{"id":96,"date":"2021-06-09T14:00:52","date_gmt":"2021-06-09T12:00:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2021\/06\/09\/malware-stiehlt-1-2-tb-daten\/"},"modified":"2021-06-09T14:00:52","modified_gmt":"2021-06-09T12:00:52","slug":"malware-stiehlt-1-2-tb-daten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2021\/06\/09\/malware-stiehlt-1-2-tb-daten\/","title":{"rendered":"Malware stiehlt 1,2 TB Daten"},"content":{"rendered":"<p>Im Rahmen einer Studie wurden von NordLocker in Zusammenarbeit mit unabh\u00e4ngigen Forschern statistische Daten von weltweit insgesamt 3,25 Millionen mit einem Trojaner infizierten Windows-Computern analysiert. Die k\u00fcrzlich entdeckte Datenbank beinhaltet 1,2 Terabyte gestohlener Informationen, einschlie\u00dflich Milliarden pers\u00f6nlicher Informationen wie Passw\u00f6rter, Cookies und Dateien aus den Jahren 2018 bis 2020. Ungef\u00e4hr 22% der gestohlenen Cookies waren an dem Tag des Funds noch g\u00fcltig.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>\u201eDiese Malware ist nur die Spitze des Eisbergs, da viele unwissende Menschen jeden Tag mit Tausenden verschiedenen Typen von Malware konfrontiert werden. Die neusten Statistiken zeigten im Jahr 2020 \u00fcber 111 Millionen Malware-Infektionen auf Windows-Ger\u00e4ten\u201c, sagt Oliver Noble, Datenschutzexperte bei NordLocker. \u201eUnsere Studie besch\u00e4ftigt sich mehr mit der Malware, um zu zeigen, wie Hacker agieren und was Computerviren anrichten k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Um die alarmierenden Ergebnisse zu veranschaulichen, haben die Forscher gestohlene entpersonalisierte Daten mit den NordLocker Analytikern geteilt. Die Analysten haben die wertvollsten Daten dann in vier Kategorien unterteilt: Anmeldedaten, Cookies, Dateien und Softwaredaten.<\/p>\n<p>Anmeldedaten<\/p>\n<p>Die unbenannte Malware, die \u00fcber E-Mails und illegale Software verteilt wurde, hat insgesamt ungef\u00e4hr 26 Millionen Anmeldedaten von circa 1 Millionen unterschiedlichen Webseiten gestohlen. Die meistbetroffenen Services waren Social Media Plattformen wie Facebook (1,5 Millionen gestohlene Anmeldedaten), Twitter (261.773) und Instagram (153.754), E-Mail-Dienste, wie Google (1,5 Millionen), Outlook (403.580) und Yahoo (224.961) und Streaming Seiten, wie Netflix (170.067), Twitch (106.690) und Spotify (61.349).<\/p>\n<h4>Cookies<\/h4>\n<p>Unter der erstaunlichen Menge der gestohlenen Daten, fanden die NordLocker-Analysten mehr als 2 Milliarden Cookies, von denen 22% am Tag des Funds g\u00fcltig waren. Der Gro\u00dfteil der gestohlenen Cookies stammen von Online-Marktplattformen, wie AliExpress (4,8 Millionen gestohlener Cookies), Online Gaming Plattformen, wie Steam (2 Millionen), Services zum File hosten und teilen, wie MediaFire (3,2 Millionen), Social Media, wie Facebook (8 Millionen) und Video Streaming Services, wie YouTube (17,1 Millionen).<\/p>\n<p>Cookies sind f\u00fcr einige Webseiten wichtig, allerdings k\u00f6nnen sie Hackern auch dabei helfen, sich ein sehr genaues Bild des Webseitenbesuchers zu machen, einschlie\u00dflich seines Standorts, seinem Browser-Verlauf, seinen Gewohnheiten und Interessen. Wenn ein Cookie gestohlen wird, kann ein Internetkrimineller die Identit\u00e4t des Opfers annehmen oder sogar unberechtigten Zugriff auf die Online-Accounts erlangen.<\/p>\n<p>\u201eEinige Hacker k\u00f6nnen zwar vielleicht nicht durch Cookies ein Bankkonto leeren, sie k\u00f6nnen trotzdem auf den Namen einer Bank und die dar\u00fcber erledigten Transaktionen zugreifen. Diese Informationen k\u00f6nnen f\u00fcr Phishing Angriffe genutzt werden, in denen Hacker sich als Vertreter der Bank ausgeben, um an deine Daten zu gelangen\u201c, erkl\u00e4rt Oliver Noble.<\/p>\n<h4>Dateien<\/h4>\n<p>Die Malware hat \u00fcber 6,6 Millionen Dateien gestohlen, die auf dem Desktop oder in den den Download-Ordnern gespeichert waren. 50% dieser Dateien sind Textdateien, \u00fcber 16% sind Bilddateien, wie .png und .jpg und circa 10,5% der gestohlenen Dateien sind im doc., docx. und .pdf Format.<\/p>\n<p>\u201eDurchschnittlich hat die Malware nur 2 Dateien von jedem Computer gestohlen. Das zeigt, dass User schlauer und sicherer werden im Umgang mit ihren Dateien, indem sie diese in einer Cloud sch\u00fctzen\u201c, sagt der Datenschutzexperte von NordLocker. \u201eAllerdings haben wir auch herausgefunden, dass einige Menschen ihre privaten Dokumente, Kopien ihrer P\u00e4sse und Passw\u00f6rter im Notepad auf ihrem Desktop speichern und damit riskieren, dass diese Dateien gestohlen werden.\u201c<\/p>\n<h4>Software-Daten<\/h4>\n<p>Die analysierte Datenbank beinhaltet auch Autofill-Daten und Zahlungsinformationen von 49 Anwendungen. Die Studie von NordLocker zeigt, dass die Malware gezielt Apps, meistens Webbrowser aussuchte, um den Gro\u00dfteil der Daten zu stehlen. Au\u00dferdem wurden Daten aus Kommunikationsapps, E-Mail-Services, Filesharing- und Gaming-Portalen extrahiert. Der Virus hat zum Beispiel 19,4 Millionen Anmeldedaten (E-Mail-Adresse mit dem dazugeh\u00f6rigen Passwort) von Google Chrome, 3,3 Millionen Anmeldedaten von Mozilla Firefox und 2 Millionen von Opera gestohlen. Es gibt tausende gestohlene Anmeldedaten von Torch, Brave, Vivadi und Yandex.<\/p>\n<p>\u201eDieser Teil der Daten sollte alarmierend sein f\u00fcr jeden, der die Autofill-Funktion im Browser nutzt. Die Funktion ist zwar sehr bequem und zeitsparend, bringt aber viele Sicherheitsrisiken mit sich, da sie nicht sicher gegen Malware ist. Gestohlene Anmeldedaten helfen Hackern dabei, sich in deine Online-Accounts einzuloggen und auf pers\u00f6nliche Informationen zuzugreifen. Es kann auch eine Weile dauern, bis man die verd\u00e4chtigen Aktivit\u00e4ten bemerkt\u201c, gibt Oliver Noble an.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen einer Studie wurden von NordLocker in Zusammenarbeit mit unabh\u00e4ngigen Forschern statistische Daten von weltweit insgesamt 3,25 Millionen mit einem Trojaner infizierten Windows-Computern analysiert. Die k\u00fcrzlich entdeckte Datenbank beinhaltet 1,2 Terabyte gestohlener Informationen, einschlie\u00dflich Milliarden pers\u00f6nlicher Informationen wie Passw\u00f6rter, Cookies und Dateien aus den Jahren 2018 bis 2020. 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