Werbefinanziertes Streaming auf dem Vormarsch: Trendreport “State of TV- & Video 2026 – FAST Special”

Der TV- und Videomarkt in der DACH-Region und international befindet sich in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Der gemeinsam von FUNKE Channels und valantic erstellte Trendreport „State of TV & Video 2026 – FAST Special“ analysiert auf Basis umfangreicher Marktrecherchen, internationaler Best Practices und exklusiver Unternehmensinsights, wie sich Nutzungsverhalten, Geschäftsmodelle und Wettbewerbsdynamiken im TV- und Videomarkt verändern – und was das für Anbieter entlang der gesamten Wertschöpfungskette bedeutet.

Die zentralen Erkenntnisse: Lineares Fernsehen verliert kontinuierlich Nutzungsanteile, während digitale Plattformen und IP-basierte Distribution weiter zulegen. Der VoD-Markt (Video on Demand) tritt in eine Reifephase ein, in der Wachstum zunehmend durch Monetarisierung statt durch Nutzerzuwachs entsteht. Parallel dazu etabliert sich FAST (Free Ad-Supported Streaming TV) als festes Element des Streaming-Ökosystems – wächst jedoch in einem zunehmend kompetitiven Umfeld, in dem Differenzierung über Marken, kuratierte Kanäle und datengetriebene Vermarktung zum entscheidenden Erfolgsfaktor wird.

“Mit dieser Studie bringen wir Transparenz in den sich schnell wandelnden TV- und Videomarkt und geben gleichzeitig Klarheit über die schwer messbaren Strukturen des FAST-Marktes. Wir liefern Unternehmen konkrete Handlungsstrategien, um sich in diesem wachsenden Segment erfolgreich zu positionieren”, so Philipp Günther, Managing Director valantic

Claudia Schroeder, Director FUNKE Channels ergänzt: „Der Trendreport zeigt auf Basis vorhandener Daten, wo der FAST-Markt heute steht, wie FUNKE Channels mit seinem aktuellen Portfolio positioniert ist, und in welche Richtung wir uns inhaltlich, technologisch und in der Vermarktung weiterentwickeln. Gleichzeitig bietet die Studie einen echten Mehrwert für alle Marktteilnehmer: für bestehende Partner und Wettbewerber ebenso wie für neue Akteure, die den Einstieg in den FAST-Markt planen.“

Lineares Fernsehen bleibt stark, aber Streaming gewinnt

Der Report zeigt, dass lineares Fernsehen in der DACH-Region zwar weiterhin das meistgenutzte Bewegtbildformat ist, jedoch kontinuierlich Nutzungsanteile verliert. Parallel dazu legen Video-on-Demand, Subscription-Streaming und Social Video deutlich zu – insbesondere in jüngeren Zielgruppen.

Diese Verschiebung vollzieht sich nicht nur auf Nutzerseite, sondern auch infrastrukturell: Klassische Empfangswege wie Kabel und Satellit werden zunehmend durch IP-basierte Distribution abgelöst. Die Analyse verdeutlicht, dass sich der Markt strukturell in Richtung digitaler, plattformbasierter Angebote entwickelt – mit weitreichenden Implikationen für Inhalte, Distribution, Vermarktung und Partnerschaften entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

FAST ist mittlerweile fester Marktbestandteil

FAST (Free Ad-Supported Streaming TV) etabliert sich zunehmend als fester Bestandteil des Streaming-Ökosystems. Als werbefinanziertes Modell, das auf linearen, kuratierten Kanälen basiert und vor allem über Smart-TV-Plattformen distribuiert wird, trifft FAST insbesondere den Nerv preissensibler Nutzergruppen. Gleichzeitig wächst der Markt weiter, wird jedoch zunehmend kompetitiver: Das Angebot steigt schneller als die Nachfrage, während sich Werbebudgets von klassischer TV-Werbung hin zu digitalen, programmatischen Umfeldern verlagern.

Neue Entwicklungen wie Single-IP-Channels, Live-Content sowie KI-gestützte Lokalisierung treiben die Internationalisierung und Skalierung voran. Insgesamt zeigt sich, dass FAST nicht nur neue Reichweiten und Erlösmodelle eröffnet, sondern sich zunehmend als strategisch relevantes Element im Bewegtbildmarkt etabliert.


Beitrag veröffentlicht

in

, ,

von