{"id":998,"date":"2024-04-09T07:54:37","date_gmt":"2024-04-09T05:54:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/?p=998"},"modified":"2024-04-17T05:17:55","modified_gmt":"2024-04-17T03:17:55","slug":"25-gigabit-s-in-der-praxis-ein-leistungsbeweis-von-trendnet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/index.php\/2024\/04\/09\/25-gigabit-s-in-der-praxis-ein-leistungsbeweis-von-trendnet\/","title":{"rendered":"2,5 Gigabit\/s in der Praxis \u2013 ein Leistungsbeweis von Trendnet"},"content":{"rendered":"<p>Rechnerisch ist eine erhebliche Leistungssteigerung durch die Nutzung von 2,5 Gigabit\/s m\u00f6glich. Dies haben die Datendurchsatztests im ersten Teil dieses Artikels nachdr\u00fccklich bewiesen. Im t\u00e4glichen Einsatz \u2013 also einfach beim Arbeiten ohne gro\u00dfes Nachdenken \u00fcber die genutzte Technik \u2013 muss 2,5 Gigabit\/s ebenfalls zeigen, dass die Technik sich lohnt. Entsprechend wurde im hiesigen Netz ein Linux-Server mit einem darauf laufenden Samba-Server mit einer der beiden Netzwerkkarten des Typs TEG-25GECTX von Trendnet best\u00fcckt, die Trendnet ans Redaktionsb\u00fcro geliefert hatte (die Karte kostet bei Reichelt derzeit rund 40\u20ac). Die 2. davon steckte in der Windows-Maschine, an der auch dieser Artikel hier entstand. Sowohl unter Windows 10 im aktuellen Releasestand wie auch unter Linux funktionierten die Netzwerkkarten v\u00f6llig problemlos und ohne Installation zus\u00e4tzlicher Treiber.<\/p>\n<figure id=\"attachment_999\" aria-describedby=\"caption-attachment-999\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-999 size-medium\" src=\"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/TEG-25GECTX_v1.0R_d03_2-300x300.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/TEG-25GECTX_v1.0R_d03_2-300x300.png 300w, https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/TEG-25GECTX_v1.0R_d03_2-150x150.png 150w, https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/TEG-25GECTX_v1.0R_d03_2-768x768.png 768w, https:\/\/www.lan-wan-telecom.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/TEG-25GECTX_v1.0R_d03_2.png 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-999\" class=\"wp-caption-text\">Die TEG-25GECTX arbeitete zuverl\u00e4ssig und verursachte keinerlei Installationsaufwand<\/figcaption><\/figure>\n<p>Beide f\u00fcr den Testbetrieb genutzten Computer geh\u00f6ren nicht gerade zur Haute Couture der PC-Technik. Doch dem B\u00fcroalltag auch mit durchaus komplexen Aufgaben sind die Maschinen noch immer vollkommen gewachsen (i7 bzw. i5 der 4. Generation, jeweils 16 GByte RAM).<\/p>\n<p>Beim Schreiben, dieses Artikels beispielsweise \u2013 im Redaktionsb\u00fcro werden alle Dateien auf einem zentralen Server gespeichert und bearbeitet \u2013 kamen die Vorz\u00fcge der neuen Technik eher selten zur Geltung: Textdateien sind \u2013 selbst mit eingebetteten OLE-Inhalten einfach zu klein, als dass beim Speichern und \u00d6ffnen ein Geschwindigkeitsunterschied bemerkbar w\u00e4re. Sp\u00e4testens aber beim t\u00e4glichen Backup auf eine an den Client angeschlossene SSD trat der Tempovorteil klar zutage.<\/p>\n<p>Auch beim Bearbeiten von gro\u00dfen Bilddateien mit einer Bildbearbeitung, um sie druckf\u00e4hig zu machen fiel der Vorteil direkt auf, die Ladezeit verk\u00fcrzte sich, und das Speichern ging sogar erheblich schneller von der Hand. Im Grund verlief die gesamte Arbeit an allen Arten von Dokumenten eines Redaktionsb\u00fcros fl\u00fcssiger, schneller und angenehmer.<\/p>\n<p>Verbl\u00fcffend ist dabei auch, dass dies auch dann galt, wenn als Gegenst\u00fcck keine SSD als Speichermedium genutzt wurde, sondern eine normale HDD. Dies l\u00e4sst sich darauf zur\u00fcckf\u00fchren, dass ein Samba-Server die Schreibzugriffe zun\u00e4chst in den Cache umlenkt und erst anschlie\u00dfend auf die Festplatte wegschreibt. Im normalen B\u00fcroalltag \u2013 soviel steht f\u00fcr die Redaktion fest \u2013 ist 2,5 Gigabit\/s ein echter Zugewinn f\u00fcr alle Mitarbeiter, eine Technik also, die die Produktivit\u00e4t steigert und f\u00fcr ein angenehmeres Arbeiten sorgt.<\/p>\n<p>In einer anderen Anwendung zeigte die schnellere Technik ebenfalls deutliche Vorteile: Der hausinterne Webserver ist ein uralter i5 (1. Generation, 8 GByte RAM), nur mit dem n\u00f6tigsten an Plattenspeicher ausgestattet \u2013 der erforderliche Plattenplatz stammt von einem der Fileserver und ist via NFS eingebunden. Dieses Protokoll war lange Zeit die beste M\u00f6glichkeit, Plattenspeicher im Linux-Umfeld zur Verf\u00fcgung zu stellen und verf\u00fcgt auch heute noch \u00fcber viele Vorz\u00fcge insbesondere im Umgang mit den Unix-typischen Zugriffsrechten und derlei mehr. Insbesondere der Umgang mit Anwendungen wie NextCloud oder Seafile ist f\u00fcr diesen Server essenziell, damit f\u00fcr alle Mitarbeiter ein Zugriff auf Firmendaten von unterwegs m\u00f6glich ist. Die dank 2,5 Gigabit\/s Anbindung deutlich h\u00f6here Bandbreite der NFS-Verbindung zum Plattenspeicher sorgte f\u00fcr erheblich beschleunigte Zugriffe auf die dahinterliegenden Daten und bedeutete einen sp\u00fcrbaren Geschwindigkeitsvorteil.<\/p>\n<p>Dieser Webserver liefert \u00fcber Seafile und NextCloud knapp 500GB an Daten aus, meist kleine bis mittelgro\u00dfe Dateien. Durch die Beschleunigung konnte der Webserver Anfragen schneller beantworten und \u201ef\u00fchlte\u201c sich deshalb erheblich agiler und schneller an als zuvor. Dies lag vermutlich daran, dass die beiden hinter den Cloud-Anwendungen liegenden Datenbanken ihre Antworten einfach schneller im lokalen Netz ausliefern konnten.<\/p>\n<p>Kleine Dateien erfahren \u2013 wie schon im vorigen Artikel zu der h\u00f6heren Bandbreite festgestellt \u2013 eine erheblich st\u00e4rkere Beschleunigung als man gemeinhin erwarten d\u00fcrfte. Als Erkl\u00e4rung f\u00fcr dieses Verhalten d\u00fcrfte sein, dass die Netzverbindung sp\u00e4ter vollkommen ausgelastet ist, auch wenn sie es angesichts der kleinen Datenmenge gar nicht sein d\u00fcrfte: Die LAN-Karten und Switches schalten so schnell wie m\u00f6glich in den Jumbo-Frame-Modus mit gr\u00f6\u00dferen Paketl\u00e4ngen \u2013 und die werden dann aber ohne vollst\u00e4ndige Nutzlast auf die Reise geschickt. Durch die Verbindung passen aber bei 2,5 Gigabit\/s mehr als doppelt so viele solcher Pakete, zugleich erlaubt der zugeh\u00f6rige Ethernet-Standard die Paketl\u00e4nge dynamisch an die zu versendenden Daten anzupassen \u2013 dieses auf den ersten Blick widerspr\u00fcchliche Verhalten sorgt f\u00fcr den deutlichen Geschwindigkeitszuwachs.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich wird man die Effekte deutlich besser zu z\u00e4hlbarem Geschwindigkeitszuwachs zusammenfassen k\u00f6nnen, wenn in einer Umgebung sehr oft mit sehr gro\u00dfen Dateien gearbeitet wird, allerdings sollte man unter diesen Umst\u00e4nden dann besser gleich \u00fcber 10 Gigabit\/s nachdenken \u2013 der gro\u00dfe Bruder von 2,5 Gigabit\/s ist zwar noch immer erheblich teurer, liefert aber im Idealfall auch die 4-fache Geschwindigkeit. Allerdings sollte niemand die Auswirkung der h\u00f6heren LAN-Bandbreite in Firmenumgebungen \u00fcbersch\u00e4tzen: Schon bei 2,5-Gigabit\/s sind oft genug die in Firmenservern eingesetzten Festplatten der eigentliche Engpass, so dass die theoretisch erreichbare \u00dcbertragungsgeschwindigkeit in der Praxis ein sch\u00f6ner Traum bleibt. Aber: selbst wenn die Platten zu langsam sind, um die M\u00f6glichkeiten der neueren Technik auszureizen \u2013 es bleibt ein erheblicher Geschwindigkeitsvorteil gegen\u00fcber den bislang genutzten Techniken.<\/p>\n<p>Am Ende z\u00e4hlte aber, dass man die neue Technik letztlich nicht mehr bemerkte, sondern, dass auffiel, dass alles irgendwie langsamer, z\u00f6gerlicher lief, wenn man an einem Rechner mit 1 Gigabit\/s sa\u00df. Man gew\u00f6hnt sich so schnell an die bessere Technik, dass man ihr Fehlen st\u00e4rker als ihr Vorhandensein bemerkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Stephan Mayer<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rechnerisch ist eine erhebliche Leistungssteigerung durch die Nutzung von 2,5 Gigabit\/s m\u00f6glich. Dies haben die Datendurchsatztests im ersten Teil dieses Artikels nachdr\u00fccklich bewiesen. Im t\u00e4glichen Einsatz \u2013 also einfach beim Arbeiten ohne gro\u00dfes Nachdenken \u00fcber die genutzte Technik \u2013 muss 2,5 Gigabit\/s ebenfalls zeigen, dass die Technik sich lohnt. 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