Ob beim Straßenkarneval, im Festzelt oder in der Kneipe – in diesem Jahr haben Millionen Menschen besonders viele Karnevalsmomente per Smartphone geteilt. So verzeichnet das Mobilfunknetz der Telekom einen neuen Rekord: In den Karnevalshochburgen Köln, Düsseldorf, Bonn, Mainz und Aachen flossen zwischen Weiberfastnacht und Rosenmontag insgesamt 2 Millionen Gigabyte durch das Mobilfunknetz der Telekom. Das entspricht rund 1,3 Milliarden Kostüm-Selfies mit einer Größe von jeweils 1,5 Megabyte – ein Zuwachs von über 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
54 Prozent des Datenverkehrs liefen dabei über das 5G-Netz. Dank 5G lief das Netz selbst bei der hohen Dichte an Smartphones und der gleichzeitigen Nutzung durch Zehntausende Karnevalisten auf kleiner Fläche stabil und zuverlässig. Gerade 5G bietet durch höhere Kapazität einen klaren Vorteil für Großereignisse wie den Karneval.
Spitzenreiter im Städteranking: Köln bleibt Nummer 1
Köln ist auch im Mobilfunknetz die unangefochtene Karnevalshochburg: Mit 884.000 Gigabyte führt die Domstadt das Städteranking beim mobilen Datenverbrauch auch in der diesjährigen Karnevalssaison wieder an. Auf den weiteren Rängen folgen Düsseldorf mit 484.000 Gigabyte und Bonn mit 276.000 Gigabyte. Auf Platz vier und fünf befinden sich Mainz mit 169.000 Gigabyte und Aachen mit 152.000 Gigabyte. Über alle Städte hinweg sind am meisten Daten am Karnevalsfreitag durchs Netz geflossen, nicht etwa an Weiberfastnacht oder Rosenmontag. Während der Feierlichkeiten war Instagram die mit Abstand meistgenutzte App, gefolgt von YouTube, TikTok und Facebook.
Besucherströme: Jecken reisen aus ganz NRW nach Köln
Die Daten zeigen deutliche Besucherströme nach Köln: Über die Hälfte der Karnevalisten in der Kölner Altstadt reiste aus dem NRW-Umland an. Trotz der traditionellen Rivalität zwischen Köln und Düsseldorf scheint die Feierlust Vorrang zu haben. Die Mobilfunkdaten zeigen, dass fast 50 Prozent mehr Karnevalisten aus Düsseldorf lieber beim Straßenkarneval in Köln dabei waren als umgekehrt. In Köln war auch der Anteil der Besucher aus dem Rhein-Erft-Kreis und Bonn besonders hoch.
Auch internationale Gäste mischten sich in allen Karnevalshochburgen unter die Feiernden: Knapp ein Drittel des Datenverkehrs geht auf „Roamer“ zurück – das heißt auf Nutzer*innen aus fremden Netzen. Die meisten Karnevals-Touristen kamen aus Österreich, den Niederlanden, Frankreich und Belgien.
Hotspots und Datenpeaks im Kölner Karneval
Beim Blick auf die Karnevalshotspots in Köln zeigen sich deutliche Unterschiede in der Demografie der Feiernden: An der Zülpicher Straße dominierte das junge Publikum, insbesondere Menschen zwischen 20 und 29 Jahren. Dagegen war die Besuchergruppe rund um Heumarkt und Alter Markt mit dem höchsten Anteil in der Altersgruppe zwischen 50 und 59 Jahren deutlich älter. Insgesamt setzten sich die Feiernden gleichmäßig aus ungefähr 50 Prozent Jeckinnen und 50 Prozent Jecken zusammen.
Ein besonderer Moment des Straßenkarnevals ist traditionell um 11:11 Uhr an Weiberfastnacht – der offizielle Startschuss für das bunte Treiben. Im Telekom-Netz wurde der Höhepunkt des Datenverbrauchs jedoch erst um 13:00 Uhr verzeichnet.
KI-gestützter „RAN Guardian Agent“ optimiert Mobilfunk
Auch der RAN Guardian Agent der Telekom war über Karneval im Einsatz. Das sogenannte KI-Multi-Agenten-System unterstützt bei der Überwachung des Netzes und sorgt so für ein noch besseres Kundenerlebnis. Es analysiert das Netzwerkverhalten, erkennt Leistungsprobleme und leitet eigenständig Korrekturmaßnahmen ein. Während der Karnevalstage hat der RAN Guardian Agent circa 130 Karnevalsevents und Umzüge identifiziert, bei denen jeweils mehr als 10.000 Teilnehmende erwartet wurden. Diese Events wurden von insgesamt 611 verschiedenen Mobilfunkstandorten abgedeckt. Im Vorfeld prüfte RAN Guardian alle 611 Standorte auf potenzielle Probleme. Ein Großteil davon wurde auch während der Events live überwacht. Lediglich an fünf Standorten kam es trotz Eventkonfiguration zu Lastspitzen. An diesen Standorten konnte RAN Guardian durch Anpassungen der Eventkonfiguration weitere Optimierungen im Netz vornehmen.
Mit Daten sicher planen: Motion Data liefert Einblicke in Besucherströme und Demografie
Zusätzliche Daten zu Besucherströmen, Herkunft, Altersgruppen und Geschlecht werden anonymisiert und aggregiert von Motion Data bereitgestellt – aus Mobilfunkdaten der Telekom. Datenschutzkonform und ohne Personenbezug helfen die Informationen beispielsweise bei der Planung von Verkehrsströmen, im öffentlichen Nahverkehr, für die sichere Besucherführung bei großen Events oder zur Unterstützung von Einsatzkräften.
