023\/12\/14\/nokia-auf-der-cop28-sechs-forderungen-die-klimaschutz-und-digitalisierung-verbinden\/","title":{"rendered":"Nokia auf der COP28: Sechs Forderungen, die Klimaschutz und Digitalisierung verbinden"},"content":{"rendered":"<p>Bei der Klimakonferenz COP28, die gerade in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattgefunden hat, hat Nokia sechs Forderungen gestellt, um das Potenzial der Digitalisierung zu nutzen und den Weg zu Netto-Null-Emissionen zu ebnen.<\/p>\n<h4>1. Effizienzsteigerung in allen Bereichen: Die Welt wird ihre Netto-Null-Ambitionen nur mit einer umfassenden Digitalisierung erreichen.<\/h4>\n<p>Der Energiesektor ist daf\u00fcr ein gutes Beispiel. Die Energieerzeugung verursacht rund drei Viertel aller CO2-Emissionen. Um Netto-Null-Emissionen zu erreichen, m\u00fcssen wir die Nutzung erneuerbarer Energien massiv ausbauen. Doch Wind- und Sonnenenergie sind nicht immer vorhersehbar \u2013 es kann immer mal eine Flaute oder Wolken geben. Die Digitalisierung ist die Antwort. Voll digitalisierte und KI-gesteuerte Netze k\u00f6nnen erkennen, wer wann Energie ben\u00f6tigt, und k\u00f6nnen erneuerbare Energie aus Speichern und in Zukunft auch aus ruhenden Anlagen wie Mobilfunk-Basisstationen oder Elektrofahrzeugen abrufen. Die Digitalisierung hilft dabei auch vielen energieintensiven Industrien bei der Transformation. Selbst die Schwerindustrie, die sich mit der schnellen Dekarbonisierung schwer tut, wie etwa die Stahlproduktion, kann die Digitalisierung nutzen, um Fortschritte bei der Nachhaltigkeit zu erzielen.<\/p>\n<h4>2. Digitale Inklusion: Wir m\u00fcssen sicherstellen, dass alle L\u00e4nder und Wirtschaftssektoren digitalisieren und dekarbonisieren k\u00f6nnen.<\/h4>\n<p>Um das Ziel der Netto-Null-Emissionen zu erreichen, muss jedes Land seinen Beitrag leisten. Dies wird nicht m\u00f6glich sein, wenn digitale Technik in L\u00e4ndern mit niedrigem Einkommen nicht zug\u00e4nglich sind. Die Internationale Fernmeldeunion sch\u00e4tzt, dass heute noch rund 2,6 Milliarden Menschen offline sind. Das kann nicht so bleiben. Digitale Techniken, die Nachhaltigkeit, Effizienz, Arbeitspl\u00e4tze und Wohlstand erm\u00f6glichen, m\u00fcssen f\u00fcr alle zug\u00e4nglich sein. Auch einkommensschwache L\u00e4nder brauchen finanzielle Mittel f\u00fcr den Einsatz gr\u00fcner Techniken. Aber es geht nicht nur ums Geld. Die Staaten m\u00fcssen auch ernsthaft mit der Wirtschaft zusammenarbeiten, um den besten Weg zu finden, und sich dabei auf etablierte, anpassungsf\u00e4hige Techniken konzentrieren, die in gro\u00dfem Ma\u00dfstab eingesetzt werden k\u00f6nnen, wie z. B. Micro Grids.<\/p>\n<h4>3. KI f\u00fcr das Klima: Wir m\u00fcssen den verantwortungsvollen Einsatz von k\u00fcnstlicher Intelligenz in der Klimapolitik unterst\u00fctzen.<\/h4>\n<p>K\u00fcnstliche Intelligenz ist ein leistungsf\u00e4higes Instrument zur Verbesserung der Ressourceneffizienz in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Die KI-L\u00f6sung AVA von Nokia beispielsweise schaltet Netzressourcen je nach Netzverkehr ein und aus und senkt so den Energieverbrauch um bis zu 30 Prozent. Eigentlich sind die Netze zu komplex, als dass ein Softwareprogramm sie steuern k\u00f6nnte, aber KI erm\u00f6glicht es, Rohdaten in verwertbare Informationen umzuwandeln.<br \/>\nDie Macht der KI beunruhigt aber auch viele Menschen. Sie machen sich Sorgen \u00fcber falsche Informationen oder falsche Schlussfolgerungen. Den Regulierungsbeh\u00f6rden kommt daher eine besondere Rolle zu. Eine intelligente Regulierung kann sicherstellen, dass die positiven Kr\u00e4fte der KI freigesetzt werden und gleichzeitig das Vertrauen der \u00d6ffentlichkeit gewahrt bleibt. Eine intelligente Regulierung, die Innovation nicht erstickt, sondern f\u00f6rdert, erfordert einen kontinuierlichen Austausch zwischen Unternehmen und Regulierungsbeh\u00f6rden, um die Regeln an die KI anzupassen.<\/p>\n<h4>4. Mehr Kooperation: Niemand kann den Klimawandel alleine bew\u00e4ltigen.<\/h4>\n<p>Viele L\u00e4nder und Unternehmen, darunter auch Nokia, haben sich zu eigenen Nachhaltigkeitszielen verpflichtet. Dabei ist das gemeinsame Vorgehen entscheidend: Umfassende Kooperation bedeutet geb\u00fcndeltes Know-how. Beispielsweise kann die Industrie die zur Emissionsreduktion notwendigen Digitalisierungsl\u00f6sungen einbringen.<br \/>\nNichtregierungsorganisationen k\u00f6nnen ihre Pr\u00e4senz vor Ort nutzen, um auf problematische Standorte aufmerksam zu machen, und Staaten k\u00f6nnen Gesetze und Vorschriften verabschieden, um die Einf\u00fchrung von Techniken durch den Privatsektor zu beschleunigen. Viele Kooperationsstrukturen sind bereits vorhanden. In Sektoren oder Regionen, in denen dies noch nicht der Fall ist, sollten die Akteure vor Ort aktiv werden und Partner, Wettbewerber und Experten zusammenbringen. Ziel ist es, gemeinsame Projekte zu beschleunigen und Doppelarbeit zu vermeiden.<\/p>\n<h4>5. Ein gutes Umfeld f\u00fcr Investitionen: Wir m\u00fcssen sicherstellen, dass die makro\u00f6konomische Lage die Finanzierung der Transformation nicht behindert.<\/h4>\n<p>Die Internationale Energieagentur sch\u00e4tzt, dass die Schwellen- und Entwicklungsl\u00e4nder, die zusammen etwa zwei Drittel der Treibhausgase aussto\u00dfen, bis 2030 Investitionen in H\u00f6he von etwa 2 Billionen US-Dollar pro Jahr ben\u00f6tigen, um bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Das entspricht einer Verf\u00fcnffachung der derzeit geplanten Klimainvestitionen. Der Privatsektor spielt dabei eine herausragende Rolle. Nach Berechnungen des IWF wird der Privatsektor rund 80 Prozent der notwendigen Investitionen aufbringen m\u00fcssen. Aber es geht nicht nur um die Privatwirtschaft. Die Politik kann ein investitionsfreundliches Umfeld schaffen \u2013 zum Beispiel durch Ma\u00dfnahmen zur St\u00e4rkung der volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen, der Kapitalm\u00e4rkte und einer schlanken B\u00fcrokratie.<\/p>\n<h4>6. Gemeinsame Standards: Wir brauchen globale Standards, um die Skalierbarkeit von Klimaschutztechniken zu gew\u00e4hrleisten.<\/h4>\n<p>In der Telekommunikationsbranche tragen Sicherheit und Konsistenz gemeinsamer Standards dazu bei, Skaleneffekte zu erzielen und die Kosten f\u00fcr Forschung, Entwicklung und Hardware zu senken, nicht zuletzt durch mehr Wettbewerb. Dadurch wird die rasche und umfassende Einf\u00fchrung der Digitalisierung erheblich erleichtert.<br \/>\nStandards werden auch f\u00fcr die n\u00e4chste Generation von Digitalisierungstechniken wie 6G wichtig sein. Diese Techniken werden zwar erst in einigen Jahren zur Verf\u00fcgung stehen, aber die entsprechenden Standards werden bereits jetzt festgelegt. Regierungen und Unternehmen m\u00fcssen mit internationalen Gremien zusammenarbeiten, um die Entwicklung universeller, innovationsfreundlicher Standards zu unterst\u00fctzen, damit Unternehmen skalierbare L\u00f6sungen entwickeln k\u00f6nnen und die Menschen Vertrauen in neue Techniken gewinnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei der Klimakonferenz COP28, die gerade in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattgefunden hat, hat Nokia sechs Forderungen gestellt, um das Potenzial der Digitalisierung zu nutzen und den Weg zu Netto-Null-Emissionen zu ebnen. 1. Effizienzsteigerung in allen Bereichen: Die Welt wird ihre Netto-Null-Ambitionen nur mit einer umfassenden Digitalisierung erreichen. Der Energiesektor ist daf\u00fcr ein gutes Beispiel. 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