{"id":939,"date":"2024-03-05T09:46:39","date_gmt":"2024-03-05T08:46:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/?p=939"},"modified":"2024-03-05T09:48:05","modified_gmt":"2024-03-05T08:48:05","slug":"digitalisierung-im-handwerk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2024\/03\/05\/digitalisierung-im-handwerk\/","title":{"rendered":"Digitalisierung im Handwerk"},"content":{"rendered":"<p>Die Handwerksbetriebe in Deutschland verzeichnen eine deutliche Zunahme an Auftr\u00e4gen. Dies ist nat\u00fcrlich positiv, bedeutet andererseits jedoch auch, dass den vielbesch\u00e4ftigten Betrieben kaum Zeit bleibt, sich um zukunftsgerichtete Investitionsprojekte wie die Digitalisierung von Prozessen und Arbeitsbereichen zu k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Warum es dennoch genau jetzt f\u00fcr handwerkliche Betriebe wichtig ist, auf Digitalisierung zu setzen, erkl\u00e4rt Thomas Kruse, Produktmanager bei reichelt elektronik: \u201eDas Handwerk steht schon seit mehreren Generationen vor einer einzigartigen Herausforderung, die sie mit Bravour meistert: Sie haben immer wieder die Aufgabe, traditionelle Fertigkeiten mit technischen Neuerungen zu vereinen. Wir sind \u00fcberzeugt davon, dass sich die kleinen, handwerklichen Betriebe auch an diese neue Situation anpassen werden. Die Digitalisierung markiert einen bedeutenden Schritt, der zwar Ver\u00e4nderungen bringt, aber unerl\u00e4sslich ist, um die Zukunftsf\u00e4higkeit des Handwerks zu gew\u00e4hrleisten.\u201c<\/p>\n<h4>Keine Zeit, ungekl\u00e4rte Fragen: Warum Digitalisierung im Handwerk stockt<\/h4>\n<p>Bei einer betrieblichen Auslastung von 82 Prozent (Stand 3. Quartal 2023, laut Zentralverband des Deutschen Handwerks) ist es verst\u00e4ndlich, dass sich vor allem kleinere Betriebe \u00fcberw\u00e4ltigt f\u00fchlen und kaum Kapazit\u00e4ten f\u00fcr digitale Ver\u00e4nderungen haben. Hinzu kommen anhaltende Bedenken bez\u00fcglich der Security der Digitall\u00f6sungen. Laut einer Studie von Bitkom hindern neben hohen Investitionskosten vor allem die Sorge um die IT-, Datensicherheit sowie die Datenschutzauflagen das Handwerk daran, tiefer in die Digitalisierung einzutauchen. Dazu kommt der Mangel an digitalen Fachkenntnissen und einer klaren Vision: vor allem sehr kleine Handwerksbetriebe verzichten darauf, in eine Digitalstrategie zu investieren. Damit entsteht ein Teufelskreis: Denn gerade die dringend gesuchten neuen Fachkr\u00e4fte und Einsteiger in handwerkliche Berufe sch\u00e4tzen digitalisierte Prozesse und entscheiden sich eher f\u00fcr Arbeitgeber, die in Digitalisierung investieren.<\/p>\n<p>Was passiert, wenn ein Betrieb wenig oder gar nicht digitalisiert ist und immer noch auf Papier anstelle von digitalen Dokumenten setzt? Kurz gesagt: Sie werden bald den Anschluss verlieren. Nicht nur Datenverlust und -diebstahl sind eine Gefahr f\u00fcr Ihren Betrieb. Beispielsweise f\u00fchren die schlechte Planung von Ressourcen, die intransparente Durchf\u00fchrung von Projekten, unzureichende Kommunikation im Team und fehlende Standardisierung zu gehemmter Leistungsf\u00e4higkeit der Angestellten.<\/p>\n<p>Der Einsatz zeitgem\u00e4\u00dfer Techniken und digitaler Werkzeuge tr\u00e4gt dazu bei, diese Herausforderungen zu bew\u00e4ltigen. Sie erm\u00f6glichen den Mitarbeitern mehr Raum f\u00fcr Flexibilit\u00e4t sowie Wachstum und steigern die Effizienz \u2013 wie zum Beispiel der gemeinsame Zugriff auf ein Cloud-Dokument. Das eliminiert das Arbeiten an unterschiedlichen Versionen und f\u00f6rdert die Kommunikation in Echtzeit. Kommunikation ist auch ein Stichwort im Kundenkontakt: Laut Bitkom erwartet ein Gro\u00dfteil der Kundschaft mittlerweile eine individuelle Rund-um-die-Uhr-Betreuung mit schnellen R\u00fcckmeldungen und zeitnaher Auslieferungen von Produkten oder Dienstleistungen. Digitale L\u00f6sungen erleichtern die Betreuung des Kundenstamms und gew\u00e4hrleisten damit auch kontinuierlich die Kundenzufriedenheit.<\/p>\n<h4>Passende Ma\u00dfnahmen f\u00fcr Handwerksbetriebe<\/h4>\n<p>Wie k\u00f6nnen kleine handwerkliche Betriebe trotz der vielseitigen Herausforderungen also in digitale Projekte investieren und davon profitieren? Digitalisierung hei\u00dft nicht, sich m\u00f6glichst viele teure Software-Tools anzuschaffen. Es hei\u00dft digitale Instrumente in die bestehenden Prozesse einzubinden und diese zu straffen. Basis daf\u00fcr ist als allererstes eine gut funktionierende, abgesicherte Netzwerktechnik, die Voraussetzung f\u00fcr eine effiziente Kommunikation sowie erfolgreicher Datenaustausch ist. Wichtig dabei ist, zuerst die Anforderungen an das Netzwerk zu analysieren und danach die passenden Netzwerkkomponenten auszuw\u00e4hlen sowie zu konfigurieren.<\/p>\n<p>Genauso relevant ist der digitale Auftritt in Form einer eigenen Webseite, eines Social-Media-Kanals oder eines Eintrags in einem Branchenverzeichnis. Dieser steigert die Sichtbarkeit und beantwortet die ersten Fragen eines potenziellen Kunden. Gibt es repetitive Aufgaben in Ihrem Unternehmen, die Zeit und Ressourcen fressen? Auftragsverwaltungssysteme sorgen f\u00fcr eine effiziente Terminplanung, Echtzeit-Kommunikationsplattformen f\u00fcr beschleunigte Entscheidungsfindung und digitale Buchf\u00fchrung f\u00fcr eine automatisierte Rechnungsstellung. Anbieter von digitalen Tools bieten nicht nur die Technik an, sondern k\u00f6nnen auch die Kompetenzen der Mitarbeiter mit Schulungen f\u00f6rdern. Alle digitalen L\u00f6sungen sind darauf ausgelegt, bestehende Probleme auszugleichen und die Arbeitsbelastung auf die handwerklichen Betriebe und deren Angestellte zu senken.<\/p>\n<p>Auch im Jahr 2024 gilt: Eine in allen Betriebsprozessen integrierte Digitalisierung f\u00f6rdert die Innovationsf\u00e4higkeit und sorgt damit kurz- und langfristig f\u00fcr die Sicherung der Wettbewerbsposition. Zudem beeinflussen kritische Ereignisse die Stabilit\u00e4t weniger, da der Betrieb durch schlankere Prozesse und umfassender Verf\u00fcgbarkeit seiner Ressourcen flexibler ist. Auch wenn die Mehrheit der Handwerksbetriebe laut Bitkom an dem Thema F\u00f6rderprogramme resigniert und der Ansicht sind, dass diese an den tats\u00e4chlichen Bedarfen vorbei gehen (88 %), gibt es Programme, die die Digitalisierung finanziell unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Vielleicht k\u00e4mpfen Sie in Ihrem Betrieb auch mit Fachkr\u00e4ftemangel oder Lehrlingsschwund? Digitalma\u00dfnahmen optimieren interne Prozesse wie das Onboarding-Programm oder Mitarbeitertrainings und machen den Betrieb attraktiver f\u00fcr Bewerber. Mittlerweile sind moderne technischen L\u00f6sungen f\u00fcr Handwerksbetriebe so weit ausgreift, dass Sie sich diese individuell nach Ihren W\u00fcnschen anpassen lassen. Zudem sind sie erschwinglicher als noch vor ein paar Jahren.<\/p>\n<h4>Herausforderungen annehmen, Chancen nutzen<\/h4>\n<p>Das Potenzial der Digitalisierungsma\u00dfnahmen wird von den meisten Betrieben anerkannt. Aktuell fehlt, dank der guten Auftragslage und den vollen To-Do-Listen, noch der Ansporn es auch umzusetzen \u2013 die Pandemie und gesellschaftliche Herausforderungen wie der Fachkr\u00e4ftemangel schafften das bisher nur streckenweise. Aber die meisten Betriebe haben schon ihre Wunschliste f\u00fcr die Einf\u00fchrung von Digitalisierungs-Tools zusammengestellt: Ganz oben stehen Investitionen in Anwendungen f\u00fcr die Bereiche Finanzen sowie Einkauf und Beschaffung. Erste Schritte sind auch im Bereich \u201eSocial Media im beruflichen Kontext\u201c zu sehen. K\u00fcnftig ist es von entscheidender Bedeutung, dass Handwerksbetriebe die Digitalisierung nicht nur halbherzig angreifen sollten. Denn sie ist eine gro\u00dfe Chance, um den eigenen Betrieb resilient gegen Wettbewerber und attraktiv f\u00fcr neue Fachkr\u00e4fte zu machen \u2013 und somit eigentlich unabdingbar, um im modernen Wirtschaftsumfeld zu bestehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Handwerksbetriebe in Deutschland verzeichnen eine deutliche Zunahme an Auftr\u00e4gen. 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